Japan Display: Apples Wechsel zum OLED-Display sorgt für Probleme

In den letzten Jahren konnte sich Japan Display ein bisschen ausruhen, denn mit Apple hatte man einen sicheren und sehr lukrativen Partner.

Das ändert sich aber aktuell, denn Apple zeigt Interesse am OLED-Display und wird beim kommenden iPhone 8 auch erstmals beim iPhone ein solches einführen.

2018 könnte man sich komplett vom LC-Display bei den iPhones verabschieden. Japan Display steht nun vor finanziellen Problemen und muss schauen, dass man Geld für eine Neuorganisation (man möchte auch auf OLED setzen) findet.

Der Hersteller, der unter anderem auch das LC-Display für die Nintendo Switch herstellt, kämpft also schon ein bisschen ums Überleben. Es gibt keinen Hersteller, der in so großen Mengen wie Apple bei Japan Display einkauft.

Samsung verkauft zwar schon seit Jahren Smartphones mit OLED-Technologie, doch erst jetzt scheint der Wandel zu kommen. Auch LG wird beim kommenden V30 auf ein OLED-Display setzen und viele andere Hersteller werden folgen. Das bedeutet viel Potential für die Displayhersteller (LG investiert bereits in die OLED-Produktion), aber gleichzeitig auch das Risiko, dass man im Wettkampf unter geht.

Zu große Abhängigkeit von Apple

Japan Display hat diesen Trend nicht erkannt und sich bei den Investoren für das schlechte Management entschuldigt. Das wird jetzt leider viele Arbeitsplätze kosten, weltweit fallen 3700 Jobs weg. Man ist außerdem auf Fremdkaptial angewiesen. Falls man das nicht bekommt und den Wandel nicht schafft, dann könnte dies das Ende für Japan Display bedeuten. Die kommenden Monate werden jedenfalls hart.

An dieser Entwicklung sieht man, dass eine zu große Abhängigkeit von Apple sehr fatal sein kann. Es mag für einen gewissen Zeitraum lukrativ sein, da so gut wie kein anderer Hersteller so viele Teile bestellt, aber das Ende einer Partnerschaft kann dann den Untergang bedeuten. Das stellt auch gerade ein anderer Hersteller fest.

Quelle Reuters (via Engadget)

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