Kassenpflicht ab 2028: Handel warnt vor neuen Kosten

Der HDE sieht nicht nur die digitale Bonpflicht kritisch, sondern lehnt die geplante Kassenpflicht ab 100.000 Euro Jahresumsatz in ihrer vorgesehenen Form ab.

Die generelle Registrierkassenpflicht soll nach den aktuellen Plänen zum 1. Januar 2028 starten. Der Handelsverband Deutschland unterstützt nach eigenen Angaben zwar den Kampf gegen Steuerhinterziehung und manipulierte Kassensysteme, hält die geplante Regelung aber für zu pauschal.

Kritik gibt es vor allem an der Umsatzgrenze. Sie würde laut HDE auch Unternehmen treffen, die trotz mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz nur wenige Bargeschäfte abwickeln. Der Verband fordert deshalb, den tatsächlichen Barumsatz stärker zu berücksichtigen.

Handelsverband fordert Ausnahmen und Ende der Bonpflicht

Der Verband nennt mehrere Punkte, die aus seiner Sicht geändert werden sollten:

  • Kassenpflicht stärker am Barumsatz ausrichten
  • gesetzlich festgelegte Ausnahmen schaffen
  • allgemeine Bonpflicht abschaffen
  • Belege nur auf Verlangen ausgeben
  • mehr Kontrollen gegen gezielten Steuerbetrug

Zusätzliche Kritik übt der HDE an der geplanten digitalen Belegbereitstellung. Diese verursache weitere technische und finanzielle Belastungen. Auch der Start Anfang 2028 komme angesichts notwendiger technischer Anpassungen zu früh.

Ich sehe bei der geplanten Kassenpflicht noch einige offene Fragen. Entscheidend wird sein, ob der Gesetzgeber bis zum Start 2028 eine Regelung findet, die Steuerbetrug wirksam erschwert, ohne Unternehmen unnötig mit zusätzlicher Bürokratie zu belasten.


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  1. Hanseat ☀️

    Ich verstehe nicht, warum erst ab 100.000 € Jahresumsatz? Dürfen also Kioske, Cafés, Frisöre, Imbisbuden usw. weiterhin unbehelligt Steuern hinterziehen?

    1. RolliC 🏆

      Du hast keine Ahnung von Kosten in diesen Betrieben, Warenhandelskalkulationen, Bürokratieaufwand und offensichtlich auch nicht von der Arbeitsleistung, die in solchen Betrieben erbracht wird, sonst würdest Du so einen Irrsinn hier nicht schreiben… Aber nur weiter so… Es machen sich ne Menge Leute kaputt, damit IHR was zu „Fressen“ habt und offnsichtlich besteht ernsthaft die Annahme, am Ende des Monats würde sogar so was wie ein Mindestlohn übrig bleiben… Irgendwann gibts diese Betriebe schlicht nicht mehr, weil Niemand mehr Interesse daran hat, 80 Stunden und mehr pro Woche für einen Nettolohn zu malochen, der kaum die eigene Familie ernährt. Na ja, kann Euch demnächst Eure Freundin die Haare schneiden, falls Ihr eine habt. *g*

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