Das Comeback des Sliders: Xiaomi Mi Mix 3 im Test

Xiaomi Mi Mix 3 Front Slider
Xiaomi Mi Mix 3

Das Xiaomi Mi Mix 3 zählt momentan zu den interessantesten Flaggschiff-Smartphones am Markt. Mit ultradünnen Displayrändern, einer Top-Ausstattung und dem Comeback des Slider-Mechanismus soll es seine Käufer überzeugen.

Nachdem Oliver vor einiger Zeit seine ersten Eindrücke zum Xiaomi Mi Mix 3 veröffentlicht hatte, habe ich es nun ausführlich getestet. Im folgenden Testbericht erfahrt ihr, wie gut das Slider-Smartphone wirklich ist.

Technische Daten des Xiaomi Mi Mix 3

  • 6,39 Zoll (16,23 cm) OLED-Display mit 2.340 x 1.080 Pixeln
  • Snapdragon 845 Octa-Core-SoC
  • 6 GB RAM
  • 128 GB interner Speicher
  • Dual-Kamera mit zwei 12-Megapixel-Sensoren und f/1.8
  • Dual-Frontkamera mit 24-Megapixel-Sensor mit f/2.2 und zweitem 2-Megapixel-Sensor
  • 3.200 mAh Akku mit Quick Charge 4+
  • Android 9.0 Oreo mit MIUI 10.2
  • WLAN b/g/n/ac, Bluetooth 5.0, NFC
  • LTE Band 1/2/3/4/5/7/8/12/17/20
  • 157,9 x 74,7 x 8,5 mm
  • 218 Gramm

Design und Verarbeitung des Xiaomi Mi Mix 3

Xiaomi Mi Mix 3 Design

Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Xiaomi Mi Mix 3 nicht sonderlich stark von der aktuellen Flaggschiff-Konkurrenz. Die Rückseite besteht zwar aus Keramik, glänzt aber trotzdem wie Glas, die vertikal angeordnete Dual-Kamera steht leicht aus dem Gehäuse hervor und der Fingerabdrucksensor wurde hinten auf optimaler Höhe platziert.

Auch beim ersten In-die-Hand-Nehmen fällt einem die Besonderheit des Smartphones nicht sofort auf. Mit 8,5 mm ist es nicht besonders dick, zudem liegt es gut in der Hand und fühlt sich mit seinem Metall-Rahmen und den beiden Glas- bzw. Keramikflächen sehr hochwertig an.

Lediglich das Gewicht ist ein Indiz dafür, dass hier etwas besonders ist. Das Xiaomi Mi Mix 3 bringt nämlich hohe 218 Gramm auf die Waage, was im ersten Moment sehr schwer und ungewohnt wirkt. Persönlich habe ich mich allerdings sehr schnell daran gewöhnt – nach wenigen Tagen fiel dieses Merkmal schon nicht mehr störend auf.

Full-Screen-Display und kleines Kinn

Ein erstes „Wow“ entfährt einem dann direkt, nachdem man das Xiaomi Mi Mix 3 das erste Mal angeschaltet hat. Beinahe die gesamte Vorderseite besteht aus Display, wenngleich die Ränder etwas dicker als auf den offiziellen Pressebildern ausfallen. Ein Kinn ist dennoch kaum zu erkennen, da der Rand am unteren Ende nur minimal breiter als an den anderen Seiten ausfällt. Als eines der ersten Smartphones mit „Full-Screen-Display“ hat das Xiaomi Mi Mix 3 diese Bezeichnung meiner Meinung nach auch wirklich verdient.

Wie ist das möglich? Xiaomi setzt beim Mi Mix 3 auf einen Slider-Mechanismus, hinter dem sich die beiden Frontkameras verbergen. Möchte man also ein Selfie schießen, schiebt man den vorderen Teil des Smartphones manuell nach unten. Der Mechanismus wird dabei von mehreren Magneten unterstützt und macht daher einen stabilen Eindruck.

