Apple: Regeln im App Store bleiben

App Store Apple Header

Apple steht kurz vor der WWDC am kommenden Montag etwas in der Kritik, denn es machten mehrere Meldungen in den letzten Tagen die Runde, dass die Regeln im App Store nicht ganz fair sind. Die Europäische Kommission hat sogar eine Untersuchung eingeleitet, die man nun mit Spannung verfolgen darf.

Ein Thema, welches wir hier nicht verfolgt haben, ist die App „Hey“. Es handelt sich dabei um eine Mail-App, die von Apple abgelehnt wurde. Die Entwickler äußerten sich daraufhin öffentlich in sozialen Medien. Grund für das Ablehnen der App: Die App kann nicht genutzt werden, wenn man kein Hey-Abo besitzt.

Das kann man aber nicht über die App abschließen und da es verboten ist, ein Abo außerhalb vom App Store zu bewerben, ist die App quasi nutzlos. Daher hat Apple sie abgelehnt, da das in den Regeln vom App Store klar geregelt ist. Doch die Kritik ist nicht, dass sie abgelehnt wurde – es geht um die Regeln.

Das geht nun sogar so weit, dass sich selbst Konkurrenten wie Microsoft öffentlich zu der Sache äußern und Regulierungen für Apple und Google fordern.

Apple: Unser Store, unsere Regeln

Nun hat sich Apple zu Wort gemeldet, genau genommen hat sich Phil Schiller exklusiv gegenüber TechCrunch geäußert. Er gibt dort an, dass Apple dabei bleibt und nicht plant die Regeln zu ändern. Es ist die Plattform von Apple und man ist davon überzeugt, dass die Regeln fair für alle Entwickler sind.

Persönliche Meinung: Ich bin schon gespannt, was bei der Untersuchung der EU herauskommt, stimme Apple aber in fast allen Fällen zu. Nur einen Punkt würde ich ändern: Entwicklern sollte es erlaubt sein, dass sie für andere Möglichkeiten zum Bezahlen in der App werben. Als Nutzer kann ich dann entscheiden, ob ich den Weg über den App Store zum Bezahlen nehme, oder die Alternative.

Apple App Store Header

Problem daran: Spotify würde dann sicher den Preis für das Abo im App Store höher anbieten, als über die Webseite, denn im App Store muss man 30 Prozent an Apple zahlen. Das würde bedeuten, dass viele Nutzer das Abo über die Webseite abschließen und das würde für Apple einen Rückgang beim Umsatz bedeuten.

Eine perfekte Lösung gibt es wohl nicht. Jede Änderung würde für Apple einen Einbruch beim Umsatz bedeuten. Das wirklich große Problem ist eben nur, dass Apple früher nur ein Dienstleister für die Apps war. Mittlerweile ist man mit Apple Music, Apple Arcade und Apple TV+ auch ein direkter Konkurrent.

Ein sehr komplexes und schwieriges Thema, bei dem es viele Meinungen und Lösungen gibt. Apple und Google stehen mit dem Konzept für ihre App-Stores mittlerweile aber auf dem Prüfstand. Mal schauen, wie sich das entwickelt.

Apple plant neue Podcast-App für iOS 14

Apple Podcast Icon Header

Das Thema „Podcasts“ nimmt langsam an Fahrt auf und wird vor allem für Anbieter wie Spotify sehr wichtig. Man hat erkannt, dass man sich mit exklusiven Podcasts von bekannten Personen abheben und Kunden zur Plattform locken kann. Apple will einen…19. Juni 2020 JETZT LESEN →

Teilen


Hinterlasse deine Meinung
Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an.