Montblanc Summit 2 Smartwatch mit Snapdragon 3100 Wear Prozessor im Test

Montblanc Summit 2 Header
Montblanc Summit 2

Die Montblanc Summit 2 liegt nun in der dritten Version vor mir. Warum? Bei den beiden vorigen Varianten, die mir versehentlich zugeschickt wurden, war die Demo-Firmware aufgespielt und so erhielt ich bei der Einrichtung immer eine Fehlermeldung, als es darum ging, das Google Konto auf die Uhr zu transferieren.

Mit der dritten (noch original verpackten) Uhr klappte aber alles wie gewohnt problemlos.

Montblanc Summit 2 Fehler Beim Kopieren

Bedingt durch das hin- und herschicken hat sich die Wartezeit auf diesen Testbericht nun leider etwas in die Länge gezogen. Dennoch hat das alles auch etwas Gutes und ich kann die Summit 2 in silbern mit einem blauen Kalbslederarmband präsentieren. :)

Für die, die es noch nicht wissen – Die Summit 2 ist eine der ersten Smartwatches, in der schon der neue Qualcom Snapdragon Wear 3100 Prozessor verbaut wurde.

Unter anderem besitzt dieser einen Strom sparenden Co-Prozessor, der zwar alle smarten Funktionen der Uhr deaktiviert, aber den Akkuverbrauch dann auch drastisch reduzieren soll.

Die technischen Details

  • Display: 1,2 Zoll AMOLED mit 390×390 (327 ppi)
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon Wear 3100
  • Akku: 340 mAh
  • Speicher: 1 GB RAM und 8 GB intern
  • Sensoren: Herzfrequenz, Mikrofon, Altimeter, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Lichtsensor
  • Verbindung: Bluetooth 4.2, WiFi (802.11 b/g/n 2.4 GHz), GPS, NFC
  • OS: WearOS

Zuerst die Updates

Montblanc Summit 2 Update

Zu Beginn steht das übliche Update an. Nach dem ersten längeren Durchlauf sind wir noch nicht beim neuesten WearOS angelangt und brauchen dafür noch eine zweite Runde. Danach ist das neueste WearOS inkl. der neuen UI und der Gesten-Steuerung etc. aufgespielt.

Zur Montblanc Summit 2 selbst

Die Uhr selbst ist zumindest optisch von den Geräten anderer Marken nicht groß zu unterscheiden. Ob nun andere Hersteller auch ein so hochwertiges Lederarmband aus Kalbsleder verwenden lasse ich mal außen vor.

Die Verpackung macht auch was her, aber machen wir uns nichts vor. Man bezahlt auch mit der neuen Summit 2 im Grunde den Markennamen. Es gibt keine Features, die nicht auch eine 300,- EUR Uhr eines Mitbewerbers bietet.

Montblanc Summit 2 Personalisieren

Seitlich finden wir eine dreh- und drückbare Krone zum Blättern durch die Menüs und durch die Benachrichtigungen. Darüber und darunter gibt es jeweils einen Knopf zum Drücken. Beide lassen sich in den Einstellungen der Uhr personalisieren und beispielsweise direkt mit Google Pay oder Google Fit belegen.

Das Armband lässt sich mittels Schnellverschluss in kurzer Zeit wechseln und die Lünette hat in meiner aktuellen Ausstattung einen weißen Rand, welcher die Minuten und Stunden anzeigt. Hier noch einmal die vorige Variante, auf den Ladedock aufgelegt:

Montblanc Summit 2 Smartwatch Wearos 5

Ein bisschen was zum Snapdragon 3100 Wear

Persönlich hatte ich mir von der neuen Prozessor-Generation ehrlich gesagt mehr Speed und im normalen Betrieb eine bessere Akkunutzung erhofft. Leider muss ich sagen, dass die Summit 2, wenn überhaupt, nur minimalst fluffiger agiert und der Akkuverbrauch im normalen Betrieb mit Always-On-Display und aktivierter Gestenerkennung (Arm drehen = aus dem Standby erwachen) nicht besser als der meiner TicWatch Pro mit dem alten Prozessor ist. Das hat mich dann doch etwas enttäuscht, da der 3100er Prozessor ja einem gewissen Hype unterlegen war und diesem in meinen Augen leider überhaupt nicht gerecht wird.

Während ich diese Zeilen tippe, haben wir ca. 17:00 Uhr und die Uhr ist noch bei knapp über 40 % Akku. Abends gegen 22:00 Uhr lag der Akku dann bei gerade noch 30 % Akku. Damit ist mit meiner normalen Nutzung ein zweiter Tag nicht im normalen Modus möglich! Hier hatte ich mir vom neuen 3100er Prozessor auf jeden Fall mehr Ausdauer erhofft.

Was allerdings wirklich etwas bringt, ist der Energiesparmodus. Bei ca. 5 % verbleibendem Akku schaltete sich die Summit 2 automatisch auf diesen Modus und ich konnte selbst 2-3 Stunden später noch die Uhrzeit ablesen. Allerdings wird in diesem Mode auch, wie eingangs erwähnt, alles smarte an der Uhr deaktiviert und man bekommt keinerlei Benachrichtigungen mehr und das Display ist im Standby aus und zeigt die Uhrzeit erst wieder beim Drehen des Arms oder auf Druck eines seitlichen Knopfes an.

