Die VW-Marken müssen sparen und schauen, wie und wo man Stellen und damit Personalkosten abbauen kann. Bei Porsche ist die Entscheidung gestern gefallen, so die Automobilwoche, zu den bereits vereinbarten 3.900 Stellen kommen noch einmal 5.000 dazu (die wegfallen). Und Porsche will auch beim Gehalt kürzen.
Dafür gibt es eine Standortsicherung bis 2035, Porsche hofft also weiterhin, dass betriebsbedingte Kündigungen nicht notwendig sind und man das mit Abfindungen und Ruhestandsregelungen lösen kann. Falls die Wende bei Porsche aber nicht gelingen sollte, könnte dieses Thema in Zukunft wieder auf dem Tisch landen.
Porsche stellt sich auf weniger Autos ein
Von einst über 320.000 Autos pro Jahr ist Porsche weit entfernt, in diesem Jahr dürften es maximal 250.000 Autos werden und 2027 könnte es weiter bergab gehen. Michael Leiters will Porsche daher so umbauen, dass die Marke auch mit 180.000 Autos pro Jahr profitabel ist, ein „Zurück“ zu alten Zeiten gibt es nicht.
Das trifft auch auf die Gewinnmarge zu, die vorerst schlecht bleiben wird. Man hofft auf neue Modelle in den kommenden Jahren, die den Wandel bringen. Darunter ein neuer und größerer Verbrenner-SUV über dem Cayenne und laut Quelle denkt Porsche sogar über einen Supersportwagen im Stil des 918 für die Zukunft nach.
Weniger Autos, dafür teurere Autos mit einer besseren Marge, so lautet der Plan von Porsche. Und dafür benötigt man weniger Personal, streicht aber wohl auch viele Stellen in der Forschung und Entwicklung. Porsche dürfte sich also noch mehr auf das „Angebot von der Stange“ im VW-Konzern (wie bei Audi) fokussieren.
Das Ende des Verbrenner-Macan sieht man beispielsweise als Fehler und bringt gegen 2028 ein neues Modell in dieser Klasse. Das wird aber im Kern nur ein Audi Q5 sein, vielleicht sogar mit Frontantrieb. Es geht nicht mehr darum, dass ein neuer Porsche technisch überzeugt, es geht darum, die Gewinnmarge zu optimieren.
Porsche will im Herbst mehr Details nennen
Für Porsche waren es harte Monate und das wird noch eine absehbare Zeit so bleiben, wenn es keine Überraschung gibt. Die Frage ist nur, ob der neue Plan für die Zukunft, vor allem der stärkere Fokus auf Verbrenner, aufgeht. Mehr Details zur Strategie und kommenden Modellen wird Porsche am 8. Oktober 2026 verraten.
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