Dennoch bleibt natürlich die Frage offen, wie viele Jahre das Ganze ohne Probleme funktionieren wird. Verfängt sich neben Staub (was häufig vorkommt) auch einmal gröberer Dreck zwischen den beiden Smartphone-Teilen, könnte das eventuell zu einem unvorhergesehenen Defekt führen. Zudem verhindert der Slider auch eine IP-Zertifizierung, die im High-End-Bereich heutzutage eigentlich dazugehört.

Mit seinen hochwertigen Materialien, der tadellosen Verarbeitung und der wirklich hübschen Optik überzeugt das Xiaomi Mi Mix 3 bereits auf den ersten Blick. Verglichen mit aktuellen Top-Modellen anderer Hersteller wirkt es deutlich moderner. Damit gehen aber auch einige Nachteile einher: Die Haltbarkeit des Sliders muss sich erst noch zeigen und eine IP-Zertifizierung fehlt.

Display des Xiaomi Mi Mix 3

Xiaomi Mi Mix 3 Display

Das Display des Xiaomi Mi Mix 3 beeindruckt allein aufgrund seiner sehr schmalen Ränder – so weit, so gut. Glücklicherweise kann es aber auch abgesehen davon überzeugen.

Xiaomi setzt bei seinem aktuellen Flaggschiff-Smartphone nämlich auf ein 6,39 Zoll großes OLED-Display, das mit 2.340 x 1.080 Pixeln ausreichend hoch auflöst. Farben sind, wie es sich für ein OLED-Panel gehört, schön leuchtend, wirken aber dennoch nicht übersättigt. Und auch die Helligkeit ist top: Dreht man sie auf, erkennt man auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch alles ohne Probleme.

Als störend empfand ich lediglich, dass die automatische Helligkeitsregulierung das Display in dunkleren Umgebungen häufig etwas zu dunkel einstellt. Hier muss man dann entweder manuell nachregeln oder die Option gleich deaktivieren.

Das wars dann aber auch schon mit der Kritik am Display des Xiaomi Mi Mix 3. Mit seinen kaum vorhandenen Rändern und der exzellenten Qualität des Panels ist es definitiv das Highlight des Smartphones. Neben anderen Konkurrenz-Modellen wirkt das Mi Mix 3 damit wie aus der Zukunft.

Performance des Xiaomi Mi Mix 3

Xiaomi Mi Mix 3 Software 2

Beinahe langweilig wird es, wenn wir uns nun der Performance zuwenden. Der verbaute Snapdragon 845 Octa-Core-Prozessor und 6 oder 8 GB Arbeitsspeicher sind im High-End-Bereich heutzutage Standard, sodass das Xiaomi Mi Mix 3 hier nicht aus der Masse herausstechen kann. Dennoch liefert es natürlich ordentlich ab und leistet sich auch in diesem Bereich keine Fehler.

Der schnelle Prozessor sorgt in Kombination mit einer ausreichenden Menge RAM dafür, dass das System und sämtliche Apps ohne jegliche Komplikationen laufen. Sie starten schnell, laufen flüssig und selbst die Android-typischen Microruckler tauchen kaum auf. Dabei wurde das Android-Betriebssystem von Xiaomi eigentlich stark angepasst, was bei manch anderem Hersteller die Performance verschlechtert. Beim Xiaomi Mi Mix 3 ist das aber glücklicherweise nicht der Fall.

Zu guter Letzt eignet sich das aktuelle Flaggschiff-Smartphone von Xiaomi natürlich auch zum Gaming. Sämtliche aktuellen Spiele können ohne Ruckler in hohen Qualitätseinstellungen gespielt werden. Das wird sich in nächster Zeit auch erst einmal nicht ändern.

Kamera des Xiaomi Mi Mix 3

Xiaomi Mi Mix 3 Camera 1

Schaut man sich die Kamera-Ausstattung des Xiaomi Mi Mix 3 einmal näher an, kommt sie einem ziemlich bekannt vor. Die Kombination aus zwei 12-Megapixel-Sensoren mit f/1.8 bzw. f/2.4 und einer Tele-Optik kam bereits beim Xiaomi Mi 8 und Xiaomi Mi Mix 2S zum Einsatz. Kein Wunder also, dass die Bildqualität des Smartphones ungefähr auf dem Niveau seiner Vorgänger liegt.

