Peace-Zeichen im Selfie: Warum das BSI vor Fingerabdruck-Klau warnt

Foto von Priscilla Du Preez auf Unsplash

Das BSI warnt davor, dass hochauflösende Selfies mit sichtbaren Fingerkuppen biometrische Daten preisgeben können.

Moderne Smartphone-Kameras und leistungsfähige KI können es Angreifern nach Einschätzung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik erleichtern, öffentlich zugängliche Fotos auszuwerten. Besonders problematisch seien Bilder, auf denen Fingerkuppen gut erkennbar sind, etwa beim beliebten Peace-Zeichen.

Je mehr hochauflösende Aufnahmen öffentlich verfügbar sind, desto vollständiger könne ein Fingermuster rekonstruiert werden. Im schlimmsten Fall könnten Kriminelle versuchen, damit biometrisch geschützte Geräte oder Anwendungen anzugreifen. Das BSI betont, dass biometrische Merkmale besonders sensibel sind, weil sich ein Fingerabdruck anders als ein Passwort nicht einfach ändern lässt.

BSI empfiehlt zusätzlichen Schutz für biometrische Logins

Zum Schutz nennt die Behörde mehrere konkrete Maßnahmen:

Gemeinsam mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg untersucht das BSI solche Angriffsszenarien im Biometrie-Evaluations-Zentrum und entwickelt Gegenmaßnahmen.

Ich halte die Warnung für sinnvoll, auch wenn ein einzelnes Peace-Selfie noch keinen automatischen Sicherheits-GAU bedeutet. Der entscheidende Punkt ist die Menge hochwertiger Bilder im Netz. Gerade bei besonders sensiblen Anwendungen würde ich Biometrie deshalb nicht als einzigen Schutzfaktor einsetzen.

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