Elektroauto-Fahrer: „Diese Leute sind verrückt“

Der US-Markt ist seit dem Amtsantritt von Donald Trump deutlich unattraktiver für Elektroautos geworden und man merkt, dass sich daher auch einige Marken davon distanziert haben und in den USA den Verbrenner wieder in den Fokus rücken.

US-Präsident lästert über Elektroautos

Donald Trump beendete vor einer Weile die Förderung, was Elon Musk verärgerte, wie der US-Präsident laut Electrek in einer Rede im Red Rock Resort verriet. Er spricht also nicht gerne darüber, bezeichnete die Fahrer aber noch als „verrückt“.

Wenn man mit einer Person in einem Elektroauto mitfährt, dann wird man schnell feststellen, dass sie eine „Krankheit“ haben, so Donald Trump. Selbst wenn der Akku noch 3/4 voll ist, denken sie schon über den nächsten Ladestopp nach.

Damit ist vermutlich die „Reichweitenangst“ gemeint, die aber vor allem in Medien gerne als Argument genutzt wird, die bei Fahrern mit Praxiserfahrung nicht wirklich zu finden ist. Und wenn, dann nicht mit einem fast vollen Akku. Die Förderung wurde jedenfalls beendet, weil sie signalisierte, dass jeder ein Elektroauto benötigt.

Der Marktanteil von Elektroautos in den USA liegt aber nur bei 7 Prozent, so der US-Präsident, man habe 60 Prozent des weltweiten Öls, man benötigt das nicht.

Die Disruption wird sehr gerne ignoriert

Die US-Wirtschaft macht also den gleichen Fehler, wie man ihn schon häufiger in der Vergangenheit beobachten konnte, wenn eine Disruption anstand. Man legt den Fokus nur auf den eigenen Markt und versucht die eigene „Stärke“ zu beschützen.

Eine Disruption lässt sich aber selten aufhalten und Unternehmen wie Ford und Co. verlieren den Anschluss und spielen global eine immer kleinere Rolle. Und man hält das bisher größte Unternehmen für Elektroautos unnötig klein, nämlich Tesla. Dort wird man die Krone in diesem Jahr vermutlich an China (BYD) abgeben müssen.

Der US-Präsident mag ein bisschen radikaler in seiner Vorgehensweise sein, aber auch bei uns in Europa und hier in Deutschland denkt man wieder rückschrittlich.


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  1. Stefan 👋

    …und dann passiert dasselbe wie mit Solar- und Windenergie, die damals von Altmaer (CDU) quasi verboten wurde: andere Länder entwickeln weiter und ziehen an uns vorbei, während wir uns an veraltete Technologie klammern und jammern dann „die Chinesen klauen uns die Sonnenergie, Mimi“

    1. Stefan 👋

      …ps: die USA wissen sichj ja schon jetzt nur mit Importverboten von Atos zu helfen. Derzeit bereitet die US-Regierung sogar ein Mercedes-Verbot vor, da selbst dieser Dinosaurier ibn den letzten 5 Jahren an Ford und Tesla vorbeigezogen ist.

  2. Murphy 👋

    Diese Diskussion hier ist typisch Deutsch.
    Über Elektromobilität urteilen und noch nie ein E-Auto gefahren!
    Bildung nur aus der Bildzeitung.
    Mit Leuten diskutieren die nicht mindestens mal 1 Jahr E-Auto gefahren haben ist sinnlos.

    Also wenn man keine Ahnung von etwas hat einfach mal Fresse halten.

    1. Philipp 🔆

      Die Einstellung alles negative oder kritische als typisch deutsch zu bezeichnen ist aber mal sowas von typisch Bild-Zeitungsleser deutsch.

      1. Thomas 🔅

        Ich habe einen internationalen Kollegenkreis. Diese „Ja, aber“ bzw. „Wo ist da der Haken“ Mentalität ist in Deutschland ganz besonders ausgeprägt.

  3. VW-fan 🎖

    Onkel Donald ist die größte Umweltdrecksau aller Zeiten. Noch nie hat ein einzelner Mensch mehr Schaden für kommende Generationen verursacht als dieser Verbrecher. Das geht bei der aktiven Förderung von umweltschädlichen Aktivitäten über das verhindern von Windparks, der Abschaltung von Klimasatelliten und Bojen, Austrocknen von Forschungsinstituten, Zerstörung von Naturschutzgebieten bis hin zum Abwürgen der E-mobilität. Niemand auf der Welt widert mich mehr an als dieser verlogene, korrupte Typ.

