Threema kooperiert mit IBM für quantensichere Verschlüsselung

Das Schweizer Unternehmen Threema arbeitet mit IBM an Post-Quanten-Kryptografie für seinen Messenger.

Quantencomputer gelten derzeit noch nicht als konkrete Gefahr für bestehende Sicherheitsstandards. Experten erwarten jedoch, dass leistungsfähige Systeme mit zahlreichen logischen Qubits künftig klassische Verschlüsselungsverfahren angreifen könnten.

Vor diesem Hintergrund plant Threema laut Unternehmensangaben die schrittweise Integration sogenannter Post-Quanten-Kryptografie in seinen Dienst.

Post-Quanten-Kryptografie für langfristige Messenger-Sicherheit

Gemeinsam mit Forschungsteams von IBM prüft das Unternehmen die Einbindung quantensicherer Algorithmen wie ML-KEM. Dieser wurde von IBM mitentwickelt und 2024 vom NIST als einer von drei Standards veröffentlicht. Ziel ist es, bestehende Sicherheitsmechanismen wie Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Zero-Knowledge-Architektur um zusätzliche Schutzverfahren zu ergänzen.

Nach Angaben von CEO Robin Simon soll die Kooperation die Grundlage für eine langfristig widerstandsfähige Kommunikationsinfrastruktur schaffen. Aus meiner Sicht ist der frühe Fokus auf Post-Quanten-Kryptografie strategisch nachvollziehbar, auch wenn leistungsfähige Quantencomputer derzeit noch nicht verfügbar sind.

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