Apple sieht USB C-Pflicht als Einschränkung für Innovationen

Apple Iphone 12 Pro Unten

Die EU macht Druck und will USB C endlich als Standard bei Technikgeräten in ein paar Jahren durchsetzen. Das würde dann auch für das iPhone von Apple gelten.

Apple kritisiert Schritt der EU

Hier ist man nicht begeistert und hat gegenüber der Tagesschau verlauten lassen, dass man auf eine andere Lösung der EU hofft. Dieser Schritt würde Innovationen einschränken, da man damit auch neue Technologien wie Lightning verhindert.

Außerdem würde eine „beispiellose Menge Elektroschott“ entstehen, da Nutzer mit einem iPhone nicht mehr ihre alten Lightning-Kabel nutzen können. Fairerweise muss man dazu sagen, dass Apple nur das Netzteil im Lieferumfang weglässt und weiterhin ein Kabel dabei ist – dieses Argument ist also nicht unbedingt gültig.

Anker Usb C Lightning Kabel Header

Mit einem Punkt liegt Apple richtig: Hätte es damals eine Pflicht für Micro-USB auf dem Markt gegeben, hätten wir kein Lightning bekommen. Dieser Standard wurde vor USB C bei Apple etabliert. Allerdings kann man auch anders argumentieren.

Die Hersteller dieser Welt können die Standards weiterentwickeln, aber dann eben gemeinsam. Ich verstehe, dass man sich gerne abheben möchte, aber das führt dann eben zu so einem Chaos. Und vor allem bei Apple ist das nicht optimal.

Apple Iphone 12 Lightning

Nehme ich meine Apple Watch, mein iPhone und mein iPad mit, dann benötige ich ein Ladegerät für die Watch, da diese nicht Qi unterstützt, eines für Lightning, da das iPhone kein USB C hat und das iPad hat zwar USB C, aber eben nur das.

USB C als derzeit beste Lösung

Apple hat die MacBooks und iPads in den letzten Jahren auf USB C umgestellt und darin auch kein Problem gesehen, das wäre es beim iPhone also auch nicht. Und mit diesem Argument hätte man nie zu Lightning wechseln dürfen, denn davor gab es den 30-Pin-Anschluss und dieses Zubehör wurde dann auch weggeworfen.

Ein schwieriges Thema, da ich vor allem Lightning weiterhin etwas besser als USB C findet. Ich kann Apple verstehen, die damit sehr viel Geld verdienen, ich kann aber auch die EU verstehen, die hier eben in erster Linie an die Umwelt denkt.

Optimal wäre es, wenn alle Hersteller gemeinsam arbeiten und vielleicht einen neuen, besseren und kabellosen Standard entwickeln. Apple hat jetzt, sofern die Regelung kommt (kann man von ausgehen) bis 2024 Zeit, um das anzupassen.

Ich wette aber, dass wir kein iPhone mit USB C sehen werden. Apple wird sich eher von Lightning trennen und dann ab 2023 oder 2024 ein iPhone komplett ohne Ports anbieten. Davon träumt Apple schon länger, es ist also nur eine Frage der Zeit.

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Apple Iphone 13 Pro Header

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Bitte bleibe freundlich.

  1. Tonny

    Innovation? Lightning arbeitet immer noch mit USB 2.0. Weniger Innovation geht doch nicht.

  2. Tom

    “Neue Technologien wie Lightning”? Das wurde 2012 eingeführt! Ich sehe nix Neues!

  3. Roberto

    Apple ist auf dem absteigenden Ast. Mehr als jammern höre ich von denen nicht. Innovationen gleich null.

    1. Stadlix

      Das hört man jedes Jahr in den Kommentarspalten. Zeigt sich aber nicht im Quartalsgewinn. Und auch nicht bei den Verkaufszahlen.

      1. Nico

        Ja weil die Appel Fans Innovation egal ist. Die sind Marken gebunden und kaufen jedes Jahr das selbe Handy neu, nur etwas aufpoliert. Hauptsache das Appel Logo ist drauf.

        1. Nokiezilla

          Ist es so schwierig, Apple zu schreiben? Erinnert mich an diese "Diabolo 2" Menschen.

        2. Das ist eine falsche Aussage. Diese Menschen gibt es bei jeder Marke. Es gjbt auch Menschen, die kein Apple kaufen, nur weil das Logo drauf ist.

          Es gibt keine objektiv „besseren“ Produkte, sowas ist immer subjektiv.

  4. MM

    Auch wenn sich jetzt wieder alle auf die Formulierung "Neue Technologien wie Lightning" stürzen, hat aus meiner Sicht Apple hier recht. Eine Vereinheitlichung des Ladestandards wird Innovationen verhindern. Apple hätte Lightning nicht entwickeln können, wenn die Technologie 2012 Micro USB vorgegeben hätte. Damals war Lightning technisch dem Micro-USB-Anschluss überlegen und dies war mit ein Grund, der überhaupt erst zu USB-C geführt hat. Ein Nachfolgestandard zu etablieren ist de facto unmöglich, da es keine Einigkeit unter den Herstellern geben wird. Dazu kommt, dass die EU bei Festlegung von Standards noch nie einen guten Griff getan hat, der auf Technologie-Führerschaft basierte. Da geht es am Ende oft um Marktabschottung. So gut USB-C heute ist, diese Entscheidung wirft uns am Ende weit zurück. Noch dazu die Frage sein wird, wie sich der Rest der Welt verhalten wird.

    1. Nico

      Daran ist Appel selbst schuld. Für Tablets setzt die gleiche Firma auf USB-C und nicht auf das alte Lightning, und für seine Handys weiter auf Lightning. Warum? Um die Umwelt weiter zu belasten? Kein Wunder das die EU endlich eingreift. Außerdem gibt es immer noch sehr viele Hersteller die neue Geräte mit USB-b raus bringen.. Endlich wird das ein Ende haben.

  5. Felix

    Die Frage ist, ob ein iPhone ohne Ports auch möglich sein wird nach der neuen Verordnung. Oder USB C nicht zwingende Voraussetzung und ohne darf es kein Smartphone ab 2024 mehr geben? Wirklich optimal finde ich es nicht, denn nach USB C muss sich auch ein neuer Standard durchsetzen, USB C wird nicht auf ewig der aktuelle Standard bleiben..

    1. XShocker22

      USB-C ist doch erstmal nur der Port nicht die Schnittstelle bzw. Protokoll.

      Momentan ist über den physischen Port DP, HDMi, USB 2.0/3.2/4 möglich.

  6. Capone2412

    Dieses verdrehte Umweltargument ist schon hochgradig albern…

    Wäre Apple gleich mit auf den USB-C-Zug aufgesprungen, hätte man sich die Produktion all der Lightning-Kabel sparen können. In Anbetracht der Tatsache, dass die Firma bei ihren MacBooks und iPads seit geraumer Zeit schon voll auf den einheitlichen Standard setzt, ist die Entscheidung noch unverständlicher.

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