Porsche Taycan: Statement zum möglichen Ende des Elektroautos
Stellt Porsche sein erstes Elektroauto, den Taycan, in Zukunft ein? Möglich wäre es, denn diese Meldung machte vor ein paar Tagen nicht das erste Mal die Runde. Im Interview mit der FAZ hat sich Porsche-Chef Michael Leiters jetzt dazu geäußert.
Es kommen in absehbarer Zeit neue Modelle von Porsche, wie ein neuer SUV über dem Cayenne und ein neuer Sportwagen über dem 911er, ist da noch Platz für den Taycan im Lineup? Ja. Aber vor allem ein Wort dürfte in der Aussage wichtig sein:
Beim Taycan werden wir die Zahl der Modelle weiter verringern und so Komplexität reduzieren. Kurzfristig planen wir nicht, den Taycan einzustellen. Wir haben viel in das Modell investiert und wollen beobachten, wie sich die Nachfrage entwickelt.
Heißt übersetzt: Erst werden Varianten gestrichen, was schon passiert, einstellen wird man das Modell noch nicht, weil die Investitionen schon getätigt wurden, aber langfristig war es das wohl. Sonst hätte man das „kurzfristig“ weglassen können.
Porsche: Falscher Fokus beim Taycan
Das aktuelle Upgrade für den Taycan könnte aber das letzte Upgrade sein, danach ist maximal mit einem geringen Aufwand bei der Modellpflege zu rechnen. Und in ein paar Jahren wird der Taycan vermutlich vom elektrischen Panamera abgelöst.
Dieser wurde allerdings um viele Jahre nach hinten verlegt.
Mit dem Porsche Taycan zeigte die Marke also einst ein Vorzeige-Elektroauto und begeisterte viele Kunden, er lag teilweise vor dem 911er. Danach verpasste Porsche den Anschluss und besserte eher an den falschen Stellschrauben nach. Keiner kritisierte die Ladegeschwindigkeit, aber genau da setzte Porsche weiter an.
Dinge wie eine gute Software, moderne Displays, eine bessere Haptik und mehr kamen zu spät oder sind bis heute nicht da. Stattdessen wird der Taycan mit Fake-Sound und Fake-Gangschaltung zum Verbrenner. Porsche ist durchaus auch selbst schuld, dass sich der Taycan so entwickelt hat, da wäre viel mehr drin gewesen.
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