VW kassiert für Fahrzeugdaten und Tibber reagiert sofort

Das Energieunternehmen Tibber übernimmt nach eigenen Angaben die Kosten für den Datenzugriff bei Fahrzeugen des VW-Konzerns.

Nachdem die Einschränkungen beim Zugriff auf Fahrzeugdaten von Elektroautos des VW-Konzerns bekannt geworden waren (wir berichteten bereits am 28.05.26), hat Tibber nun erläutert, wie das Unternehmen mit der Situation umgeht. Nach eigenen Angaben sind Tausende Kunden betroffen, die den Dienst Smart Charging für automatisierte Ladevorgänge nutzen.

Laut Daniel Mata Renteria, Head of Virtual Power Plants bei Tibber, hat das Unternehmen eine Lösung geschaffen, um Smart Charging ohne Unterbrechungen weiter anbieten zu können. Dafür bezahlt Tibber den erforderlichen Datenzugriff für Fahrzeuge der Marken des VW-Konzerns. Die zusätzlichen Kosten würden derzeit nicht an die Kunden weitergegeben.

Tibber hält Smart Charging trotz zusätzlicher Kosten aufrecht

Nach Angaben des Unternehmens ist der Zugriff auf Fahrzeugdaten eine Voraussetzung dafür, Elektroautos automatisch dann zu laden, wenn Strompreise niedrig sind. Auch die zentrale Steuerung verschiedener Geräte über eine einzige App spiele für viele Nutzer eine wichtige Rolle.

Die wichtigsten Aussagen von Tibber:

  • Smart Charging soll ohne Unterbrechungen verfügbar bleiben.
  • Tibber trägt aktuell die Kosten für den Datenzugriff.
  • Die Mehrkosten werden nach Unternehmensangaben nicht an Kunden weitergegeben.
  • Langfristig wünscht sich Tibber möglichst offene und einfache Schnittstellen.

Darüber hinaus sieht Tibber die aktuelle Entwicklung als Teil eines größeren Trends. Laut Daniel Mata Renteria könnten kostenpflichtige oder eingeschränkte Schnittstellen künftig auch bei anderen Herstellern an Bedeutung gewinnen. Das Unternehmen spricht sich deshalb für benutzerfreundliche und möglichst kostenfreie Zugänge zu Fahrzeugdaten aus.

Ich finde den Aspekt interessant, weil hier weniger die ursprüngliche Entscheidung von VW im Mittelpunkt steht, sondern die Frage, wie Dienstanbieter wie Tibber auf solche Änderungen reagieren und welche Auswirkungen das langfristig auf digitale Angebote rund um Elektroautos haben könnte.


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  1. Denis 👋

    Ich würde das Auto zurückbringen und eine Erstattung fordern, wenn einfach im Nachhinein die Bedingungen geändert werden.
    Solche Änderungen kann man ja für Neukunden machen, aber bei Bestandskunden die Bedingungen zu ändern, ist ein No-Go.
    Andererseits lässt sich der deutsche Autobesitzer ja gerne abzocken. Davon leben die Manager der hiesigen Autoindustrie ja bekanntlich ganz gut.

  2. Gerrit 🌟

    VW Fahrzeuge sind einfach Schweine teuer geworden und jetzt verlangen die auch noch Geld für den Zugriff per Schnittstelle?
    Die Marke wird einfach immer unsympathischer!

    Für was wollen die denn noch so Geld verlangen in Zukunft?

    1. Dom 🌀

      Tesla verlangt übrigens auch Geld.

  3. Schlicki 👋

    Es ist ein absolutes Unding, dass einem der Zugriff auf die Daten des eigenen Fahrzeug verweigert wird. Auf so eine unglaublich freche Idee muss man erstmal kommen. Gut, dass man fur evcc beispielsweise auch einen schnellen Workaround gefunden hat.

  4. Gast 🪴

    Sorry. Aber was ist daran interessant?
    Ist doch völlig logisch was VW damit bezweckt.
    Weitere Einnahmen generieren.
    Hier dann erst mal über Tibber. Die die Kosten dann aber früher oder später weiter geben werden.
    Ich finde das einfach eine Sauerei. VW sammelt Daten der Fahrer. Diese Daten gehören aber dem Fahrer und nicht VW. Also müsste VW zuerst mal den Fahrer zahlen. Nun muss, früher oder später, der Fahrer für seine eigenen Daten zahlen.
    Da läuft was verdammt schief.

    1. rot 🌟

      Es gibt nur ein Problem dabei: es ist (im Idealfall) mein Auto, das ich teuer gekauft habe.
      Und es nervt bei sämtlichen features, die vorhandenen aber nicht freigeschaltet sind. Das ist so, als würde die Firma, sie mein Eigenheim gebaut hat, einfach pauschal ein zimmer abgeschlossen lassen.

    2. David Madrow 👋

      Ein Fall für den EuGH

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