    1. Klaus Banschbach 👋

      Recht hast du. Und eben diese Drecksau faehrt damit die US- Autowirtschaft an die Wand, sowie es unsere Deppen auch machen.Aus vom VerbrennerAus. Der Zug ist abgefahren.

  4. P45 🔅

    Okay, also bin ich auch verrückt. Ach nein, mir fehlt dazu ja die Reichweitenangst. Nicht mal bei der Fahrt in den Urlaub will die bei mir aufkommen. Ich weiß ja, dass mein Elroq keine Probleme mit den 700km hat, die wir nach Tirol vor uns haben. Zweimal für circa 20 bis 25 Minuten Laden, dabei was essen und trinken und ggf. mal das Örtchen aufsuchen und schon sind wir in den Alpen. Fahrtdauer inclusive Laden idR weniger als acht Stunden. Gegenüber früheren Verbrenner-Fahrten ein Zeitaufschlag von höchstens einer halben Stunde. Dafür aber zu den halben Verbrauchskosten und viel entspannter!
    Also doch nicht verrückt, sondern ein ganz normaler und sehr zufriedener e-Auto Fahrer.

    1. Philipp 🔆

      Ich fahr die 700 Kilometer immer durch. Was daran entspannter sein soll zweimal halten zu müssen erschließt sich mir nicht. Wie zweimal 20 – 25 Minuten maximal 30 Minuten ergeben bleibt mir auch ein Rätsel, aber ich war noch nie so gut in Mathe.

      1. Alf 👋

        wahrscheinlich hat er auch vorher schon Pausen gemacht…ganz schwierig

      2. Peet99 👋

        Wow, was für eine großartige Leistung. 700km am Stück! [Ironie aus] Ich gehe davon aus, dass ihnen die Gefährdung anderer Leute durch die zwangsläufige Abnahme des Konzentrationsvermögens während dieser 7 (?) Stunden völlig abgeht. Das erschließt sich mir nicht.
        Lassen Sie mich raten: Die Klimakrise ist erfunden und Sie wählen DIE Alternative?
        Oh man… Leider gibt es viel zu viele kurzsichtige Leute in Deutschland. Aber vielleicht wird DIE Alternative ja die freie Meinungsäußerung unter Strafe stellen. Dann muss niemand mehr solche geistigen Ergüsse lesen.

        1. Philipp 🔆

          Mal wider der typisch Beißreflex wenn man Elektromobilität nicht als Lösung für alles in der Welt sieht. Keiner deine Vorwürfe trifft auch nur im entferntesten auf mich zu. Mach mal einen Schritt zurück und löse doch von deine Ideologie, dann kannst du vielleicht auch Mal wider berechtigte Kritik ertragen.

          1. Peet99 👋

            Vielleicht löst du dich mal von deiner Ideologie? Berechtigte Kritik ist nie ein Problem. Aber nicht immer (wie offensichtlich bei dir) ist der eigene Standpunkt der Einzig richtige. ich fahre übrigens beides: Diesel und e-auto. und beides auch mal über 700km und bevor du selbst nicht beides gemacht hast, kannst du auch keinen Kommentar abgeben, wer oder was oder wie „besser“ ist: es gilt also immer und überall: wenn man keine hat, einfach mal …. halten.

            1. Philipp 🔆

              Welche Ideologien soll das sein von der ich mich lösen soll?

      3. Josef 👋

        700 km durchzufahren finde ich stressig – aber vielleicht geht es ja darum sich selbst oder anderen zu zeigen wie gut man ist. Es könnte für andere Verkehrsteilnehmer und die Mitfahrer sowie für den Fahrer erholsamer sein, wenn man sich auch mal eine Pause gönnt bzw gemütlich reist. Schon bei der Anreise in den Urlaub könnte man die Landschaft betrachten und auf den entspannten Urlaubsmodus umschalten und es erhöht nachweislich die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Der ADAC empfiehlt alle 2 Stunden eine Pause einzulegen, aber “ starke“ Männer haben das natürlich nicht nötig.

