Die Deutsche Bahn will im DB-Navigator weiterhin keine Tickets direkter Wettbewerber verkaufen.
Das geht aus einer Antwort (PDF) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor. Im Sofortprogramm „Bessere Kundeninformation“ sind demnach keine Änderungen am Vertrieb über den DB-Navigator und bahn.de vorgesehen.
Die DB verkauft dort vor allem eigene Produkte sowie Angebote von Verkehrsverbünden und Kooperationspartnern. Verbindungen anderer Anbieter werden angezeigt, wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Direkt verkauft werden deren Tickets derzeit jedoch nicht.
Warum mehrere Bahnunternehmen mehrere Tickets bedeuten
Bei Reisen mit unterschiedlichen Eisenbahnunternehmen kann zwar ein Gesamtpreis angezeigt und gemeinsam bezahlt werden. Technische und fahrgastrechtliche Gründe verhindern laut Bundesregierung jedoch ein einheitliches Durchgangsticket.
Für Fahrgäste sind vor allem diese Punkte relevant:
- Direkte Wettbewerber der DB werden nicht über deren Kanäle verkauft.
- Eine Buchung kann mehrere rechtlich eigenständige Tickets erzeugen.
- Die Ausgabe erfolgt nach dem europäischen Standard OSDM.
- Fahrplanauskünfte hängen von korrekten Daten der jeweiligen Anbieter ab.
Auch falsche oder nicht fahrbare Verbindungen kann der DB-Navigator laut Bundesregierung nicht selbst zuverlässig erkennen. Die Systeme übernehmen die Daten der Eisenbahnunternehmen und können deren Korrektheit nicht eigenständig validieren.
Ich finde das aus Kundensicht wenig komfortabel. Wer eine Verbindung im DB-Navigator findet, erwartet verständlicherweise auch eine möglichst durchgängige Buchung. Gerade bei mehreren Anbietern bleibt das Bahnfahren dadurch unnötig kompliziert.
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