Neato-Saugroboter: Vacuula ersetzt die bisherige Cloud-Anbindung

Das Open-Source-Projekt Vacuula ermöglicht es, zahlreiche Neato-Saugroboter über einen eigenen Server wieder vollständig zu steuern.

Die Software ersetzt die bisherige Cloud-Anbindung durch eine selbst betriebene Lösung. Besitzer kompatibler Geräte können damit wieder auf Funktionen wie Karten, Reinigungszonen und Zeitpläne zugreifen.

Das Projekt richtet sich insbesondere an Nutzer, deren Roboter durch den Wegfall der Herstellerdienste eingeschränkt wurden und die nicht am Austauschprogramm teilgenommen haben.

Vacuula unterstützt zahlreiche Neato-Saugroboter

Aktuell werden die Modelle Neato D3, D4, D5, D6 und D7 sowie D800, D8, D9 und D10 unterstützt. Der ältere BotVac Connected steht ebenfalls auf der Entwicklungsliste, funktioniert derzeit aber noch nicht mit Vacuula.

Zu den bereits verfügbaren Funktionen gehören:

  • Einrichtung und Statusanzeige des Saugroboters
  • Kartenansicht und vergangene Reinigungsvorgänge
  • Zeitpläne und Geräteeinstellungen
  • Reinigungszonen und virtuelle Sperrlinien
  • Mehrere Reinigungszonen bei Geräten der vierten Generation

Weitere Funktionen befinden sich in Entwicklung. Dazu zählen Benachrichtigungen, eine Home-Assistant-Entität und die Möglichkeit, den Roboter gezielt zu einer bestimmten Stelle zu schicken.

Für den Betrieb wird ein dauerhaft erreichbarer Server benötigt. Vacuula lässt sich unter anderem über Docker Compose, als Home-Assistant-App oder eigenständig installieren. Die Entwickler stellen außerdem einen Installer für Windows, Linux und macOS bereit, mit dem sich kompatible Roboter für den alternativen Server konfigurieren lassen. Dabei gelten je nach Modell und Betriebssystem Einschränkungen.

Eine fertige öffentliche Community-Serverlösung gibt es bislang nicht. Nutzer müssen daher selbst geeignete Hardware bereitstellen und die Einrichtung übernehmen. Die Software steht auf GitHub unter der freien AGPL-3.0-Lizenz zur Verfügung.

Vacuula ist damit vor allem für technisch versierte Neato-Besitzer interessant. Das Projekt macht deutlich, dass funktionierende Hardware nicht zwangsläufig ausgemustert werden muss, nur weil die zugehörige Cloud-Infrastruktur verschwindet.


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