Nimmt man mit dem Xiaomi Mi Mix 3 am Tag Fotos auf, liegt deren Qualität auf einem hohen Niveau. Farben werden natürlich, aber dennoch leuchtend abgebildet und der Dynamikumfang kann sich sehen lassen. Auch die Schärfe geht durchaus in Ordnung, wenngleich man bei 12 Megapixeln im Nachhinein nicht mehr allzu sehr hineinzoomen sollte.

Neu ist beim Xiaomi Mi Mix 3 ein Nachtmodus, der per Update auch für das Mi Mix 2S und Mi 8 veröffentlicht wurde. Wie bei der Konkurrenz nutzt das Smartphone damit eine längere Belichtungszeit, ohne dass sich das natürliche Zittern der Hand negativ auf die Bildqualität auswirkt.

Fest steht: Der Nachtmodus verbessert die Fotoqualität bei Nacht, ist aber nicht ganz so gut wie bei manch anderem Flaggschiff-Smartphone. Schärfe und Helligkeit sind durchaus gut, allerdings macht der Weißabgleich gelegentlich Probleme. Vor allem in der Nähe von Straßenlaternen werden Bilder bei Nacht ziemlich gelbstichig und wirken damit dann nicht mehr sonderlich naturgetreu.

Die restlichen Foto-Funktionen des Xiaomi Mi Mix 3 liegen dann jedoch wieder auf einer Höhe mit der Konkurrenz. Die AI wählt in den meisten Situationen den richtigen Szenen-Modus aus, wobei man mit manuellen Einstellung häufig noch etwas mehr aus dem Foto herausholen kann.

Auch die Tele-Kamera mit 2-fach-Zoom geht qualitativ in Ordnung, fängt mit f/2.4 aber sichtbar weniger Licht als der Hauptsensor ein. Bei Tag ist das kein Problem, bei Nacht leidet allerdings die Bildqualität darunter.

Mit den beiden Selfie-Kameras unter dem Slider ist das Xiaomi Mi Mix 3 des Weiteren in der Lage, Selfies mit einem natürlichen Bokeh-Effekt aufzunehmen. Bei Tag sehen die Aufnahmen auf jeden Fall gut aus, bei Nacht wirken sie allerdings schnell ziemlich matschig. Verwendet man den verbauten LED-Blitz, gehen sie aber auch bei schlechten Lichtbedingungen qualitativ in Ordnung.

Zu guter Letzt unterstützt das Xiaomi Mi Mix 3 auch Videoaufnahmen in 4K/60fps sowie eine Slow-Motion-Funktion mit bis zu 960 fps. Ist diese Einstellung ausgewählt, wird die Videoauflösung auf 720p oder 1080p gesenkt und ein 4-sekündiges Video aufgenommen.

Die Bildqualität ist dabei durchaus gut, allerdings ist es schade, dass das Zeitfenster des Slow-Motion-Effekts nicht selbst ausgewählt werden kann, da sich dieser stets automatisch im letzten Viertel der Aufnahme aktiviert. Damit ist das Slow-Motion-Feature leider etwas unflexibel.

Software des Xiaomi Mi Mix 3

Xiaomi Mi Mix 3 Software

Viele Worte kann man zur Software des Xiaomi Mi Mix 3 verlieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern setzt das chinesische Unternehmen auch 2018 noch auf eine stark angepasste Android-Oberfläche mit dem Namen MIUI. Zum Einsatz kommt auf dem Flaggschiff-Smartphone die MIUI 10.2, welche auf dem aktuellsten Android 9.0 Pie basiert.

Optisch erinnert Xiaomis Android-Überzug an das iOS-Betriebssystem von Apple. Obwohl es keinen klassischen App-Drawer gibt, ist das System sehr intuitiv aufgebaut. Trotz der (optischen) Umstellung von Stock Android findet man sich schnell zurecht und lernt das System, zumindest in meinem Fall, lieben.

Obwohl ich mich als Fan von Stock Android bezeichnen würde, verwendete ich das Xiaomi Mi Mix 3 über die gesamte Testdauer ohne einen alternativen Launcher und vermisste einen solchen auch nicht. Denn optisch sowie funktional kann die MIUI überzeugen. Die Gestensteuerung funktioniert wunderbar, das Sharing-Menü für Fotos ist (im iOS-Stil) praktisch gestaltet und die System-Apps sehen allesamt hübsch aus.

