Digitale Bonpflicht: Händler warnen vor hohen Kosten

Die Bundesregierung will Papierbons ab 2028 abschaffen, doch der HDE kritisiert die geplante Pflicht zu digitalen Belegen.

Nach Darstellung des Handelsverbands Deutschland widerspricht die geplante Regelung dem Koalitionsvertrag, der eine Abschaffung der Bonpflicht vorsieht. Stattdessen würde die Belegpflicht lediglich digital fortgeführt. Händler könnten dafür Kassensysteme nachrüsten oder teilweise komplett ersetzen müssen.

Unklar ist zudem, wann die neue Version 3.0 der Kassenschnittstelle DSFinV-K fertiggestellt und von Kassenherstellern unterstützt wird. Der HDE rät deshalb von vorschnellen Neuanschaffungen ab.

Digitale Bonpflicht könnte neue Kassensysteme erfordern

Diese Punkte kritisiert der HDE besonders:

  • Digitale Belege sollen ab 1. Januar 2028 verpflichtend werden.
  • Ab 100.000 Euro Umsatz ist ebenfalls ab 2028 eine Kasse vorgeschrieben.
  • Bei älteren Systemen könnten teure Nachrüstungen oder Neukäufe nötig sein.
  • Bei bestimmten Waagen-Kassen-Systemen sind EU-rechtliche Fragen offen.

Der Verband fordert zudem häufigere Kontrollen statt neuer technischer Vorgaben. Nach seiner Darstellung muss ein potenzieller Steuerbetrüger statistisch höchstens alle 150 Jahre mit einer Kontrolle rechnen.

Ich halte digitale Belege grundsätzlich für sinnvoll. Eine verpflichtende Umstellung sollte aber logischerweise erst verpflichtend starten, wenn technische Standards und europarechtliche Fragen geklärt sind.


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  1. Maximilian ♾️

    Was für hohe Kosten entstehen dabei denn bitte? Gegenüber den Papierkosten ist das digitale für die paar Server gleich null.

  2. Hazz 🔅

    Den Dönermann um die Ecke wird das wenig interessieren. Dort wird weiterhin sehr oft Steuerbetrug betrieben, wundern einen jedoch nicht bei den enormen Steuerabgaben und Personalkosten in Deutschland.

    1. Roanzp 👋

      Die deutschen Handwerker und Friseurmeisterinnen sowie Gastronomen und Cafe Betreiber nicht vergessen

      1. Hazz 🔅

        Ich denke da wird aber weitaus weniger Steuerbetrug betrieben. Ich finde auch 100k Umsatz extrem niedrig angesetzt. Das muss man eigentlich schon fast bei 1 Mitarbeiter erreichen, um halbwegs davon leben zu können. Ich frage mich eh wie kleine Bäckerläden 3-4 Mitarbeiter bezahlen können.

        1. mccrain 🪴

          Bäckerläden mit deutschen oder türkischen Backwaren?

        2. Neuhier 🔆

          Ich denke da wird aber weitaus weniger Steuerbetrug betrieben.

          Interessant…. Erzähl mal mehr

    2. Carlo 🔅

      Das ist pauschaler Humbug und absolut voller Vorurteile.

    3. Iatros 🍀

      Dort wird weiterhin sehr oft Steuerbetrug betrieben,

      Hast du da valide Belege für oder ist das nur „gefühlte Wahrheit“ gespeist aus’nem Haufen Ressentiments?

  3. Ronald 🔅

    Die vom HDE sind echt lustige Gesellen.
    Aus dem Koalitionsvertrag…

    Wir schaffen die Bonpflicht ab. Für Geschäfte mit einem jährlichen Umsatz von über 100.000 Euro führen wir ab dem 01.01.2027 eine Registrierkassenpflicht ein.

    Sich auf den ersten Satz berufen und den direkt darauf folgenden Satz dann nicht beachten wollen.
    Rosinenpickerei par excellence.

  4. Zapustal 👋

    Der Autor sollte sich informieren. Deutschland hat die verpflichtende Einführung der elektronischen Registrierkassen seit Jahren aufgeschoben und verschlafen.

    Das rumgeheule kommt von der Pflicht Kartenzahlung anbieten zu müssen. Auch auf Wochenmärkte und Weihnachtsmärkten sowie Restaurants 😉

    1. René Hesse ♾️

      Das ist mir bekannt, warum sollte ich mich hier informieren?

  5. Valentin ☀️

    Wenn Händler ein was können, dann ist es rumheulen. Die Systeme hätten längst angeschafft werden können. Bisher war es ja auch schon möglich, digitale Bons raus zu geben.

    1. Maximilian ♾️

      Lidl, Rewe, Rossmann und Edeka haben es ja schon eingeführt und dort läuft es einwandfrei

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