GDV: Autoreparaturen werden teurer, Elektroautos besonders kostspielig
Steigende Reparaturkosten belasten die Kfz-Versicherer weiter. Für 2026 erwartet der GDV deshalb nur einen knappen Überschuss.
Ein durchschnittlicher Pkw-Sachschaden kostet Versicherer inzwischen rund 4.600 Euro. Das sind etwa 70 Prozent mehr als 2017. Besonders Werkstattkosten und Ersatzteilpreise treiben die Ausgaben nach oben.
Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erhöhten sich die Werkstattstundensätze allein 2025 um durchschnittlich 7,5 Prozent. Ersatzteile verteuerten sich um 5,6 Prozent.
Kfz-Versicherung: Reparaturkosten steigen deutlich schneller als die Inflation
Der langfristige Vergleich verdeutlicht die Entwicklung. Zwischen 2017 und 2025 stiegen die Werkstattstundenpreise um 62 Prozent und die Ersatzteilpreise um rund 60 Prozent. Die allgemeinen Verbraucherpreise legten im selben Zeitraum lediglich um 26 Prozent zu.
Die GDV-Prognose für 2026 im Überblick:
- Schadenleistungen steigen um mehr als 10 Prozent auf rund 35 Milliarden Euro.
- Beitragseinnahmen wachsen um knapp 7 Prozent auf 41 Milliarden Euro.
- Die Schaden-Kosten-Quote erreicht voraussichtlich 99 Prozent.
- Von jedem Beitragseuro werden damit rechnerisch 99 Cent für Schäden und Kosten benötigt.
Die Prognose basiert auf den Zahlen des ersten Halbjahres und berücksichtigt leicht unterdurchschnittliche Naturgefahrenschäden. Der erwartete Überschuss ist also keineswegs garantiert.
Elektroautos verursachen höhere Werkstattstundensätze
Auffällig sind auch die Unterschiede zwischen den Antriebsarten. Bei Elektroautos lagen die Werkstattstundensätze 2025 durchschnittlich etwa 15 Prozent über denen von Verbrennern. Ein Grund sind spezialisierte Werkstätten.
Für Autofahrer sind die steigenden Preise gleich doppelt relevant. Sie zahlen mehr für eigene Reparaturen und Inspektionen, während die höheren Schadenkosten gleichzeitig die Versicherungsbeiträge unter Druck setzen.
Dass die Versicherer trotz bereits erfolgter Beitragserhöhungen kaum Überschüsse erzielen, macht die Entwicklung deutlich. Günstiger wird die individuelle Autonutzung durch diese Kostenstruktur jedenfalls nicht.
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Politisch alles so gewollt. Der kleine Mann soll sich Mobilität nicht mehr leisten können. Durch Elektroauto noch verschärft. Die grüne (Armuts)Welle rollt. 👍
Das verstehe ich nicht, was sollen die denn davon haben? Wenn die Leute kein Auto mehr fahren, gibt es keine Steuern und auch keine Autohäuser, Autobauer usw. und (vielleicht dir nicht bekannt) das ist eine der wichtigsten Branchen in Deutschland. Ich rate dir dich damit vielleicht mal wirklich zu beschäftigen 😅
Die Kosten der Auto-Mobilität errechnen sich aus der Anzahl der zu leistenden Arbeitsstunden, -Tage, -Wochen oder Monate welche benötigt werden um diese vom Gehalt über die Lebensdauer eines PKW zu beköstigen. Der prozentuale Anteil dieser benötigten Kaufkraft für Auto-Mobilität ist in den letzten 40 Jahren wohl eher gesunken als gestiegen. Die im selben Zeitraum gestiegene Anzahl der zugelassenen Autos pro Land und Familie in Deutschland bzw. EU sind der Beweis, dass die Mär vom kleinen Mann nur in den Köpfen der WILD-Leser spukt.
Was die Politik so alles beeinflussen kann, Wahnsinn. Was die Werkstätten mit ihren Stundenpreisen machen, wie Autobauer in aller Welt ihre Autos bauen,… Ich habe gelesen, dass auch die Preise für Inline-Skater stärker gestiegen sind als die Inflation!
Es ist wirklich eine riesengroße Verschwörung, zweifelsohne eine grüne Verschwörung (egal, dass die Grünen nicht an der Regierung beteiligt sind).
CO2 Abgabe, Verbrenner Verbot, Besteuerung von Kraftstoffen, alles politisch entschieden und wenn die Menschen nur noch Elektroauto fahren, kommen halt auch höhere Kosten auf Sie zu. Das fängt bei der Anschaffung an und geht über die Wartung und Unfallbehebung. Und die Strompreise gehen nebenbei auch noch durch die Decke. Das alles passiert nicht im Luftleeren Raum und fällt nicht vom Himmel.
„In Deutschland wurde die CO₂-Abgabe (häufig als CO₂-Steuer bezeichnet) zum 1. Januar 2021 durch die damalige Bundesregierung (eine Große Koalition aus CDU/CSU und SPD) eingeführt“…
Komischerweise keine grüne Regierungsbeteiligung gewesen!
Robert, vor lauter lachen hätte ich fast meinen Champagner ausgespuckt.
Ist tatsächlich auch bei mir privat ein Thema, die Kosten steigen überall, das Gehalt leider aber nicht mit (in meinen Fall) – deshalb muss ich mich tatsächlich damit beschäftigen, ob ich mein Auto abstoße oder wie ich die Situation entschärft bekomme.
Leider habe ich selber nicht oft mit Autos gearbeitet, traue mir also eigene Reperaturen im großen Stil (Bremsen etc.) eher nicht zu und dann kommt noch das Problem, dass ich natürlich keine eigene Werkstatt für sowas habe :D