Volkswagen wird heute Nachmittag über die Zukunft des Konzerns beraten und es geht um viel, denn Oliver Blume will mehrere Werke schließen. Zwickau und Emden werden wohl ab 2031 nicht mehr Teil von Volkswagen sein, Hannover folgt dann 2032 und 2034 soll Neckarsulm, wo Audi seine Modelle produziert, schließen.
Der Chef der Volkswagen Group „verschärft“ den geplanten Sparplan weiter und will die Kosten senken. Autos der VW-Marken sind weniger stark nachgefragt und die Produktionskapazität passt nicht zur Nachfrage. Durch Optimierungen bei den Kosten will Oliver Blume die Rendite (Ziel sind wohl 9 Prozent) langfristig steigern.
Volkswagen will Investitionen senken
Darüber hinaus sollen die Investitionen von 180 auf 135 Milliarden Euro im Zeitraum von 2027 bis 2031 gesenkt werden, so der Spiegel, statt auf deutsche Werke setzt man außerdem mehr auf das Ausland, wo die Produktion günstiger ist. Laut Quelle rechnet das Management natürlich mit „massivem“ Widerstand im Aufsichtsrat.
Ein Problem ist auch der Einfluss von Niedersachen, die sich schon offen gegen die Werksschließungen und somit wegfallenden Arbeitsplätze ausgesprochen haben. Klar, für kommende Wahlen wäre das kein gutes Signal und eine Steilvorlage für die Opposition. Für die Zukunft des gesamten Konzerns wäre es aber vielleicht wichtig.
Die Verhandlungen rund um die Sparmaßnahmen waren schon häufiger ein Thema für Streitigkeiten, bisher konnte man sich aber einigen und die Maßnahmen waren meist vertretbar. Bisher hat es aber nie ausgereicht und irgendwann wird der harte „Cut“ kommen müssen. Sieht also so aus, als ob das nach 2030 vorgesehen ist.
Um 14:30 Uhr geht es übrigens laut Spiegel los, aber man rechnet nicht damit, dass „Blumes Plan heute im Aufsichtsrat Zustimmung findet oder (es) überhaupt zur Abstimmung kommt“. Wir gehen aber davon aus, dass es im Laufe der Woche noch mehr Details gibt – und wenn nicht von offizieller Seite, dann sicher indirekt.
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