Braunschweig elektrifiziert seine Busflotte im großen Stil
Die Braunschweiger Verkehrs-GmbH hat 50 neue Elektrobusse angeschafft und damit fast ein Drittel ihrer Busflotte elektrifiziert.
Parallel hat die BSVG den seit 2018 laufenden Neubau ihres Busbetriebshofs am Lindenberg abgeschlossen. Das rund 50.000 Quadratmeter große Depot bietet Platz für etwa 165 Busse. Der laufende Busbetrieb wurde während der achtjährigen Bauphase nicht unterbrochen.
Braunschweig investiert Millionen in E-Busse und Ladeinfrastruktur
Die 50 neuen Elektrobusse stammen von MAN und Daimler Buses. Für das Depot stehen 55 Ladepunkte und ein Pantografenmast bereit. Einige Fahrzeuge können zusätzlich während des Linienbetriebs nachgeladen werden.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
- 50 neue Elektrobusse für die BSVG
- knapp 34 Millionen Euro für Busse und Ladeinfrastruktur
- 55 Ladepunkte auf dem Betriebshof
- 12.900 Quadratmeter Photovoltaik mit 1,8 MWp Leistung
Der Bund steuerte 15 Millionen Euro zur Busbeschaffung und 3,3 Millionen Euro zur Ladeinfrastruktur bei. Niedersachsen förderte die Busse mit 5,6 Millionen Euro und den mehr als 42 Millionen Euro teuren Betriebshof mit rund 12 Millionen Euro.
Ich finde vor allem die Kombination aus E-Bussen, eigener Ladeinfrastruktur und großer Photovoltaikanlage interessant. Braunschweig zeigt damit recht anschaulich, welcher technische und finanzielle Aufwand hinter der Elektrifizierung einer kommunalen Busflotte steckt.
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Die dauerhafte Subventionierung aus Steuermitteln ist der falsche Weg. Projekte müssen sich langfristig wirtschaftlich selbst tragen können. Andernfalls trägt der Steuerzahler die Last für ein System, das ohne dauerhafte Finanzspritzen nicht überlebensfähig ist.
Die Modernisierung der Infrastruktur kommt der Allgemeinheit zu gute. Wenn man dort nur mit einem sehr schnelen Blick auf die momentane Profitabilität schaut und nicht auch die Nebeneffekte wie Komfort, Umwelt, Reduzierung von Lärm, Verbesserung von Arbeits- / Schulwegen etc mit in die Waagschale wirft wird die Infrastruktur in diesem Land nicht besser werden. Zumal ein Aufschieben von Modernisierungen langfristig oftmals ganz eigene Kosten mit sich bringt. Neue Fahrzeuge stehen ja oftmals eh an, also wenn dann schon direkt in die Zukunft investieren und nicht noch Millionen in veraltete Technik stecken, wie es aktuell die Deutsche Bahn mit altmodsichen Signalanlagen auf einigen Streckenabschnitten macht.
Wenn sich Infrastruktur finanziell selbst tragen sollte müsste ganz viel gestoppt werden – Angefangen bei der Infrastruktur für den individuellen PKW Verkehr.
„Projekte müssen sich langfristig wirtschaftlich selbst tragen können.“
Das stimmt mit Sicherheit – aber bei Verbrennern müssen die Kosten tatsächlich eingepreist werden und die Kosten stellen sich eben langfristig in zerstörung der Umwelt dar. Das muss heute schon durch einen geeigneten Kostenausgleich zu Gunsten der E-Busse abgebildet werden.
Auch wenn das alles schön und sinnvoll klingt, muss man sagen wie sollen sich das die Städte und Kommunen leisten. Das Haushaltsbudget ist extrem knapp, viele sind hoch verschuldet und bauen gerade massiv Stellen ab. Es ist kein Geld für Bildung und Jugend Projekte da, auch dort wird nur gespart. Da gilt es erst einmal andere Probleme zu lösen.
„Auch wenn das alles schön und sinnvoll klingt, muss man sagen wie sollen sich das die Städte und Kommunen leisten.“
indem die Verbrenner entsprechend belastet werden – denn die schon jetzt überall sichtbaren Umweltschäden sind auch Kosten.
Wäre eine Idee, aber auch dann müssten erst die Schulden getilgt werden und wären meiner Meinung nach Bildungsprojekte wichtiger. Man müsste die Gelder je nach Bedarf verteilen. Der Großteil sollte in Bildung und in Jugendarbeit gehen