E-Scooter: Was gilt es für 2019 zu beachten?

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2019 wird das Jahr der Elektrokleinstfahrzeuge in Deutschland. Doch was gilt es bei den E-Scootern und Elektroboards zu beachten?

Das Thema „Elektrokleinstfahrzeuge“ spielte nun schon öfter eine Rolle bei uns und das liegt auch daran, dass es mich selbst interessiert. Im Sommer 2018 hieß es mal, dass die Regelung noch 2018 kommen soll, doch das wurde bekanntlich nichts. Die eKF werden eher ein Thema für 2019 sein. Wann? Unklar.

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E-Scooter: Was gibt es zu beachten?

Wer momentan mit einem Boosted Board oder E-Scooter fährt, der muss mit einem Punkt und einer Geldstrafe rechnen. Es ist und bleibt in Deutschland illegal und wir müssen die gesetzliche Regelung abwarten. Die könnte im Frühjahr kommen und folgende Punkte sollen bereits geregelt sein:

  • Die Maximalgeschwindigkeit darf maximal 20 km/h betragen
  • Wie es mit einer Drosselung aussieht, ist unklar, aber eine App dürfte kaum dafür ausreichen, da man diese damit zu leicht umgehen kann
  • Man benötigt eine Fahrerlaubnis (Mofaführerschein).
  • Das Mindestalter beträgt 15 Jahre
  • Man darf nur auf der Straße oder dem Radweg fahren, Gehwege sind verboten
  • Einen Helm muss man jedoch nicht tragen
  • Dafür benötigt man aber ein kleines Nummernschild und eine Versicherungsplakette
  • Eine Lenk- und Haltestange ist Pflicht
  • Ebenso wie eine Hupe oder Klingel
  • Und auch zwei unabhängige Bremsen
  • Dafür aber keine Blinker mehr

Das sind aktuell die Eckpunkte des Entwurfs, der muss nun aber erst mal in Deutschland abgesegnet und dann von der EU genehmigt werden. Die EU hat nämlich andere Regelungen und ein Kritikpunkt ist, dass man in Deutschland derzeit an einer Insellösung für diese Klasse arbeitet.

Wie man erkennt: Das ist ein großer bürokratischer Aufwand für ein Thema, was die aktuelle Regierung derzeit scheinbar nicht ganz oben auf der Liste ihrer Prioritäten hat. Ich halte einen Start zwischen März und Mai für realistisch, würde mit Hinblick auf die bisherige Entwicklung aber nicht darauf wetten.

Eine „gute“ Nachricht gibt es noch: Elektroskateboards sollen ein Pilotprojekt werden. Sie sind nicht zum Start erlaubt, aber es wäre denkbar, dass sie nach einiger Zeit hinzugefügt werden. Ein großer Kritikpunkt von vielen ist aktuell die Pflicht für die Lenk- und Haltestange.

E-Scooter: Ein erster Eindruck vom Yorks s1-elite

Passend zu diesem Thema hat mich Ende 2018 ein Startup namens Yorks Scooter angeschrieben, welches vom Bund gefördert wird und in gut einem Jahr einen solchen E-Scooter (den s1-elite) für knapp 1500 Euro auf den Markt bringen möchte. Dieses Modell konnte ich mir nun kurz anschauen.

Ich muss gestehen, dass ich keine Erfahrung mit E-Scootern habe und bisher noch nicht aktiv im Alltag damit herumgefahren bin. Der s1-elite machte aber einen sehr super Eindruck und hatte ein gutes Fahrgefühl.

Yorks Scooter S1 Elite Front

Dank den recht großen Luftreifen fährt er sich angenehmer, als vergleichbare Produkte dieser Kategorie. Man hat hier nicht den Eindruck, dass man einen normalen Scooter umgebaut und mit E-Motor versorgt hat.

Einen solchen habe ich parallel dazu übrigens testen können.

Mal schauen, was für Produkte wir in den kommenden Monaten alles sehen werden, aber meine Tendenz geht nach diesem Test eher zu so einem Produkt, da ich nicht nur ein Gadget zum Spaß suche, sondern damit tatsächlich auch meine Mobilität umstellen möchte. 1500 Euro sind aber eine Ansage.

Man muss auch bedenken, dass sehr viele (im Grunde fast alle) günstige Produkte in Deutschland wohl keine Zulassung bekommen werden. Daher dürfte es bei den Elektrokleinstfahrzeugen auch in dieser Preisklasse starten.

Wenn der Markt aber boomen sollte, dann sind natürlich auch bald andere und deutlich günstigere Modelle bei Einzelhändlern möglich. Das lässt sich schwer prognostizieren, aber nach ein paar Jahren wird es Produkte wie diesen Scooter sicher auch im dreistelligen Preisbereich geben.

E-Scooter: Hoffentlich geht es jetzt schnell

Meine Hoffnung war schon davon, dass so ein E-Scooter meinen Alltag prima ergänzen könnte und ich kleine Erledigungen damit machen oder auch mal zum Gym fahren könnte. Nach ein paar Stunden mit dem Yorks s1-elite hat sich diese Meinung gefestigt, er wäre eine perfekte Ergänzung für mich.

Die Mobilität wird sich in den kommenden Jahren wandeln und vor allem ein Elektromotor ist da eine spannende Entwicklung. Sei es beim Auto, Rad oder eben auch bei Scootern und Skateboards. Für mich gibt es einen Platz zwischen dem Fahrrad und Auto, der damit gefüllt werden könnte.

Yorks Scooter S1 Elite Back

Hoffentlich verzögert sich die Regelung im Bund nun nicht noch weiter, denn das Frühjahr oder der Sommer wären ein perfekter Zeitpunkt, um an den Start zu gehen. Im Spätsommer oder Herbst muss man damit nicht anfangen.

Das habe ich auch im Test gemerkt. Wir hatten zwar Sonnenschein, aber 2-3 Grad Celsius sind nicht ohne. Selbst mit Handschuhen nicht so angenehm.

Mal schauen, wohin die Reise in diesem Jahr gehen wird. Ich bin aber guter Dinge, dass wir es zumindest 2019 hinbekommen werden und ein Gesetz für Elektrokleinstfahrzeuge sehen. Vermutlich wird es aber auch noch mal ein Jahr dauern, bis das Thema dann richtig auf dem Massenmarkt ankommt.

Darauf freue ich mich und wir werden hier im Blog mit Sicherheit auch das ein oder andere Produkt testen. Bisher hat das für uns wenig Sinn ergeben, da es illegal ist und aktuell spannende Produkte (wie auch der Scooter von Xiaomi) höchstwahrscheinlich weiterhin illegal bleiben werden.

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