Tim Cook verabschiedet sich als Apple-Chef
Apple feierte diese Woche ein Rekordquartal, es läuft hervorragend, weil sich die 17er-Reihe bei den iPhones weiterhin extrem gut verkauft. Aber Apple konnte auch in anderen Bereichen überzeugen, Tim Cook geht also auf dem Höhepunkt.
Ab dem 1. September übernimmt John Ternus, der neue Chef von Apple, und es war somit der letzte Call mit den Investoren für Tim Cook. Dieser nutzte die Chance im Call, um sich bei den Aktionären zu bedanken und auch zu verabschieden.
Ich möchte mir kurz die Zeit nehmen, um Ihnen allen zu danken – von unseren Aktionären, insbesondere unseren langjährigen Aktionären, die uns seit so vielen Jahren ihr Vertrauen schenken, bis hin zu den Analysten, die unser Unternehmen so aufmerksam begleitet haben. Wie Sie wissen, wird dies meine letzte Telefonkonferenz zum Geschäftsergebnis sein, und John wird diese Konferenzen künftig leiten.
Mal schauen, ob sich Tim Cook auch noch an die Nutzer von Apple wenden wird, ich hätte ja im Rahmen der WWDC vor ein paar Wochen damit gerechnet, da dies die letzte Keynote für ihn war. Oder ist es auf der September-Keynote dabei?
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Tim Cook verabschiedet sich, jetzt steht seinem Einstieg in die Politik an der Seite seines „Best Buddy“ Trump ja nichts mehr im Weg.
Dazu ein paar Anmerkungen: Tim Cook bleibt bei Apple im Aufsichtsrat, er ist nicht in der Politik aktiv. Und so sehr ich kritisiere, dass er sich an Trump anbiedert, so sehr glaube ich auch, dass Cook das nicht mit Überzeugung macht. Er ist einfach gut darin die großen Egos zu umgarnen, das ist ihm auch in der Diktatur in China gelungen.
Was bringt es uns, wenn er es tut, aber nicht mit Überzeugung? Das Ergebnis ist ja schlussendlich dasselbe, ausser dass er vielleicht ein paar Sympathiepunkte gewinnt.. Ich denke schlussendlich muss man einfach zu seinen Überzeugungen stehen, sonst ändert sich nichts zum Guten in dieser Welt. Aber das ist wohl einfach gesagt für jemanden, der nicht CEO eines Multimilliardenunternehmens ist :-).
Er macht das ja nicht aus Überzeugung, sondern nur aus Strategie ist eigentlich eine ziemlich bequeme Ausrede. Moral zeigt sich nicht daran, ob jemand privat anderer Meinung ist, sondern daran, was er bereit ist zu tun, wenn es um Macht, Einfluss und Geld geht. Wer sich mit Autokraten und Populisten anbiedert, um Geschäfte zu sichern, darf sich nicht wundern, wenn man ihn an seinen Handlungen misst.
Davon abgesehen sollte man dann aber auch nicht den moralischen Zeigefinger erheben und auf Menschenrechte oder andere Werte verweisen, wenn man selbst bereit ist, diese Prinzipien zugunsten von Macht, Einfluss oder wirtschaftlichen Interessen auszublenden. Wer bei den einen Maßstäbe anlegt, die er bei den anderen ignoriert, muss sich den Vorwurf der Doppelmoral gefallen lassen.
All diese Prinzipien scheinen offenbar nur für das einfache Volk zu gelten, während sich eine privilegierte Elite ihre eigenen Regeln schafft. Von anderen werden Werte, Haltung und Konsequenz eingefordert, aber wenn es um den eigenen Einfluss, wirtschaftliche Interessen oder politische Kontakte geht, werden plötzlich Ausnahmen gemacht.
Moral und Verantwortung gelten halt nicht für alle gleichermaßen.
Ich empfinde Tim als eine sehr unangenehme Persönlichkeit, ähnlich wie viele andere Tech-Milliardäre, deren Auftreten und Einfluss ich ebenfalls kritisch sehe.