        1. David 👋

          Geht mir genau so. Früher, ohne Kinder, fand ich das auch mal cool von Hamburg bis in die Alpen durchzufahren, womöglich über Nacht damit die Autobahn noch schön leer ist. In der Praxis heißt das dann aber morgens um vier in der Autobahnbaustelle gegen den Sekundenschlaf zu kämpfen.

          Heute fahre ich elektrisch und das beste Auto das ich je hatte, vom Fahrgefühl nochmal zwei Klassen besser als gut motorisierte Verbrenner mit DSG. Meines schafft dank 100+kWh Akku die 700km auch mit nur einer Ladepause ohne dass ich langsam fahren müsste. Aber nochmal deutlich entspannter ist es, so lange Strecken erster Klasse Bahn zu fahren.

          Am Ende möchten einige Betonköpfe sich nicht für die zwei Fahrten im Jahr umgewöhnen, eine halbe Stunde länger unterwegs zu sein, das ist völlig absurd angesichts dessen, was wir zur Zeit fast jeden Tag von Extremwetter-Ereignissen und deren Folgen mitbekommen.

        2. Philipp 🔆

          Auch hier wieder nichts als haltlose Unterstellungen und Diffamierungen die nicht im entferntesten zutreffen.
          Du darfst mit gerne erklären wie ich von 00:00 bis 06:00 die Landschaft genießen soll. Abgesehen davon, konzentriere ich mich beim fahren auf die Straße und nicht auf die Landschaft. Ein typischer Effekt auf einer regelmäßigen stecke von mir ist, dass es zu einem enormen Stau aus dem Nichts kommt weil die Leute auf der Strecke gerne die beeindruckende Landschaft bewundern. Der Stau verschwindet Minuten nach dieser Stelle in aller Regel wieder komplett.
          Ich mach das auch nicht um mich besonderes toll zu fühlen, auch hier wieder eine haltlose Unterstellungen weil man offensichtlich keine wirklichen Argumente hat. Vielmehr ist es so, dass ich sehr gerne lange stecken fahre und mich nicht nur auf den Urlaub sonder schon auf die Fahrt freue. Ich plane zu diesem Zweck die Abfahrt, die Strecke und die Stopps (wenn nötig) im Vorfeld komplett durch. Vor der Fahrt wird ausgiebig geschlafen, gegessen und das Fahrzeug überprüft. Und dann geht es los, ausgeschlafen und fit. In aller Regel fahre ich nicht alleine und wenn ich mich nicht fit fühle gibt es einen Fahrerwechsel, dafür muss ich aber keine Pause machen das geht in einem Mini Stop um kurz umzusteigen.
          Ich verstehe die Beißreflex nicht, immer direkt mit Unterstellungen umsich zu werfen. Ich fahr auch gelegentlich in Kolonne mit mindestens einer oft zwei Frauen, die fahren auch gerne durch, aber vielleicht wünschen die sich auch heimlich echte Männer zu sein, schließlich scheint das der einige Grund zu sein, dass jemand gerne längere Strecken Auto fährt.

          Ich finde es halt durchaus interessant wie es immer schöngeredet wir, dass man auf längeren Fahrten deutlich mehr Stopps einplanen muss, als wäre es was gutes diesem Zwang zu unterliegen. Die Reichweiten Angst ist übertrieben aber die schönrederei halt auch. Ich muss auf 700 Kilometern nicht zweimal essen, nicht zweimal aufs Klo und Kaffee Brauch ich sowieso nicht, vielleicht sollte man sich mal Gedanken machen wenn man es nicht schafft acht Stunden ohne Koffein wach zu bleiben. Die Verpflegung ist bei mir genau so geplant wir die Fahrt selbst, alles was ich brauche leicht zugänglich, gesünder und weniger überteuert als an jedem Rastplatz oder dergleichen.

          Einfach mal einen Schritt zurück machen, andere Meinungen akzeptiert und aus so etwas trivialen wie Autofahren keine Ideologie machen oder das anderen unterstellen.

          1. David 👋

            Das sind ja nun drei verschiedene Sachen, die Du hier durcheinander wirfst – den Post von Josef, der gerne gemütlich reist und sich dabei auch gerne die Landschaft anschaut, meinen, in dem ich von Nachtfahrten berichte, die in Nachhinein deutlich anstrengender waren, als man sich das vorgestellt hat, und dem Stau aus dem Nichts, der aus einer Kombination von hoher Verkehrsdichte, hohen Geschwindigkeitsdifferenzen und zu geringen Abständen entsteht – siehe dazu z.B. die Modellierungen der beiden Physiker Nagel und Schreckenberg.

