DVB-T2 HD: Zweite Phase vor dem Start

DVB-T2 HD startet am 08. November in die zweite Phase, nachdem am 29. März 2017 bereits der Startschuss für die ersten Regionen gefallen war.

Am 08. November wird in weiteren Regionen DVB-T abgeschaltet und dafür nur noch DVB-T2 HD im Regelbetrieb gesendet. Das ist erstmal als Grundversorgung mit den öffentlich-rechtlichen Sendern genau so kostenfrei wie DVB-T, wenn das Endgerät es unterstützt. Eine Nachrüstlösung für Computer gibt es auch bereits in Form eines USB-Sticks.

Eine Übersicht verschiedener DVB-T2 HD-Receiver (neue Antennen braucht man nicht), die u.a. am grünen Logo der Initiative DVB-T2 HD zu erkennen sind, ist zum Beispiel bei Amazon abrufbar.

Zu den neuen Regionen gehören Dresden, Freiburg, Kassel und Koblenz. Zeitgleich werden u.a. die Senderstandorte Cuxhaven (Stadt), Göttingen (Espol), Heringsdorf, Hoher Meissner, Löbau, Pfaffenberg, Rhön, Stralsund (Garz), Wolfsburg und Würzburg auf DVB-T2 HD umgestellt. In diesen Gebieten sind derzeit ausschließlich öffentlich-rechtliche TV-Programme terrestrisch empfangbar.

freenet TV für Privatsender

Für Privatsender über DVB-T2 HD bittet freenet TV zur Kasse. Der Service bietet alle Privatsender in HD und kostet 69 Euro pro Jahr. Hier kommen also monatlich Kosten von 5,75 Euro auf die Nutzer zu.

Die einmaligen Kosten für einen Receiver, eine CI+-Karte oder den freenet TV USB-Stick kommen natürlich noch oben drauf. Wer sich vertraglich nicht binden will, kann Freenet-TV auch über Guthabenkarten nutzen.

Zu freenet TV →

Fernsehsignale in Full HD

DVB-T2 HD bietet als erster Übertragungsweg die Fernsehsignale in Full HD (1080p50) an. Die Auflösung beträgt dabei 1920 Bildpunkte pro Zeile und 1080 Zeilen bei einer Bildwechselfrequenz von 50 Vollbildern pro Sekunde. Mehr ist aktuell in Deutschland im Regelbetrieb nicht empfangbar (Kabel und Online-TV 720p, Sat 1080i). Über das bisherige DVB-T ist kein HD-Empfang möglich, dies war häufig Kritikpunkt an dem Standard.

DVB-T2 ist nach dem HEVC-Standard (High Efficiency Video Coding H.265) kodiert und ermöglicht theoretisch eine Skalierung bis auf 8K (8192 mal 4320 Pixel). Das ZDF, ProSiebenSat.1 und RTL senden einige Inhalte sogar in Dolby Audio

Nicht alle über DVB-T2 ausgestrahlten Programme liegen auch wirklich in Full-HD-Auflösung vor, wie auch obige Übersicht von freenet TV zeigt. Es werden also auch weiterhin Programme in SD gesendet. Zudem sind nicht alle SD-Programme in allen Regionen verfügbar.

Wann die weitere Umstellung von DVB-T2 genau erfolgt und welche Sender in welcher Region zur Verfügung stehen werden, kann man hier sortiert nach Postleitzahl prüfen lassen.

Alternativen zu DVB-T2 HD

Mit dem Start von DVB-T2 HD verabschiedet sich Deutschland vom kostenfreien Empfang der Privatsender. Da man zukünftig also für jeden Empfangsweg Geld zahlen muss, kommen für immer mehr Nutzer Alternativen in Frage.

Aktuell hat man die Möglichkeit in Deutschland wie folgt Fernsehen zu empfangen:

  • Kabelanbieter (Vodafone, Unitymedia, Telecolumbus und Co., oft haben Vermieter bereits Rahmenverträge mit den Providern geschlossen, die eine Grundversorgung beinhalten.)
  • Satelliten TV (Schüssel auf dem Dach, oder auch in klein am Balkon ist Pflicht)
  • IP TV (z.B. Telekom Entertain TV, auch über Reseller wie 1&1 zu haben)
  • Online TV (Zattoo [720p50], Magine TV, waipu.tv, etc. Aber: die „großen“ Privatsender gibt es dort weiterhin nicht in HD bzw. nur einige)

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