Bundesregierung einigt sich auf Investitionspakt für Filmförderung

Kino Popcorn

Die Bundesregierung hat einen Investitionspakt beschlossen, der die wirtschaftliche Filmförderung neu ordnen und zusätzliche Mittel mobilisieren soll.

Die Bundesregierung hat sich gemeinsam mit den Fraktionen von CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag auf einen Investitionspakt für den Filmstandort Deutschland verständigt.

Vorgesehen ist eine Kombination aus einer gesetzlichen Investitionsverpflichtung für Sender und Streamingdienste sowie einer dauerhaft angelegten wirtschaftlichen Filmförderung des Bundes. Nach Angaben der Bundesregierung soll damit die Reform der Bundesfilmförderung abgeschlossen werden.

Kern des Modells ist eine gesetzliche Basisinvestitionsquote von 8 Prozent des jährlichen Nettoumsatzes, den Streamer und Sender in Deutschland erzielen. Diese Mittel sollen in deutsche und europäische Produktionen fließen und mit Vorgaben zur Art der Investitionen sowie zur Rechteregelung verbunden sein.

Unternehmen, die sich freiwillig zu höheren Investitionen von mindestens 12 Prozent verpflichten, können von einzelnen gesetzlichen Detailvorgaben abweichen, wie es laut Bundesangaben heißt.

Filmbooster und Investitionsverpflichtung im Überblick

Zusätzlich zur Investitionspflicht startet der sogenannte Filmbooster des Bundes. Die Mittel für die wirtschaftliche Filmförderung sollen verlässlich und überjährig auf 250 Millionen Euro pro Jahr steigen. Laut Bundesregierung entspricht dies nahezu einer Verdoppelung des bisherigen Fördervolumens und soll kurzfristige Investitionsentscheidungen erleichtern.

Zentrale Elemente des Pakets:

Vertreter der Bundesregierung betonen laut Pressemitteilung die wirtschaftlichen Effekte für Beschäftigung und Wertschöpfung entlang der gesamten Produktionskette. Die Investitionsverpflichtung solle mehr private Mittel aktivieren, während der Bund den finanziellen Rahmen setze.

Aus meiner Sicht ist der Investitionspakt vor allem ein ordnungspolitischer Eingriff mit klaren finanziellen Vorgaben, dessen tatsächliche Wirkung sich erst zeigen wird, wenn Streaminganbieter und Sender ihre Investitionsentscheidungen anpassen und konkrete Produktionen folgen.

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