            Insofern ist mein Eindruck umgekehrt, dass Dein Beißreflex einsetzt, sobald man dir erzählt, dass man sich durchaus umgewöhnen kann und im Alltag das elektrische Fahren deutlich entspannter und angenehmer ist.

            Bist du schon mal längere Strecken mit dem BEV gefahren? Wir hatten zu Anfang auch nur einen e-Up für die Stadt und Umgebung – und haben uns dann für einen längeren Urlaub den iX bei Sixt geliehen, um für uns zu testen, ob das gerade auf solch langen Fahrten unseren „dicken Diesel“ ersetzen könnte. Naja es hat super funktioniert und das ist dann auch gleich unser Lieblingsauto geworden. (Polestar, ID.4, Tesla u.a. hatten wir vorher jeweils für ein WE ausgeliehen).

            in meiner Wahrnehmung lösen aber solche Vorschläge bei einigen Menschen heutzutage gleich (Verlust?)Ängste aus.

            Naja am Ende wird es dann der Preis regeln, wenn das Verbrennen vom Erdöl Derivaten eines Tages zum Luxus wird, den sich nur noch wenige leisten mögen. Mich irritiert nur, dass der Anteil an Menschen die von sich aus versuchen, ihren eigenen CO2 Fußabdruck auf Dauer zu verkleinern so klein ist.

            1. Philipp 🔆

              Ich Bring das nicht durcheinander. Es wurde gesagt man könne ja gemütlich fahren und die Landschaft genießen. Mir persönlich bringt das nichts weil ich wenn immer es geht nachts los fahre, weil es sich eben genau da am gemütlichsten fahren lässt, alleine schon weil deutlich weniger Verkehr ist. Das mit dem Stau war auch Teil meiner Argumentation gegen „die Landschaft genießen“ weil genau das zu dem Stau führt. Was du sagst wie solche Staus entstehen ist ja genau mein Punkt. Weil die Leute nicht auf die Straße achten sondern auf die Landschaft kommen genau alle diese Effekte zusammen und es kommt zu dem Stau. Ich mag den Anblick der Alpen am Horizont zum Sonnenaufgang auch, aber „Landschaft genießen“ als Argument wenn man über BEV vs. Verbrenner diskutiert ist genau die Art von absurden Argumentation die der Diskussion absolut nicht gut tun.

              Ich bin noch nie auf langen Strecken mit einem BEV gereist.
              Allerdings hab ich ja auch nirgends behauptet, das eine oder andere wäre schlechte oder besser oder sollte bevorzugt werden.
              Schau dir meinen ersten Kommentar doch nochmal an. P45 kommentier, wie er das gerne macht und wie es für ihn funktioniert. Ich habe lediglich geschildert, dass ich das lieber ganz anders machen und es für mich so viel besser funktioniert und auch angenehmer ist. Ich habe nie was gegen BEV Elektromobilität oder sonst was gesagt. Es war lediglich ein Kommentar der eine andere Sichtweise, in weitester Form als eine Art Advocatus diaboli, darstellt.
              Und was wird mit daraufhin gleich unterstellt? Kurzsichtigkeit, ein Ego Problem, irgendwelche Männlichkeits Dinger, AFD Sympathisant, schwubbler und Verschwörungstheorien.
              Das ist die Art wie mittlerweile diskutiert wird, und damit hab ich ein Problem.

              Um das klarzustellen, ich habe nichts gegen Elektromobilität. Ich hab nur ein Problem damit, dass die Nachteile die es durchaus noch gibt nicht benannt werden dürfen oder sogar als Vorteile verkauft werden. Wie gesagt, die Reichweitenangst ist übertrieben aber eine geringere Reichweite als fast schon Vorteil zu verkaufen ist doch absurd. Auch bei Verbrenner wird fast immer ein größerer Tank bestellt, weil es einfach praktisch ist. Und jetzt kommt plötzlich jeder daher und will mit verkaufen das Reichweite eigentlich kein Mensch Brauch, nein einen geringe Reichweite ist sogar fast besser. Come on!

