Der Volkswagen-Konzern will etwa die Hälfte von bis zu 50.000 Stellen in Deutschland abbauen.
VW-Chef Oliver Blume konkretisierte die Pläne auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg. Der Vorstand wolle möglichst auf freiwillige Instrumente setzen. Dazu zählen Renteneintritte, Altersteilzeit, natürliche Fluktuation und eine restriktive Einstellungspolitik.
Mehr als 10.000 Mitarbeiter verfolgten die Versammlung in und vor der Halle. Betriebsratschefin Daniela Cavallo kritisierte die Konzernführung scharf und erklärte, das Vertrauen sei beschädigt. Teilnehmer berichteten von Pfiffen gegen Blume.
Volkswagen sucht Lösungen für mehrere Werke
Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm fehlen laut Blume bislang belastbare Perspektiven. Diese sollen innerhalb der kommenden sechs bis zwölf Monate erarbeitet werden. Werksschließungen seien nicht beschlossen und laut Blume die letzte und teuerste Lösung.
Diese Punkte stehen beim Umbau im Mittelpunkt:
- Bis zu rund 50.000 Stellen könnten entfallen.
- Etwa die Hälfte des Abbaus soll Deutschland betreffen.
- Freiwillige Personalmaßnahmen sollen Vorrang haben.
- Für vier Werke fehlen bislang langfristige Perspektiven.
Weitere Betriebsversammlungen sind an acht VW-Standorten geplant. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies forderte laut Deutschlandfunk die Konzernleitung auf, Verantwortung für die Beschäftigten zu übernehmen und Werksschließungen zu vermeiden.
Ich halte vor allem die fehlende Perspektive für mehrere Werke für problematisch. Der geplante freiwillige Stellenabbau kann Härten begrenzen, doch bei einer Größenordnung von möglicherweise 50.000 Jobs steht Volkswagen vor einem tiefgreifenden Umbau.
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