Funkstörungen: Bundesnetzagentur sperrt 986.000 Produkte

Radio Symbolbild: Pixabay / Webster2703

Wie die Bundesnetzagentur aktuell verkündet, hat man im Jahr 2016 bei 537 Internetanbietern Angebote beendet, weil die Produkte Funkstörungen und elektromagnetische Unverträglichkeiten verursachen können.

Die Bundesnetzagentur überwacht das Angebot von elektrischen und elektronischen Geräten auf dem deutschen Markt, um Funkstörungen und elektromagnetische Unverträglichkeiten zu minimieren. Auffällige Produkte dürfen nicht (mehr) angeboten werden und erhalten markteinschränkende Maßnahmen. Von den Sperren waren im Jahr 2016 insgesamt rund 986.000 Produkte betroffen.

Darunter befanden sich alleine 744.000 FM-Transmitter. Die Geräte nutzen zum Beispiel eine unzulässig hohe Sendeleistungen oder falsche Frequenzen. Auch hat man den Vertrieb für 201.000 Funkkopfhörer wegen der Nutzung sicherheitsrelevanter Funkfrequenzen und für 21.000 Drohnen wegen erheblicher administrativer Mängel gesperrt. Mit geringerem Anteil waren zum Beispiel Handfunkgeräte, QI Wireless Ladegeräte, Funksteckdosen und Ultraschallgeräte betroffen.

Über 10.000 Meldungen vom Zoll

Von den Zollbehörden kamen 2016 über 10.000 Meldungen über verdächtige Warensendungen, die insgesamt rund 270.000 Produkte umfassten. Davon erhielten 88 Prozent keine Freigabe für den europäischen Markt. Ich mutmaße allerdings, dass es viele Produkte dennoch geschafft haben, beim Nutzer zu landen, obwohl diese aus dem Verkehr gezogen gehörten.

Ein steigender Anteil der Produkte, die wir aus dem Verkehr ziehen müssen, stammt aus China. Die Produkte können Funkstörungen verursachen und dürfen in der EU nicht vertrieben und betrieben werden. Auffällig oft entsprechen sogenannte FM Transmitter nicht den Anforderungen.

Das sind Geräte, die Musik zum Beispiel vom Smartphone per UKW-Funk zu einem Radio in der Nähe übertragen, das die Musik dann wiedergibt. Wir empfehlen, beim Kauf von Geräten darauf zu achten, dass diese CE-gekennzeichnet sind.

– Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur

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