Volkswagen denkt über China-Technik für Europa nach

Volkswagen sieht den Schritt zu einer Plattform für die europäischen Werke der VW-Marken als mögliche Option für die Zukunft, so Oliver Blume. Schließen will man diese nicht, aber man sucht noch Lösungen, wie mit der Rüstungsindustrie.
Es sei noch zu früh für eine Entscheidung, immerhin startet die neue Compact Main Platform (CMP) erst 2027 so richtig in China durch, aber es wäre auch eine Option für Europa. Im nächsten Schritt könnte man dann überlegen, welche Modelle für den europäischen Markt geeignet sind, man will immerhin keine eigene Konkurrenz.
Der VW-Konzern hat vor ein paar Tagen betont, dass die neuen Modelle für den Markt in China auch global exportiert werden könnten, allerdings nicht zu uns nach Europa. Damit würde man sich eine zu harte Konkurrenz ins Haus holen und bei uns kann man ja noch mit der alten Technik für mehr Geld die Kunden zu sich locken.
Ein Modell wie einem VW ID.4 braucht man in China beispielsweise nicht mit dieser Technik anzubieten, der kommt nicht an, Dinge wie 800 Volt sind dort normal.
Doch am Ende wird man vielleicht keine andere Wahl haben, wenn man gegen BYD, SAIC und Co. bestehen möchte. Es besteht also auch die Gefahr, dass ein wichtiger Teil (die Entwicklung einer Plattform, das Wissen, die Technik) bald abwandern.
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Nanu, ich denke, man nutzt die Software bzw. Architektur aus dem Rivian-JV für Europa bzw. Welt ohne China?
Weiterhin Chaos pur bei VW?
Es ist ja schon ein bisschen lachhaft als ursprünglich deutsche Marke technologisch fortgeschrittenere Autos zum geringeren Preis in Fernost zu produzieren, zu verkaufen und in den Rest der Welt zu exportieren, aber den „Heimatmarkt“ außen vor zu lassen, weil wir hier den alten Kram auch für den doppelten Preis gerne kaufen. Absurd 😂
Hätt ja gern die gleiche Technik, von mir aus mit Lohn- und Lieferkettenaufschlag, aber europäischer Produktion. Wär ja echt mal interessant, was da für ein Preis rauskäme.
Karosserie und Endmontage kann man in Europa machen. Aber wo in Europa? Im teuren Westeuropa oder in der Slowakei, Ungarn oder Rumänien zu 1/3 der Kosten? Ist ja auch EU, sichert aber kaum Arbeitsplätze bei uns.
Wesentliche Kostentreiber sind Entwicklung und Produktion der Komponenten. Das bekommt man auf technisch neustem Stand aus China für ca. 50-70% der dt. Kosten. Da hängt es dann vom „Lieferkettenaufschlag“ (Zoll) ab, wie günstig es dann hier wird.
Allerdings kommt das dann natürlich nicht aus der goldenen Hand eines erfahrenen deutschen Ingenieurs. Sprich: Software und Abstimmung der Systeme könnte etwas „weird“ sein. Aber auch das ist nur eine Frage der Zeit – die Chinesen sind schnell.