29,9 Milliarden Euro Umsatz: Das steckt hinter dem Telekom-Wachstum

Die Deutsche Telekom hat den Umsatz und das operative Ergebnis gesteigert und ihre Prognose für den Free Cashflow 2026 angehoben.

Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal 2026 nach eigenen Angaben ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Der Konzernumsatz stieg organisch um 3,3 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro.

Das bereinigte EBITDA AL legte um 7,3 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro zu. Der bereinigte Konzernüberschuss wuchs um 11,1 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Der Free Cashflow AL erreichte 5,0 Milliarden Euro. Deshalb erhöht das Unternehmen die Jahresprognose für den Free Cashflow auf rund 20,0 Milliarden Euro.

In Deutschland sorgte vor allem die Fußball-Weltmeisterschaft für zusätzliche Impulse. Laut Unternehmensangaben gewann MagentaTV rund eine Million neue Kunden. Gleichzeitig kamen 218.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden sowie 161.000 neue Nutzer eines reinen Glasfaseranschlusses hinzu. Die Zahl klassischer Breitbandkunden sank dagegen leicht.

Quartalszahlen der Deutschen Telekom im Überblick

Die wichtigsten Kennzahlen:

  • Umsatz: 29,9 Milliarden Euro, organisch plus 3,3 Prozent
  • Bereinigtes EBITDA AL: 11,8 Milliarden Euro, plus 7,3 Prozent
  • Bereinigter Konzernüberschuss: 2,8 Milliarden Euro, plus 11,1 Prozent
  • Free Cashflow-Prognose 2026 steigt auf rund 20,0 Milliarden Euro

Auch außerhalb Deutschlands meldet der Konzern positive Entwicklungen. T-Mobile US setzte den Wachstumskurs mit höheren Service-Umsätzen und einer verbesserten Cashflow-Prognose fort.

Die europäischen Landesgesellschaften steigerten Umsatz und Ergebnis ebenfalls. T-Systems verbesserte Umsatz und operatives Ergebnis, verzeichnete jedoch einen niedrigeren Auftragseingang als im Vorjahr.

Ich finde vor allem die Kombination aus höheren Gewinnen, einer angehobenen Jahresprognose und dem starken TV-Kundenzuwachs bemerkenswert. Die Zahlen zeigen, dass die Deutsche Telekom derzeit in mehreren Geschäftsbereichen gleichzeitig wächst, auch wenn nicht jede Sparte dieselbe Dynamik entwickelt.

Info

  • Free Cashflow (AL): Verfügbarer Mittelzufluss aus dem laufenden Geschäft nach Investitionen. Der Zusatz „AL“ (After Leases) berücksichtigt zudem Leasingverpflichtungen nach Bilanzierungsregeln.
  • EBITDA AL: Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen unter Berücksichtigung von Leasingverträgen. Es gilt als wichtige Kennzahl für die operative Ertragskraft.
  • Bereinigter Konzernüberschuss: Gewinn des Unternehmens nach Abzug von Steuern und Sondereffekten, um die operative Entwicklung besser vergleichbar zu machen.
  • Organisches Wachstum: Wachstum ohne Einflüsse aus Wechselkursen, Unternehmenskäufen oder Verkäufen. Es zeigt die Entwicklung des bestehenden Geschäfts.
  • Konzernumsatz: Die gesamten Erlöse, die alle Unternehmen eines Konzerns zusammen erwirtschaften.
  • Prognose: Erwartung eines Unternehmens zur künftigen Geschäftsentwicklung auf Basis aktueller Daten.


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