Da dieser „dumme“ Modus für den Dauerbetrieb in meinen Augen (auch schon bei der TicWatch Pro) bei einer Smartwatch völliger Quark ist, habe ich ihn auch nicht ausgiebig getestet. Um euch einen groben Anhaltspunkt liefern zu können habe ich aber natürlich trotzdem einen ganzen Tag lang die Summit 2 ausschließlich mit dem Energiesparmodus genutzt. Abends gegen ca. 22:00 Uhr lag der Akku bei 87 %. Dies würde bedeuten, dass die Uhr so vermutlich im Energiesparmodus gut in Richtung einer Woche mit einer vollen Akkuladung aushalten sollte.

Der Hinweis-Bildschirm beim Aktivieren des Energiesparmodus sagt unter anderem „langes drücken des Power-Buttons = Wechsel zurück zu WearOS“. Das stimmt allerdings nur bedingt. Zuvor erscheint bei längerem Druck des Power-Buttons ein Bild, welches darstellt, dass die Uhr zuerst auf ein Ladedock gelegt und mit dem Strom verbunden werden muss.

Lässt man dann den Powerbutton los, passiert dann tatsächlich auch nichts und die Uhr geht zurück in den Energiesparmodus. Das wäre im Alltag nun aber wirklich doof, wenn man immer die Dockingstation dabei haben müsste, oder? In meinem Test genügte es dann aber übrigens den Powerbutton noch weitere ~5 Sekunden gedrückt zu halten. Daraufhin vibrierte die Uhr kurz und startete neu zurück zu Wear OS. Es geht also doch auch ohne Dockingstation.

Back to topic

In Sachen Hardware bietet die Montblanc Summit 2 fast alles, was aktuell möglich ist. Den neuen Snapdragon 3100 Wear Prozessor, NFC, GPS usw. Einmal eingerichtet funktionierte auch Google Pay via Revolut-Karte und integriertem NFC problemlos.

Montblanc Summit 2 Google Pay Revolut

Was ich bei der Summit 2 wie auch der neuen Fossil vermisse, ist der integrierte Lautsprecher. Ich kann nicht sagen, ob das an der IP-Zertifizierung, am Platzmangel oder irgendwelchen Nutzerumfragen liegt, die sagen, dass man einfach nicht wie Michael Knight in K.I.T.T. mit der Uhr telefonierend durch die Gegend läuft. Aber der Speaker fehlt einfach.

Auch hier muss die TicWatch Pro wieder als Vergleich herhalten. Sie ist IP-Zertifiziert, hat NFC und einen Speaker verbaut bekommen.

Die Summit 2 ist, wie eingangs erwähnt, in verschiedenen Varianten erhältlich. Dabei besteht die Möglichkeit andere Materialien beim Gehäuse und auch bei den Armbändern auszuwählen. Preislich bewegt man sich aber immer zwischen 970,- EUR bis 1200,- EUR.

Summit 2 Varianten

Und sonst noch?

  • Ein paar Extras finden wir trotzdem auf der Uhr. So gibt es beispielsweise eine Timeshifter App, welche dabei helfen soll Jetlag zu vermeiden und die Runnig Coach App bietet einen personalisierten Trainingsplan für die Fitness-Fans.

Vergleich mit der TicWatch Pro

Montblanc Summit 2 Ticwatch Pro

Natürlich musste die TicWatch Pro (hier im Test) auch im direkten Vergleich zeigen, was sie der Montblanc Summit 2 entgegenzusetzen hat. Wie auf dem Foto ersichtlich ist das zum einen auf jeden Fall schon einmal die Display-Größe.

Die TicWatch Pro wirkt nicht nur größer, sie ist es auch. Abgesehen davon packe ich mit einer Akkuladung der TicWatch Pro locker zwei Tage Nutzungszeit. Und das mit aktiviertem Always-On-Display und Gesten-Erkennung, aber auch aktiviertem Casio-Look-Stromsparmodus, wenn die Uhr in den Standby geht.

Fazit zur Montblanc Summit 2

Die Montblanc Summit 2 ist eine tolle Wear-OS-Smartwatch. Das aktuell zur Verfügung stehende Modell wäre jetzt nicht unbedingt optisch mein Favorit, aber ich bin ja froh, dass ich die Uhr für euch testen konnte.

Die verwendeten Materialien sorgen teilweise dafür, dass die Uhr teurer als die der Mitbewerber sind. Aber am Ende muss man sich im Klaren drüber sein, dass man bei grob 1000,- EUR für die Summit 2 nicht nur zu einem kleinen Teil auch den Markennamen bezahlt. Im Inneren der Smartwatch werkeln schließlich dieselben Komponenten, wie sie auch die Mitbewerber in ihre Uhren packen.

Falls ihr noch Fragen habt, dann wie immer gern ab in die Kommentare damit! Ein paar Tage kann ich die Uhr noch testen, dann geht sie wieder zurück. 

Wertung des Autors
Michael Meidl bewertet Montblanc Summit 2 mit 3.8 von 5 Punkten.

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