Tschüss Plug-in-Hybrid? Die Range Extender kommen zu uns

In China sind sie bereits in der breiten Masse angekommen, jetzt deutet sich immer mehr der Schritt in Europa an. Die Range Extender kommen und nicht nur Konzerne wie Stellantis und auch Volkswagen sprechen mittlerweile darüber, auch Marken wie Ford und Renault sehen darin eine große Zukunft auf dem europäischen Markt.

Im Rahmen des Automotive News Europe Congress haben beide Hersteller diese Woche betont, dass das eine wichtige Technologie für Europa wird. Und, sofern die EU hier mitmacht, was man hofft, auch über 2035 hinaus. Beide Marken setzen auf den „Multi-Energie-Ansatz“, der Kunde soll entscheiden, was er kaufen möchte.

Was ist besser? PHEV vs. EREV

Bei einem Plug-in-Hybriden wird in der Regel ein Verbrenner so umgebaut, dass er einen Elektromotor und Akku bekommt, damit man damit elektrisch fahren kann. Bei einem Range Extender ist die Basis in erster Linie ein Elektroauto, das wird aber mit einem Motor ausgestattet, der nur dazu dient, die Reichweite zu steigern.

Während man mit einem Plug-in-Hybriden also elektrisch und mit Bezin fahren kann, so ist das mit einem Range Extender oft nur mit Elektromotor möglich, auch wenn man ebenfalls Benzin nutzt, um die Reichweite zu steigern. Ähnliche Lösung, aber ein anderer Ansatz in der Basis. Die Frage ist, ob es aber beides benötigt.

Der Vorteil von Range Extender, jedenfalls langfristig, wäre, dass man elektrische Modelle damit ausstatten kann, während die Verbrenner nach und nach aus dem Portfolio wegfallen, weil sie sich nicht mehr lohnen. Ford und Renault sind aber auch der Meinung, dass sich EREVs (Range Extender) nur bei großen Autos lohnen.


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  1. Stefan K. 🔆

    Ford und Renault sind aber auch der Meinung, dass sich EREVs (Range Extender) nur bei großen Autos lohnen.

    Da der zusätzliche Motor und Tank entsprechend Platz brauchen, insofern nicht wirklich verwunderlich diese Ansicht. 😄

    Zumindest ist es eine weitere Alternative zum reinen Verbrenner. Jetzt auch nicht wirklich grün oder dergleichen, aber als (natürlich kostenpflichtige) Nachrüst-Option eine Überlegung wert.

  2. Phil29221 🎖

    Der Nachteil: Das ist trotz optimal genutzten Drehzahlbereich so unfassbar ineffizient, dass es eigentlich niemand ernsthaft wollen kann.

    1. Die Ineffizienz ist immer bei einem Verbrenner ein Thema und die Kombination von zwei Welten macht es unnötig komplex und teuer und bringt Nachteile mit, aber diese Zwischenlösungen werden eben gekauft, das kann man nicht abstreiten.

      1. VW-fan 🏅

        Das liegt daran, dass es für manche Anwendungsfälle noch kein gutes Angebot im E-Segment gibt /gab. In meinem Fall: Ich wollte einen großen Kombi mit Anhängerkupplung… Wurde dann ein Passat GTE Plugin-Hybrid, mit dem ich 90% der Zeit elektrisch fahre. Natürlich wäre mir ein ID7 lieber gewesen, aber da gab es schlicht kein bezahlbares Gebrauchtwagen-Angebot. Den Passat habe ich im guten Zustand für 27.000 bekommen. Vermutlich sieht es aber in Zukunft auch hier besser aus, da die ID7 ja auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt landen werden…

        1. Gut, dieses Beispiel passt ja nur bedingt, denn EREVs gibt es bisher noch keine bei uns, da werden also gebrauchte Elektroautos wie ein ID.7 in Zukunft günstiger sein.

          1. Wululu 🪴

            Hä? Es gab doch schon den Mazda MX-30 e-SKYACTIV R-EV.

          2. LommiLeap 👋

            Ich fahre seit einem Jahr einen Leapmotor C10 REEV. Der hat eine 28,4 kWh Batterie und fährt knapp 150 km rein elektrisch. Der zusätzliche 90 PS Motor lädt nur die Batterie nach, was im Extremfall 900 km ohne Stop ermöglicht. So viel zum Thema, „Gibt es bei uns nicht.“. Die Entscheidung fiel damals, weil ich mit dem Auto bis Pantelleria wollte (eine Insel zwischen Sizilien und Afrika). In Deutschland fahr ich fast nur elektrisch, die Reichweite entspricht etwa dem BYD Dolpin Surf. Inzwischen hat sich aber bei mir und bei den Ladepunkten einiges getan und deshalb tausche ich kommenden Monat auf das BEV. Mein Durchschnittsverbrauch bei 20 Tkm liegt bei 17 kWh + 0,4 ltr. E10, deshalb ist die Entscheidung für mich logisch. Man muss mit dem EREV aber nicht unbedingt 900 km ohne Stop fahren. Bei eine Stint von ca. 350 km liegt der Verbrauch bei etwa 10 kWh + 3 ltr. E10. Für Menschen mit Reichweitenangst ist das EREV auf jeden Fall die perfekte Lernlösung.

      2. Kölner 🏅

        Man erkauft sich die Sicherheit, bei längeren Reisen nicht auf Ladegmöglichkeiten unterwegs oder am Zielort angewiesen zu sein.
        Ein kleinerer Akku ist dann ebenfalls nicht so schlimm.
        Am Ende ist es für mich eine Preisfrage.
        Ein EV mit 400km Reichweite (auch im Winter) wäre für mich okay.
        Wenn der EREV nur 200km schafft, aber dafür 30% günstiger ist, würde ich eher dazu greifen.
        Denn im Alltag, sind 200km elektrische Reichweite für mich vollkommen ausreichend.

        1. Wenn dem so wäre, wäre das ein Argument, die bisher gezeigten EREVs sind eher im hochpreisigen Segment unterwegs. Da der Aufbau auch eher einem Elektroauto ähnelt und die Akkus nicht so klein wie bei Hybriden sind, wird der Unterschied sicher nicht gewaltig sein.

          1. LommiLeap 👋

            Noch mal zum Preis. Es gibt kein EREV, das günstiger ist, als das vergleichbare BEV. Mein C10 REEV kostet genau so viel wie der C10 BEV. Es ist nur die Frage der Reichweite. Wenn der eigene Benzinmotor während der Fahrt nachläd, muss ich zum Laden nicht halten. Das spart Zeit auf längeren Strecken, natürlich zu Lasten des Benzinverbrauchs.

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