Polestar 1: Volvos Angriff auf Tesla startet mit einem Hybrid-Modell

Polestar 1 White Exterior, Front

Volvo möchte Tesla auf dem Markt für hochpreisige Elektroautos angreifen und nutzt dafür in Zukunft die Marke Polestar. Neu ist das Auto Polestar 1.

Dieses Jahr stand bei der Autoindustrie vor allem das Thema Elektromobilität im Fokus bei den Ankündigungen. Auch Volvo will ganz vorne mitspielen und gab im Juni bekannt, dass man mit der Marke Polestar die Modelle von Tesla, in erster Linie das Model S, angreifen möchte. Bei Volvo soll der Wandel zwar auch stattfinden, doch mit Polestar fokussiert man sich auf den Markt der Tesla-Kunden.

Polestar 1

Nun wurde mit dem Polestar 1 in Shanghai das erste Modell vorgestellt, welches dann in knapp zwei Jahren in den Wettbewerb einsteigen soll. Doch die Sache hat auch einen kleinen Haken: Den Einstieg macht man nämlich mit einem Hybriden.

Polestar 1: 150 Kilometer elektrische Reichweite

Der Polestar 1 kann zwar mit 600 PS glänzen, allerdings nur dank Benzin-Motor. Es ist kein rein elektrisches Auto und der Akku reicht nur für 150 Kilometer. Das ist in der Klasse für Hybriden zwar ein neuer Spitzenwert, doch wer weiß wie der Markt in zwei Jahren aussieht. Porsche möchte beispielsweise zeitgleich den Mission E auf den Markt bringen. Und es werden bis dahin noch viele Modelle folgen.

Was als großer Angriff angekündigt wurde ist meiner Meinung nach ein halbherziger Start, denn warum geht man nicht direkt all-in und stellt sich mit Polestar als rein elektrische Marke auf? Interessant ist auch, dass man Ende 2019 bereits mit der Produktion des Polestar 2 beginnen möchte, der dann rein elektrisch ist. Der soll (und das gibt man ganz direkt zu) das Model 3 angreifen. Danach folgt dann der Polestar 3, bei dem es sich um einen elektrischen SUV handelt.

Polestar 1

Kurz: Volvo baut mit Polestar die Tesla-Flotte mit dem Volvo-Design nach, vergisst dabei aber, dass sich das Model S von Tesla nur deswegen so gut verkauft, weil es rein elektrisch ist und eine gute Reichweite besitzt. Und wer weiß wie der Markt in zwei Jahren aussieht. Ein Projekt, welches auch nach hinten losgehen kann.

PS: Falls ihr euch die Präsentation des Polestar 1 anschauen wollt, dann habe ich euch das (knapp 50 Minuten lange) Video im Anschluss eingebunden.

Polestar 1: Leihen statt kaufen

Was ich allerdings interessant finde: Volvo möchte das erste Modell der Reihe nur online und mit einem Leihvertrag für wahlweise 2 oder 3 Jahre anbieten. Dann geht das Auto zurück und wird von Volvo überarbeitet und weiter vermietet.

Man wird das Auto außerdem mit anderen teilen können, das Smartphone wird auch hier zum Schlüssel. Das ist ein durchaus interessantes Konzept, denn ich glaube der klassische Autokauf wird in Zukunft nicht mehr so populär sein.

Polestar 1

Sharing lautet das Stichwort und Volvo scheint hier Pläne für einen eigenen Dienst zu haben, der monatlich bezahlt wird. Die Details wird es dann aber erst in den nächsten Jahren geben. Falls man aber unbedingt ein Auto besitzen möchte, dann wird es dafür vermutlich auch eine Lösung geben. Der Kauf steht aber nicht im Fokus und Polestar hat auch noch keinen Preis für das Modell genannt.

Quelle Volvo

Produktempfehlung

Tarifvergleich

Hinterlasse deine Meinung