Facebook: Hass sorgt für mehr Profit

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Das Wall Street Journal hat vor ein paar Tagen die „Facebook Files“ veröffentlicht, eine Analyse von zahlreichen internen Dokumenten. Hier gab es einige Details zu sehen, über den schlechten Einfluss von Instagram haben wir bereits berichtet.

Nun hat sich die Whistleblowerin Frances Haugen, die hinter diesen Details steckt, öffentlich in den USA zu Wort gemeldet. Sie arbeitete noch bis 2021 bei Facebook und hat interne Details verraten, die vermutlich nur wenige überraschen werden.

Facebook belohnt Hass seit 2018 noch mehr

Während Facebook öffentlich immer wieder damit wirbt, dass man gegen Hass und Falschmeldungen vorgeht, so herrscht intern ein anderes Klima. Man weiß, dass Hass für mehr Engagement sorgt, so Haugen, und pusht das daher ganz gezielt.

Anfang 2018 kündigte Facebook zum Beispiel eine große Änderung der Timeline an, doch genau dieser neue Algorithmus legt den Fokus auf Hass, denn Beiträge dieser Art werden bei Facebook belohnt – da sie für mehr Interaktionen sorgen.

Facebook nur auf Profit fokussiert

Facebook ging damals davon aus, dass diese Änderung auch Hass und Gewalt in den Timelines pushen wird. Doch das nahm man in Kauf, da man eben auch davon ausging, dass diese Änderungen am Ende für mehr Umsatz sorgen werden.

Facebook ist ein börsennotiertes Unternehmen und dort gibt es oft nur einen Faktor, der zählt: Wachstum. Ein soziales Netzwerk hat aber eine natürliche Grenze (Anzahl der Menschen), daher passt das eigentlich nicht wirklich zusammen.

Frances Haugen wird diese Woche übrigens auch vor dem Senat in den USA aussagen, sie fordert härtere Regulierungen für soziale Netzwerke wie Facebook.

Diese Entwicklung habe ich schon vor 2018 bei Facebook beobachtet und auch wir sehen sowas bei unserer Fanseite immer wieder. Facebook ist eine eigene Bubble geworden, in der polarisierende Themen, selbst wenn die Aussage dahinter falsch sind, belohnt werden. Es gibt Webseiten, die das daher ganz gezielt füttern.

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  1. Lars

    Viel zu kurz gesprungen: alle oft erscheinenden Publikationen, die sich über Klicks monetarisieren, funktionieren so – auch Mobiflip! Technischer Fortschritt bringt mehr Wohlstand, aber fördert zeitgleich immer mehr das Schlechte im Menschen. Wohlstand gegen Verrohung lautet die Devise. Überall.

    1. Falls du damit meinst, dass bei uns Gerüchte und Themen dieser Art beliebter in Netzwerken sind, ja.

      Falls du auf diesen Beitrag anspielst, was man vermuten kann, da du ja darunter kommentierst: Wo pushen wir Hass?

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