Discounter Penny nimmt auch weiterhin keine Kreditkarten

In den letzten zwölf Monaten hat sich in Deutschland einiges getan, was die Zahlungsmöglichkeiten im Einzelhandel angeht. Doch nicht alle Händler stellen um.

Immer mehr Geschäfte akzeptieren auch das Bezahlen per Kreditkarte, meist sogar kontaktlos. Der zur Rewe-Gruppe gehörende Lebensmitteldiscounter Penny bildet hier noch eine traurige Ausnahme und das wird sich so schnell auch nicht ändern.

Immer mehr Discounter stellen um

Modehäuser und Restaurants setzen schon seit Jahren auch auf Kreditkarten als akzeptierte Zahlungsmittel, nachdem die Gebühren für die Zahlungsabwicklung mittlerweile abgesenkt wurden, erweitern auch immer mehr Discounter ihre Möglichkeiten. Aldi, Lidl, Netto (auch der mit Scottie), Rewe, Kaufland, Norma und viel mehr akzeptieren mittlerweile Kreditkarten als Zahlungsmittel.

Nicht nur das, auch das kontaktlose über NFC-Karten und kompatible Smartphones Zahlen ist oftmals möglich. Ein Händler weigert sich aber vehement, das zur Rewe-Gruppe gehörende Penny.

Das Henne-Ei-Problem

Jedes Mal, wenn ich über das Bezahlen mit Kreditkarten schreibe, wird von Lesern Penny in den Kommentaren erwähnt. Oftmals als Negativbeispiel, wo das Ganze eben noch nicht klappt. Bei Cash26 ist Penny an Bord, ansonsten nimmt man dort nur Bares, Girocard und Maestro (aber auch keine Kombi-Karten wie z.b. fidor SmartCard). Das Henne-Ei-Problem in Bezug auf moderne Zahlungsdienste bleibt bestehen.

Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Penny mit immerhin über 2.200 Märkten in Deutschland nicht gerade mitten im Umstellungsprozess steckt, um zukünftig sein Angebot an Bezahlmöglichkeiten zu erweitern. Also habe ich bei der zuständigen Pressestelle mal direkt nachgefragt. Die Antwort, nachfolgend zu lesen, ist so kurz wie ernüchternd.

Derzeit gibt es bei PENNY keine Bestrebungen, das Angebot an Zahlungsmöglichkeiten auszuweiten. Insbesondere im Lebemsmitteleinzelhandel liegt die Quote der Bezahlung mir Bargeld immer noch bei über 50 Prozent, gefolgt von der EC-Karte als Zahlungsmittel.

Ich schiebe solche Geschäfte nun nicht gleich auf eine Blacklist, aber ich mache einen Bogen um sie, wenn es eine Alternative gibt. Wer seinen Kunden im Jahr 2016 noch die Zahlungsmöglichkeiten vorschreiben möchte, ist eben nicht meine erste Anlaufstelle. Klingt zu hart für euch? Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, wie ihr das handhabt!

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