Die PlayStation wird „digital“: Das steckt hinter der Zahl von Sony
Sony bereitet sich auf eine digitale Zukunft der PlayStation vor und stellt ab 2028 die Disc ein. Wie man immer wieder betont, sei die Plattform sowieso schon digital und die aktuellen Geschäftszahlen sollen diese Aussage weiter untermauern.
Von über 60 Millionen verkauften Spielen waren über 80 Prozent digital, so Sony im Rahmen der Geschäftszahlen. Diese Zahl beinhaltet alle Spiele für die PS4 und PS5 und nicht nur die Spiele von Sony selbst, sondern auch die von Drittanbietern.
Und genau da muss man es etwas relativieren, denn der große Anteil dieser Spiele ist nur digital erhältlich. Kleinere Indie Studios haben keine Disc, weil sowas teuer ist. Viel interessanter wäre also, wie groß der digitale Anteil bei den Spiele ist, die man auch als Disk kaufen kann. So eine Zahl gibt es von Sony allerdings nicht.
Die Zukunft des Gaming ist digital
Spielt aber auch keine Rolle, denn die Zukunft im Gaming ist digital und nach der Musikbranche und Filmbranche kommt der Wandel jetzt auch hier. Unternehmen wie Sony und Microsoft pushen das natürlich auch noch ein bisschen, denn sie sind die Besitzer der Plattform und profitieren finanziell von diesem digitalen Wandel.
Ich verstehe die Kritik der Disk-Fans, viele sind ja weiterhin aktiv und hoffen, dass sie Sony umstimmen können, aber der Wandel lässt sich nicht mehr aufhalten. Die Zahl muss zwar differenziert eingestuft werden, aber 82 Prozent sind eben auch ein eindeutiger Trend. Die rein digitale Zukunft bei Konsolen kommt auf uns zu.
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Ich wußte bisher nicht, dass die PS5 einen Plattenspieler verbaut hat. CD, DVD, BD sind digital. Frage mich daher, wie die 20% verkauft wurden, auf Vinyl? Sind das diese Sammlereditionen?
Das eigentliche Problem ist, dass man gezwungen wird in Sonys Store mit horrenden preisen zu kaufen. Spiele die es nach einem Jahr im Handel für die hälfte des UVPs gibt, kosten im PS-Store meist die volle UVP. Wenn Sony das durchziehen sollte dann sollte die EU konsequent sein und Sony dazu verpflichten alternative Stores in der EU anzubieten.
Ich finde, das ist eher ein weiterer Punkt für Sony: Die Disk ist schon lange keine Alternative mehr, die mehr Wettbewerb bringt. Die Indies produzieren sie gar nicht erst, die Großen haben Angebote nicht nötig – und wenn doch, gibt’s die meist auch oder sogar nur digital.
Das ist zwar auch unschön, aber eben schon lange so.
Interessant wäre allerdings, wie oft Disks noch weiterverkauft bzw. -verschenkt werden. Die Anzahl der Nutzer ist da ja größer als die der Käufer. Ist natürlich aus Sicht der Entwickler und Sony eher ungünstig, aber für Leute, die schon an der Konsole zu knabbern hatten (oder sie geschenkt bekamen), wichtig. Wobei ich mich frage, ob für die nicht ohnehin PC + Warez attraktiver ist.