Mark Zuckerberg: Wir werden uns ab sofort mehr auf mobile Oberflächen konzentrieren

Gestern war Mark Zuckerberg bei TechCrunch Disrupt in San Francisco vor Ort und hat dort sein erstes Interview seit dem Börsengang gegeben. Michael Arrington, Gründer von TechCrunch, konnte mit Mark ein paar interessante Themen durchgehen und dieser war anscheinend sehr gesprächig. Einer der wichtigsten Punkte war jedoch das Eingeständnis, dass man sich in HTML5 getäuscht habe und den Fokus in Zukunft stärker auf mobile Plattformen und gute Anwendungen für diese legen werde. Nach der verbesserten App für iOS ist da natürlich auch sehr bald Android an der Reihe. Im ersten Halbjahr war bei Facebook wenig los, im zeiten wird noch einiges kommen heißt es.

Native Anwendungen sind also die Zukunft von Facebook und diese Nachricht dürfte viele freuen. Natürlich benötigt man aber auch einen ordentlichen HTML5-Auftritt im Browser, aber für die großen und wichtigen Oberflächen muss definitiv eine anständige Lösung her. Schön, dass Facebook das endlich einsieht. Die Frage nach einem Facebook Phone verneinte Zuckerberg natürlich, man arbeite nicht daran und es sei auch nichts geplant. Eine andere Antwort hätte ich mich auch schwer gewundert. Google und Apple haben bis zur Ankündigung ja auch nie offiziell an einem Smartphone gearbeitet. Und ja, ich bezeichne die Nexus-Reihe als Smartphones von Google.

Instagram hat mittlerweile übrigens 100 Millionen Nutzer erreicht und Mark scheint darauf auch sehr stolz zu sein, im Juli waren es noch 80 Millionen und ein Ende scheint vor allem mit dem Release der Applikation für Windows Phone 8 nicht in Sicht. Eine Taktik hat man bei Instagram übrigens nicht, man lässt die Entwickler machen und wird sie direkt unterstützen und ihnen bei der Entwicklung helfen. Der Dienst soll jedoch unabhängig bleiben und wird kein fester Teil von Facebook. Das dürfte viele Nutzer da draußen freuen, die genau das befürchtet haben. Ausgeschlossen ist das natürlich nicht, denn irgendwann wird man den Dienst sicherlich monetarisieren wollen.

Zuckerberg programmiert übrigens immer noch selbst, mittlerweile aber mehr aus Spaß und nicht mehr mit direktem Einfluss auf die Entwicklung von Facebook selbst. Hier könnte es in Zukunft aber ein spannendes Thema geben, denn bei Facebook hat man täglich etwa 1 Milliarde Suchanfragen und vielleicht wird man in Zukunft auch in diese Richtung gehen. Das Portential ist da, das weiß Zuckerberg, aus diesem Grund gibt es auch schon ein Team, welches genau daran arbeitet. Das Interview sorgte übrigens für eine positive Reaktion an der Börse, wo man bei Facebook bisher eher enttäuscht war. Das Interview zwischen Mark Zuckerberg und Michael Arrington auf der TechCrunch Disrupt wirkte wie eine Startschuss und ich glaube wir werden in den nächsten Monaten noch viel von Facebook hören, denn man möchte den größten Teil vom Umsatz in Zukunft mit mobilen Geräten erwirtschaften.

Die besten Ausschnitte hat TechCrunch übrigens in hier zusammengefasst.

quelle techcrunch

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