Störend ist an der MIUI einzig und allein, dass sie ähnlich wie die Emotion UI von Huawei etwas zu sehr auf das Energiesparen getrimmt ist. Obwohl ich sämtliche Energiesparmodi deaktiviert hatte, kamen bei manchen Apps keine Benachrichtigungen durch, selbst wenn sie im Multitasking eigentlich noch offen waren. Das war selbstverständlich nervig, könnte bei der nun verfügbaren Global-ROM aber vielleicht besser gelöst sein.

Lässt man sich erst einmal auf die MIUI ein, kann Xiaomis alternative Android-Oberfläche auf jeden Fall überzeugen. Vorbildlich ist außerdem, dass Xiaomi ziemlich häufig und auch zeitnah (Android-)Updates für die eigenen Smartphones bereitstellt.

Akku des Xiaomi Mi Mix 3

Xiaomi Mi Mix 3 Akku

Mit einer Akkukapazität von 3.200 mAh ist das Xiaomi Mi Mix 3 relativ durchschnittlich bestückt. Das spiegelt sich auch in der Akkulaufzeit wider, welche sich je nach Nutzung zwischen 5 und 6 Stunden Screen-On-Time einpegelt. Verwendet man sein Smartphone sehr viel, schafft man damit auf jeden Fall einen Tag. Schaut man seltener darauf, chattet nur ein wenig und surft im Internet, sind so auch zwei Tage Laufzeit möglich.

Abgesehen von der Laufzeit ist heutzutage aber vor allem wichtig, wie schnell ein Smartphone wieder aufgeladen werden kann. Xiaomi setzt beim Mi Mix 3 hierzu auf die aktuelle Schnellladetechnologie Quick Charge 4+ von Qualcomm. Leider liegt dem Gerät jedoch nur ein Quick Charge 3.0-Netzteil bei, mit dem es innerhalb von 30 Minuten auf beinahe 60 Prozent aufgeladen werden kann. Möchte man es von 0 auf 100 Prozent laden, muss man sich ca. 80 Minuten gedulden.

Noch etwas schneller ginge es sicherlich, wenn man sich ein Quick Charge 4+-kompatibles Ladegerät zulegen würde. Ob die wenigen eingesparten Minuten diese Investition wert sind, muss allerdings jeder für sich entscheiden.

Während Xiaomi beim mitgeliefert Netzteil also etwas spart (was andere Hersteller genauso machen), zeigt man sich beim Lieferumfang dann aber doch irgendwie gütig. Dem Xiaomi Mi Mix 3 liegt nämlich ein passendes weißes Qi-Ladepad bei, mit dem das Smartphone alternativ auf drahtlos aufgeladen werden kann. Das funktioniert dann mit „schnellen“ 10 Watt Ladeleistung, sodass sich die Ladezeit selbst hier noch im Rahmen hält.

Und sonst noch?

