Nokia 7.2 und 6.2 im Hands-On

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Heute stellt HMD Global, besser bekannt unter der Marke Nokia, zwei neue Smartphones (und mehr) vor, die wir uns vorher anschauen durften.

Hier sind meine ersten Eindrücke der beiden neuen Mittelklasse-Smartphones.

Meine Eindrücke vom Nokia 7.2

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HMD betreibt mit dem Nokia 7.2 Produktpflege und modernisiert das Gerät an entscheidenen Stellen. Das Display ist mit 6,3 Zoll etwas gegenüber dem Vorgänger gewachsen, was ich persönlich eher schade finde.

Die 5,8 Zoll des Vorgängers waren für mich schon etwas über Grenze der Handlichkeit hinaus. Dafür ist auch der Akku größer geworden (jetzt 3500mAh), aber zusammen mit dem größeren Display dürfte es keine Gewinne bei der Akkulaufzeit geben.

Das Display wird bis zu 500 nits hell und kann HDR-Inhalte darstellen. Im trüben Hamburg reichte das auch, ich bin aber unsicher, ob das Display damit hell genug ist, um auch in der prallen Sonne noch Spaß zu machen. Die FHD+ Auflösung jedenfalls ist trotz der Displaygröße für meine Augen gut.

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Die neue Rückseite wirkt pflegeleicht und haltbar

Richtig gut gefallen hat mir die neue Rückseite, die laut Nokia aus einem „speziellen Polymer“ gefertigt ist.

Was nach Marketing klingt, hat sehr praktische Eigenschaften: Das Gerät wird insgesamt leichter als mit einer Rückseite aus Glas, die Rückseite hat keine Bruchgefahr mehr und Fingerabdrücke zeigen sich auf der raueren Oberfläche auch keine mehr. Leider ist das Material doch noch etwas rutschiger als gedacht.

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Blöd an der Rückseite: Kein Wireless Charge

Besonders das neue Grün gefällt mir, allerdings habe ich dazu bisher nur die Pressebilder sehen können, bei unserem Vorab-Termin gab es nur die schwarze Variante zu sehen.

Neu ist auch die Triple-Kamera auf der Rückseite, die mit einem 48MP Hauptsensor sowie Tiefenkamera und Ultraweitwinkel aufwartet. Mein Hands-On Gerät hatte noch die Vorserienfirmware, daher war ein abschließendes Urteil über die Kamera natürlich noch nicht möglich.

Die paar Schnappschüsse, die ich machen konnte, sahen aber gut aus. Vor allem die Weitwinkelkamera finde ich persönlich super.

Die Kamera trägt das Zeiss-Branding und auch in der Kamera App kann man jetzt verschiedene Bokeh-Effekte auswählen, die berühmten Zeiss-Linsen nachempfunden wurden. Der Snapdragon 660 sorgt dafür, dass diese Effekte auch problemlos in Echtzeit berechnet werden können.

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Das neue Kamera-Array vergrößert allerdings das Kameragehäuse auf der Rückseite des Geräts, das jetzt kreisrund ausfällt.

Kurzfazit zum Nokia 7.2

Von meiner begrenzten Zeit mit dem Nokia 7.2 nehme ich hauptsächlich den Eindruck eines grundsoliden Android-Telefons mit. Das Gerät fasst sich toll an, ist technisch auf der Höhe der Zeit und könnte zur UVP von 299,00 € einige Interessenten finden. Besonders die Rückseite hat mir gefallen, die neuen Farben sehen auch nicht verkehrt aus.

Meine Eindrücke vom Nokia 6.2

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Das Nokia 6.2 teilt sich viele Merkmale mit dem 7.2 – im Vergleich zum Nokia 7.2 muss man beim 6.2 auf die Zeiss-Optik, die schicke neue Rückseite und etwas Leistung verzichten.

Eine Triple-Kamera ist trotzdem an Bord, nur sind die Linsen wohl nicht so hochwertig. Statt des Snapdragon 660 aus dem 7.2 gönnt Nokia dem 6.2 einen Snapdragon 636, der schon im Nokia 7.1 werkelte.

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Glasrückseite mit integriertem Fingerabdruckmagneten

Zudem ist die Farbauswahl beim Nokia 6.2 etwas eingeschränkt. Außer dem klassischen Schwarz wird noch eine weitere Farbe geboten.

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Nokia 6.2 in der Farbe „ICE“

Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Wer auf etwas Leistung und Bildqualität verzichten kann und sich mit einer Glasrückseite anfreunden kann, findet im Nokia 6.2 ein nahezu vergleichbares Telefon für 50€ geringere UVP.

Vor allem das Display der Geräte macht einen für die Preisklasse sehr anständigen Eindruck. Und dass Nokia ausschließlich Android One Telefone liefert, ist für mich gleich ein doppelter Vorteil. Zum einen muss ich keine bestenfalls durchwachsenen Herstellerskins ertragen, außerdem gibt es bei Nokia ziemlich schnell Updates auf die neueste Android Version.

One More Thing – das Nokia 800 Tough

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Außer den neuen Telefonen mit Android hat Nokia auch noch ein paar „halb-smarte“ Telefone vorgestellt. Eins davon ist das Nokia 800 Tough, das diverse Militärstandards einhalten soll und mit KaiOS daher kommt.

Dort ist jetzt auch WhatsApp vorinstalliert, sodass sich das Nokia 800 Tough ziemlich gut als Festival- oder Baustellenhandy machen dürfte. Das Gerät soll im Oktober kommen und etwas über 100 € kosten.

Das IFA-Lineup 2019 von Nokia – meine Einschätzung

Sowohl das Nokia 7.2 als auch das 6.2 sind sinnvolle Erweiterungen ihrer jeweiligen Vorgänger. Die Displays gefallen mir sehr, hoffentlich sind dann auch die Lizenzen für Netflix und Co. vorhanden, um das HDR Display auch wirklich auszukosten.

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Am besten gefällt mir das neue Nokia 7.2, hauptsächlich aufgrund der anschmiegsamen Rückseite. Wer die eh hinter einem Skin oder einer Tasche verschwinden lässt, ist aber auch mit dem 6.2 gut beraten.

Der Preis ist dabei angesichts diverser Konkurrenz aus China allerdings entscheidend. Ein Feature wie Wireless Charge oder ein IP-Rating hätte hier den Ausschlag geben können, um die neuen Nokia Geräte zur Empfehlung werden zu lassen.

Wie sieht es bei euch aus? Gefallen euch die Geräte? Sollen wir eins davon ausführlich testen?

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