              Ich hab keine Verlustängste.
              Vor sechs oder sieben Jahren hatte ich das erste Mal überlegte ein BEV für ein Jahr zu fahren, einfach nur für den Arbeitsweg. Stellt sich raus, ich kann wieder Zuhause, noch in der Straße, noch am Arbeitsplatz laden und dann war das Ding noch fast so teuer wie das Fahrzeug eine Klasse darüber für das ich mich dann entschieden habe.

              Ich schaue auch heute noch regelmäßig danach, den Zweitwagen in der Familie mit einem BEV zu ersetzen. Gut, laden kann ich noch immer nicht aber ich würde es probieren. Das Problem ist, heute ist eben das BEV noch Luxus. Alles was es gibt ist mindestens dreimal wenn nicht viermal so teuer wie der aktuelle Zweitwagen damals neu gekostet hat, wenn man überhaupt was vergleichbares findet.
              Ein vergleichbares Auto wie das mit dem ich längere Strecken fahren gibt es schlicht nicht. Die einzige Alternative ist größer und kostet 30 bis 35 tausend Euro mehr als mein aktuelles Fahrzeug gekostet hat.

              Zum Thema CO2 Fußabdruck. Ich fahr jeden Tag mit dem Fahrrad zu arbeiten, ich fahr jeden Woche mit dem Fahrrad einkaufen, ich fahr maximal am Wochenende längere Strecken oder wenn ich was transportieren muss mit meinem Auto.
              Und das ist ein richtiges Fahrrad, ohne Batterie und Elektronik.
              Urlaub mit dem Flugzeug gibt es bei mit nicht. Ich fahr fünf Mal in dem Urlaub und hab weniger CO2 verursacht wie jemand der einmal nach Mallorca fliegt. Und das ist nur die Bilanz wenn alleine im Auto fahre.

              1. David 👋

                OK das mit dem CO2 habe ich dann bei Dir falsch eingeschätzt (es gibt halt viele Menschen, denen das egal zu sein scheint, „Flugscham“ z.B. gibt es anscheinend kaum noch, zumindest in meinem Kollegenkreis, und zwar egal was man wählt.)

                Das Ding bei den Kommentaren ist halt, dass Menschen, die von sich berichten, dass sie kein Problem damit haben, für einen langen Urlaub im Jahr ne halbe Stunde länger am Tag unterwegs zu sein, es jetzt nicht so meega fortschrittlich finden, wenn andere schreiben, dass sie es aber unglaublich wichtig finden, für diesen einen use case weiterhin Verbrenner zu fahren.

                Dass man im konkreten Fall keine vernünftige Lademöglichkeit bei sich zu Hause und auf der Arbeit hat, ist natürlich ein deutliches Hemmnis für eine Anschaffung, keine Frage. (Wir haben den e-Up übrigens über viele Jahre lang an einer simplen Außensteckdose geladen.)

                Auch das Thema der Roaming-Gebühren bzw. Ladekarten-Quartett kann je nach Wohnort momentan noch recht nervig sein.

                Davon abgesehen ist der Vergleich zwischen BEV und Verbrenner bei Dir vielleicht etwas zu kurz gegriffen – der e-Up war damals auch mindestens „eine Klasse teurer“ als der Verbrenner Up, fuhr sich dafür aber auch mindestens eine Klasse besser – beim Verbrenner Up hätte man eben für kein Geld der Welt DSG dazu kaufen können. Immer wenn ich den e-Up zur Inspektion bringe und dafür einen Verbrenner als Leihwagen bekomme bin ich froh, wenn ich endlich wieder zurück tauschen kann.

                Und wenn Du aktuelle BEVs nimmst wie z.B. den sehr gelungenen ID.7, dann sollte man den eben auch mit aktuellen Verbrennern wie dem heutigen Passat vergleichen und nicht mit einem früheren Fahrzeug, das mit geringeren technischen Auflagen, Materialkosten und Löhnen hergestellt wurde und das man heute gar nicht mehr neu kaufen kann.

                1. Philipp 🔆

                  Und wenn Du aktuelle BEVs nimmst wie z.B. den sehr gelungenen ID.7, dann sollte man den eben auch mit aktuellen Verbrennern wie dem heutigen Passat vergleichen und nicht mit einem früheren Fahrzeug, das mit geringeren technischen Auflagen, Materialkosten und Löhnen hergestellt wurde und das man heute gar nicht mehr neu kaufen kann.

