Deutschlands Games-Markt boomt, doch heimische Studios profitieren kaum
Der deutsche Games-Markt wächst auf 9,4 Milliarden Euro, doch heimische Anbieter kommen lediglich auf 5,5 Prozent Marktanteil.
Laut dem Jahresreport 2026 des Branchenverbandes game stieg der Umsatz 2025 um vier Prozent. Deutschland liegt damit laut Verband weltweit auf Rang fünf. Gleichzeitig spielen inzwischen 41,2 Millionen Menschen zwischen sechs und 69 Jahren. Das Durchschnittsalter beträgt 38,3 Jahre.
Games-Markt wächst vor allem mit Hardware und Zusatzkäufen
Besonders deutlich legte Gaming-Hardware zu. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro. Konsolen kamen auf ein Plus von 26 Prozent. Spielekäufe verloren dagegen an Bedeutung. Downloads und physische Spiele erzielten 807 Millionen Euro, 13 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die wichtigsten Zahlen aus dem Jahresreport:
- 4,14 Milliarden Euro Umsatz mit In-Game- und In-App-Käufen
- 1,03 Milliarden Euro Umsatz mit Gaming-Abonnements und Online-Diensten
- 23,7 Millionen Menschen spielen auf dem Smartphone
- 956 Games-Unternehmen gibt es inzwischen in Deutschland
- 125 Millionen Euro Bundesförderung sind ab 2026 jährlich vorgesehen
Die Produktionsseite bleibt schwächer. Bei Entwicklern und Publishern sank die Beschäftigung um drei Prozent auf 12.235 Mitarbeiter. Gleichzeitig stieg die Zahl der Unternehmen um vier Prozent. Von 100 Euro, die in Deutschland für Games ausgegeben werden, landen laut game nur etwa 5,50 Euro bei deutschen Anbietern.
Ich finde die Diskrepanz bemerkenswert: Deutschland ist ein riesiger Absatzmarkt und mit der gamescom zugleich ein wichtiger Branchentreffpunkt. Ob höhere Förderung und neue Studios daraus auch einen stärkeren Produktionsstandort machen können, bleibt aber abzuwarten.
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