Xiaomi Mi Mix 3 Side

  • Das Xiaomi Mi Mix 3 wird mit einer passenden Kunststoff-Hülle ausgeliefert. Diese ist auf der Unterseite geöffnet, sodass der Slider-Mechanismus ohne Komplikationen bedient werden kann.
  • Auf der linken Gehäuseseite befindet sich beim Xiaomi Mi Mix 3 ein extra Button, mit dem unter der China-ROM der Sprachassistent Xiao AI gestartet werden kann. Dieser ist bislang allerdings nur auf Chinesisch verfügbar, hierzulande also nicht zu gebrauchen.
  • Xiaomi verzichtet beim Mi Mix 3 leider darauf, den Frontlautsprecher für Stereo-Sound zuzuschalten. Der einzige spielende Lautsprecher auf der Unterseite klingt maximal durchschnittlich, reicht aber aus, um das ein oder andere Video auf dem Smartphone anzusehen.
  • Wie bei vielen anderen aktuellen Flaggschiff-Smartphones muss man auch beim Xiaomi Mi Mix 3 auf die altbekannte Klinkenbuchse verzichten. Kopfhörer können demnach nur noch per Bluetooth oder mit dem beiliegenden USB-C-Adapter angeschlossen werden.
  • Das Xiaomi Mi Mix 3 unterstützt zwar Face Unlock, die Nutzung des Features ist aufgrund des Sliders aber natürlich sehr umständlich. Vermutlich deshalb hat Xiaomi auch direkt darauf verzichtet eine Infrarot-Kamera zu verbauen, ohne die die Erkennung im Dunkeln nur schlecht funktioniert.
  • Dafür besitzt das Xiaomi Mi Mix 3 aber einen sehr schnell reagierenden Fingerabdrucksensor. Dieser sitzt leider noch nicht im Display, ist auf der Rückseite aber komfortabel zu erreichen.
  • Das Xiaomi Mi Mix 3 bietet im Inneren Platz für zwei nanoSIM-Karten, ist also Dual-SIM-fähig.
  • Eine Erweiterung des internen Speichers per microSD-Karte ist beim Xiaomi Mi Mix 3 hingegen nicht möglich. Mit 128 oder 256 GB UFS-2.1-Storage dürfte es allerdings ausreichend Speicherplatz für sämtliche Anwendungsfälle bieten.
  • Das Xiaomi Mi Mix 3 unterstützt insgesamt 24 LTE-Frequenzen, darunter auch alle, die in Deutschland zum Einsatz kommen. LTE Band 20 ist somit dabei und das Smartphone kann vollumfänglich hierzulande genutzt werden.

Fazit zum Xiaomi Mi Mix 3

Xiaomi Mi Mix 3 Front

Xiaomi hat mit dem Mi Mix 3 eines der spannendsten Flaggschiff-Smartphones der letzten Zeit geschaffen. Hersteller wie Google und Huawei konnten 2018 vor allem mit großen Verbesserungen bei der Kamera überzeugen, doch diese sah man den Smartphones von außen nicht an. Das Xiaomi Mi Mix 3 wirkt hingegen direkt auf den ersten Blick beeindruckend und ist optisch sofort als etwas Besonderes zu erkennen.

Mit seinem Full-Screen-Display macht es im Alltag unglaublich viel Spaß, das Xiaomi Mi Mix 3 zu verwenden. Inhalte jeglicher Art schauen auf dem tollen Display einfach klasse aus. Zudem kann das Smartphone natürlich auch in allen anderen wichtigen Disziplinen überzeugen und liegt auf einer Höhe mit der restlichen Flaggschiff-Konkurrenz. Lediglich bei der Kamera konnte ich leichte Unterschiede feststellen, da besonders der Nachtmodus hinsichtlich der Farbtreue noch etwas zu wünschen übrig lässt.

Nun kommt die entscheidende Frage: Wer sollte sich das Xiaomi Mi Mix 3 kaufen? Empfehlen kann ich es all denjenigen, die Interesse am Konzept des Smartphones haben und denen die Optik des Geräts gefällt. Bei einem aktuellen Preis von unter 500 Euro sind viele andere Flaggschiff-Smartphones immer noch teurer, sodass man nicht einmal mehr Geld für das besondere Feature des Mi Mix 3 draufzahlt.

Bedenken sollte man lediglich, dass sich der Trend zum Full-Screen-Display 2019 weiterentwickeln wird. Mit neuartigen Technologien wie dem Camera-Cutout wird auch bei anderen Herstellern die Notch verschwinden, ohne dass auf einen Slider gesetzt wird. Vielleicht wird das Mi Mix 3 in 1-2 Jahren also gar nicht mehr modern, sondern gar seltsam wirken.

Aber wer weiß das schon. Fest steht: Anfang 2019 ist es ein empfehlenswertes Smartphone, mit dem man zumindest im Moment einige Blicke auf sich ziehen kann.

Vielen Dank an TradingShenzhen für die Bereitstellung des Testgeräts. Im Online-Shop könnt ihr das Smartphone aktuell zu Preisen ab 467 Euro erwerben.

Wertung des Autors
Niklas Jutzler bewertet Xiaomi Mi Mix 3 mit 4.4 von 5 Punkten.

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