Unerwartete Wendung: Trump will ZTE retten

Die vor einem Monat beschlossenen Handelssanktionen gegen ZTE würden vermutlich das Ende des chinesischen Unternehmens bedeuten. US-Präsident Trump gibt sich nun gnädig und verkündete auf Twitter, gemeinsam mit Chinas Präsident Xi eine versöhnliche Lösung finden zu wollen.

Schlimmer hätte es vor einem Monat für ZTE kaum kommen können. Die USA griffen in Folge der Verletzung der Iran- und Nordkorea-Sanktionen und der unzureichenden Durchführung beschlossener Maßnahmen mit aller Härte durch und verhängten ihrerseits folgenschwere Sanktionen gegen das chinesische Unternehmen. Ganze sieben Jahre lang darf es keine amerikanischen Produkte mehr beziehen, was nicht nur die Weiterführung der Smartphone-Sparte beinahe unmöglich machen würde.

70.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel

Doch ZTE ist kein kleiner Konzern. Ganze 70.000 Mitarbeiter hat das Unternehmen, weshalb sich nun auch die Politik einmischt. Wie Trump am gestrigen Abend auf Twitter verkündete, scheint sich der chinesische Präsident Xi eingeschaltet zu haben.

Gemeinsam mit ihm möchte der US-Präsident nun eine versöhnliche Lösung finden, die garantiert, dass ZTE schon bald wieder seine Geschäftstätigkeit aufnehmen kann. Diese wurde in Folge der Sanktionen beinahe gänzlich gestoppt.

Spannend wird, welche Lösung Trump, Xi und das involvierte US-Handelsministerium letztendlich finden werden. Unabhängig davon, ob der Import-Bann gegen ZTE nun in all seinem Umfang aufgehoben wird, dürfte ZTE aber auch weiterhin hart getroffen sein. Eine Garantie dafür, dass auch die Smartphone-Sparte weitergeführt werden wird, ist der Trump-Tweet somit nicht.

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