                  Zum Teil stimmt ich dir da zu, der Preisanstieg hat natürlich auch vor Verbrenner nicht halt gemacht.
                  Trotzdem bleibt ein Problem.
                  Der Einstieg in Verbrenner ist noch immer günstiger. Der Passat bei entsprechender Ausstattung kaum günstiger als der ID7. Der Einstieg ist hingegen deutlich günstiger.
                  Ein weiteres Problem, finde mal was darunter. Golf Kombi oder etwas vergleichbares gibt es schlicht nicht als BEV. Nichmal annähernd und wenn man nach gebrauchten Sicht herrscht gehende leere bei den anbieten.
                  Zum Glück muss ich nicht wechseln, denn ich kann es mit einfach nicht leisten, wie so viele, die dann auchnoch dafür verurteilt werden.

                  1. David 👋

                    Da verwechselst Du jetzt aber etwas.
                    Ich glaube niemand wird ernsthaft jemandem verurteilen weil er sich gerade kein neues Auto leisten kann und darum den vorhandenen Verbrenner weiterfährt. Oder wenn man beim Autokauf eben aufs Geld achten muss und nicht mal so eben einen volle Hütte ID.7 bezahlen kann.

                    Nur wenn man der ernsthaften Überzeugung ist, dass ein gutes Auto nur ein Auto mit 700+x km Reichweite sei, das dann aber heute neu nur so viel kosten darf wie vor 10 bis 20 Jahren ein halb so gut ausgestatteter Verbrenner, bekommt man womöglich Gegenwind.

                    1. Philipp 🔆

                      Da verwechselst Du jetzt aber etwas.
                      Ich glaube niemand wird ernsthaft jemandem verurteilen weil er sich gerade kein neues Auto leisten kann und darum den vorhandenen Verbrenner weiterfährt. Oder wenn man beim Autokauf eben aufs Geld achten muss und nicht mal so eben einen volle Hütte ID.7 bezahlen kann.

                      So direkt wird das zugegebenermaßen in der Regel nicht gesagt. Allerdings wird man doch oft so hingestellt als wäre man einfach zu dumm um zu merken wie geil BEV fahren ist nur weil mein noch einen Verbrenner fährt und dessen vorzüge nicht verleugnet.

                      Nur wenn man der ernsthaften Überzeugung ist, dass ein gutes Auto nur ein Auto mit 700+x km Reichweite sei, das dann aber heute neu nur so viel kosten darf wie vor 10 bis 20 Jahren ein halb so gut ausgestatteter Verbrenner, bekommt man womöglich Gegenwind.

                      Das stellt du jetzt aber etwas falsch dar.
                      Ich kritisiere lediglich, dass es für bestimmte Ansprüche aktuell gar keine passenden BEV gibt und wenn dann nur einen in einer anderen, in der Regel teureren Klasse und dazu noch mit einem Einstiegspreis deutlich über einem entsprechenden Verbrenner.
                      Wenn ich einen ID7 mir einem ähnlich ausgestatten Passat. vergleiche nehmen die sie preislich freilich nicht viel. Meine Kritik geht aber in die Richtung, dass für Leute die sich nur ein Golf Kombi leisten können kein entsprechendes BEV Vorhand ist, auch nicht zu aktuellen Neuwagen oder Gebrauchtwagen Preisen.

