Der IKEA-Händler Ingka Group plant die Eröffnung von 20 kleineren Filialen in Europa und Nordamerika innerhalb der nächsten sechs Monate.

Die Ingka Group, größter Einzelhandelspartner von IKEA, will ihr Filialnetz mit einem neuen Storeformat erweitern. Ziel sei es laut Unternehmensangaben, Möbel und Services näher an Kunden in kleineren Städten und Vororten zu bringen. Die neuen Filialen sollen die klassischen großen Einrichtungshäuser ergänzen und stärker in den Alltag der Menschen integriert werden.

Bereits konkrete Projekte sind geplant. In Frankreich soll bis zum Sommer ein rund 2.000 Quadratmeter großer Store in Limoges eröffnen. In Portugal entsteht in Coimbra eine Filiale mit mehr als 4.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Polen erhält laut Unternehmen bis Jahresende eine weitere IKEA-Filiale in Białystok.

Neue kompakte IKEA-Stores als Ergänzung zu großen Einrichtungshäusern

Das neue Format konzentriert sich auf alltägliche Wohnaccessoires und kleinere Möbel. In den Filialen sollen über 2.000 Produkte direkt erhältlich sein. Die vollständige Produktpalette bleibt über Abholung oder Lieferung verfügbar. Laut Ingka Group sind die kleineren Stores schneller und kostengünstiger zu eröffnen als klassische Einrichtungshäuser.

Zu den Angeboten zählen Planungsservices, Mitarbeiterberatung sowie ein ausgewähltes Food-Sortiment. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Standorte vor allem dort entstehen, wo Menschen ohnehin regelmäßig einkaufen.

Teil der Strategie ist ein Investitionsprogramm von rund fünf Milliarden Euro über drei Jahre. Damit will Ingka Group neue Standorte eröffnen und bestehende Filialen modernisieren. Nach dem Geschäftsjahr 2026 soll bewertet werden, wie erfolgreich das kompakte Storeformat ist.

Ich halte die Strategie für nachvollziehbar, weil kleinere Standorte den Zugang zur Marke erleichtern können. Gleichzeitig wird sich erst zeigen müssen, ob das reduzierte Sortiment für Kunden dauerhaft attraktiv genug ist.


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  1. Manuel 🪴

    Ich finde die kleinen, innerstädtisch gelegenen Filialen klasse. Hoffe, dass es davon auch in Deutschland mehr geben wird. Wegen jeder Kleinigkeit zum „großen IKEA“ rauszufahren, lohnt sich halt auch nicht, zumindest wenn es außerhalb liegt, was ja meistens der Fall ist. Schaue noch ein bisschen neidisch nach Magdeburg, wo die IKEA-Filiale auch mit Straßenbahn wirklich gut erreichbar ist.

  2. Denis 🏅

    Ich denke es wäre dauerhaft attraktiv für die Kunden, wenn beim Ikea der Abholservice nicht so viel kosten würde!
    Man stelle sich vor, man könnte z.B. das Sofa was im kleinen Ikea vor Ort nicht verfügbar ist, einfach kostenlos zur Abholung aus einem großem Lager liefern lassen?

    Ich mein, logistisch ist das ja nun wirklich kein großer Aufwand in der heutigen Zeit.
    Gerne eben auch mit längerer Laufzeit.
    Das müsste halt einfach bei der nächsten Lieferung aus dem Hauptlager mit auf dem LKW sein, egal ob das in 2 oder 5 Tagen ist.
    Ich denke das könnte man sogar im Bestellvorgang auch recht genau vorher sagen, weil die sicher trotzdem einem festen Rhythmus haben für die Lieferungen. ;)

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