Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz äußert Sympathie für Einschränkungen bei der Nutzung sozialer Medien durch Minderjährige.
Anlass ist ein Antrag zum Parteitag der Christlich Demokratische Union Deutschlands in Stuttgart. Der Landesverband Schleswig-Holstein empfiehlt, das Mindestalter für Plattformen wie Instagram, TikTok oder Facebook auf 16 Jahre festzulegen und eine verpflichtende Altersverifikation einzuführen.
Unterstützung kommt unter anderem vom schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther und von Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst.
Parteien diskutieren Altersgrenzen für soziale Netzwerke
Auch die SPD-Bundestagsfraktion hat ein Positionspapier mit abgestuften Regelungen vorgelegt. Demnach soll die Nutzung sozialer Netzwerke für Kinder unter 14 Jahren vollständig untersagt werden.
Für Jugendliche unter 16 Jahren ist eine verpflichtende Jugendversion ohne algorithmisch gesteuerte Belohnungs- und Empfehlungssysteme vorgesehen. Bundesjustizministerin Hubig betont, es gehe nicht um ein pauschales Totalverbot.
Die Äußerung von Bundeskanzler Merz zeigt, dass die Debatte parteiübergreifend an Dynamik gewinnt. Aus meiner Sicht dürfte entscheidend sein, ob sich praktikable und rechtssichere Modelle zur Altersprüfung finden lassen. Sonst existiert das „Verbot“ nämlich nur auf dem Papier.
Jetzt mobiFlip kostenlos auf WhatsApp folgen und informiert bleiben!