      4. P45 🔅

        Leider habe ich erst heute Früh mitbekommen, was mein Kommentar ausgelöst hat. Daher jetzt mal eine kurze Rückmeldung zur ersten Antwort. Wenn jemand für sich entscheidet, dass er 700km „am Stück“ fährt, dann bitte. In jüngeren Jahren hätte ich mir das auch zugetraut, obwohl ich es nicht unbedingt für sinnvoll halte, weil die Konzentration mit Sicherheit irgendwann nachlässt.
        Jetzt mit fast siebzig bin ich deutlich relaxter, außerdem werden natürliche Bedürfnisse zwangsläufig häufiger. Daher: Tempomat auf 135 km/h und zweimal stoppen und schon ist man ganz entspannt in Tirol.
        Zum Thema Mathematik (hatte ich als Leistungskurs): du hast da was falsch verstanden, oder ich habe es nicht exakt genug kommuniziert. Die dreißig Minuten mehr sind als Aufschlag zu den Verbrennerzeiten zu verstehen. Da haben wir auch zwei Pausen gemacht (Biologisch bedingt), aber die konnten ggf kürzer ausfallen. Daher bitte nicht „zweimal 20 oder 25 ergibt 30“ rechnen.
        Im übrigen bin ich mein ganzes Leben lang sehr gerne Auto gefahren und tue es noch immer. Ich hatte dementsprechend auch einige „Petrolhead“-Fahrzeuge (GTI‘s, Audi S3, etc.) im Programm, aber muss feststellen, dass keines dieser Autos auch nur annähernd so viel Freude am Fahren bereitet hat, wie die elektrischen.

      5. Feinbein 👋

        700 km ist was für die Öffis (Lufthansa oder Bahn). Unsere Touren Ruhrgebiet – Berlin mit vier Mann im Auto hatten drei Pausen, (K3 = Kaffee, Klo, Kumpel fährt), egal ob Verbrenner oder BEV. viel entspannter waren die Bahn-Reisen (max. zweimal umsteigen), aber Schlaf, WLAN und Steckdose für Arbeit oder S3 = Speisewagen, Spielkarten, Sprüche klopfen.

    2. Fritz 👋

      Raststätte vor München, 5 ladesäulen, alle besetzt, eine davon mit einem Auto das gar kein Kabel hat. Davor 7 weitere Autos, halben noch auf der Autobahn die warten dass einer fertig ist und Weg fährt, So lange sich das nicht ändert gibt’s kein E Auto

      1. David 👋

        Lustig, dass so etwas vor allem Menschen erleben, die selbst gar kein BEV fahren.
        Wir haben das auf unserer 1600km-pro-Strecke Urlaubsfahrt nach Frankreich letztes Jahr im Juli/August nämlich ganz anders erlebt.
        Ein einziges Mal im ganzen Urlaub war ein Ladepark komplett besetzt – es fuhr dann aber gerade einer raus, als wir ankamen. War aber auch das einzige Mal, das wir bei Tesla geladen haben, vielleicht sind deren Ladeparks voller weil die Tesla Fahrer dort besonders günstig laden können.
        Ansonsten immer mega entspannt, jeweils mehrere bis viele Schnelllader frei trotz Hochsaison.

      2. P45 🔅

        Uihh, da habe ich ja eine Menge Diskussionen ausgelöst mit meinem Post. Aber ich greife jetzt mal den Einwand von „Fritz“ auf. Wir fahren jetzt seit Sommer 2021 jedes Jahr zweimal mit dem Stromer nach Tirol. Anfangs mit einem Ioniq 5, der für die Strecke drei Ladestopps brauchte, jetzt mit dem Elroq nur noch zwei. In der ganzen Zeit mussten wir einmal (!) für circa fünf Minuten warten, bis in Himmelkron bei Ionity eine Säule frei wurde. „Schuld“ waren viele dänische e-Mobilisten, da dort gerade Ferienbeginn war. Haben wir mit einem Schulterzucken hingenommen. (Übrigens wurde Himmelkron soeben von 12 auf 18 Säulen erweitert, sollte jetzt also entspannter sein.
        Ansonsten immer sofort einen freien Ladeplatz bei Ionity gefunden und nie länger als 25 Minuten geladen, üblicherweise eher 15 bis 20.
        Für uns „passt“ das gut, andere mögen das anders sehen, aber das ist ja auch völlig okay. Jeder soll das für sich entscheiden.

      3. jay 🪴

        Würdest du BEV fahren, hätte dein Auto dir gesagt, dass der Ladepark besetzt ist und du wärst zum nächsten gefahren. Selbst wenn eine Säule unbesetzt ist, fahre ich zur nächsten, weil bis ich da bin, kann just im Moment meines Ankommens einer sich da vor mir hin stellen. Du hast verständlicherweise keine Ahnung , weil du es nicht nutzt, wollte dir hiermit nur sagen, dass DU ein Problem siehst, welches nicht existiert für BEV-Fahrer. Wir fahren keine vollen Ladeparks an, es gibt genug leere Säulen die mein Auto mir anzeigt und mir vorschlägt

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