Mercedes zeigt neue Elektro-Hoffnung: Woran es scheitern könnte

Mercedes hat diese Woche den neuen GLA vorgestellt, bei dem man auf den ersten Blick denken könnte, dass es ein Verbrenner ist. Kein EQA, kein GLA EQ, einfach nur GLA. Aber eben vollelektrisch, eine Hybrid-Version wird erst später nachgereicht.

Es gibt drei Versionen zum Start, den GLA 200 mit 224 PS und 58 kWh, den GLA 250+ mit 272 PS und 85 kWh und den GLA 350 mit 354 PS und ebenfalls 85 kWh. Damit sind bis zu 657 km Reichweite in der mittleren Version mit dem GLA drin.

Die kleinste Version lädt mit 200 kW, die anderen beiden mit bis zu 320 kW, an der Wallbox sind es dann 11 kW bzw. 22 kW gegen Aufpreis. Mercedes setzt auf die bekannte MMA-Plattform und bringt den neuen GLA auch mit 800 Volt-Technik.

Doch es gibt ein Problem, denn das sind passable Werte für 2026, aber es geht bei 48.599 Euro los. Und da ist die Reichweite von etwas mehr als 400 km doch eher grenzwertig, man muss also schon 55.000 Euro für den größeren Akku hinlegen.

Und wer den Konfigurator von Mercedes kennt, der weiß, dass es dabei nicht bleibt, die 6 dürfte verdammt schnell vorne auftauchen. Für einen GLA und einen 4,6 Meter langen SUV wäre das dann eben doch eine stolze Ansage bei Mercedes.

2027 soll eine Version mit 71 kWh kommen, die das Portfolio ausbaut, aber unter 50.000 Euro wird das schwierig und da sich der GLA im Territorium des Model Y von Tesla wildert, wird das schwierig. Mit knapp 60.000 Euro bekommt man dort ja sogar schon die Performance-Version, an AMG ist beim GLA eher nicht zu denken.

Technisch hat Mercedes eine solide Plattform gebaut, aber preislich ist das eben so eine Sache. Da muss man schon Mercedes und deren aktuelle Optik mögen. Doch ein Autokauf bleibt ein emotionales Thema, die Zeit wird zeigen, ob das reicht.

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