Das Unternehmen Visa startet ein Programm zur Erprobung von KI-gestützten Zahlungen im europäischen Handel.

Visa hat gemeinsam mit Partnerbanken das Programm „Agentic Ready“ gestartet, um Zahlungen durch KI-Agenten unter realistischen Bedingungen zu testen. Zu den ersten Teilnehmern zählen die Commerzbank und die DZ Bank, die entsprechende Transaktionen in einer kontrollierten Umgebung erproben.

Laut Unternehmensangaben sollen Banken und Händler so frühzeitig Erfahrungen mit automatisierten Kaufprozessen sammeln. Dabei agieren KI-Systeme im Auftrag von Nutzern und können eigenständig Transaktionen auslösen, während die Kontrolle weiterhin beim Kunden verbleibt.

Visa testet KI-Zahlungen mit europäischen Banken

In der ersten Phase steht die technische Validierung im Fokus. Geprüft wird, ob KI-initiierte Zahlungen sicher, skalierbar und zuverlässig abgewickelt werden können. Grundlage sind bestehende Technologien wie Tokenisierung und biometrische Authentifizierung, die eine eindeutige Zuordnung von Transaktionen ermöglichen sollen.

Teilnehmende Banken im Überblick:

  • Commerzbank und DZ Bank aus Deutschland
  • Barclays, HSBC UK und Santander
  • Raiffeisen Bank International und Erste Group
  • Weitere europäische Institute

Visa verfolgt mit dem Programm laut eigenen Angaben das Ziel, den Handel stärker zu automatisieren und kontextbasierte Kaufentscheidungen durch KI zu ermöglichen. Erste Erfahrungen aus anderen Weltregionen fließen in die Entwicklung ein.

Ich sehe darin einen logischen nächsten Schritt im digitalen Zahlungsverkehr, wobei entscheidend sein wird, wie transparent und kontrollierbar solche KI-gestützten Prozesse für Nutzer tatsächlich bleiben.


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  1. Stefan K. 🔅

    Haltet mich für altmodisch oder Anti-Fortschritt, aber Einkäufe werde ich nicht für mich automatisiert ablaufen lassen. Ist zwar schön und gut, wenn mir die absolute Kontrolle über solche KI-Agenten versprochen wird, aber wer kann das wirklich rechtssicher garantieren? Was, wenn wirklich was gegen meinen Willen automatisiert bestellt wird im Hintergrund – der angesprochene Fall, dass ein Produkt alle wird und automatisiert nachbestellt – obwohl noch mehr als genügend von dem Produkt vorhanden ist? Wie ist das bei einer Reklame, wird das auch alles automatisiert von KI-Agenten abgewickelt? Ich sehe mich da mehr mit Recherche und Kontrolle der getätigten Einkäufe beschäftigen, sodass die proklamierte Zeitersparnis quasi wieder bei 0 landet, sodass ich genauso gut händisch wie sonst auch suchen und bestellen kann.

    Also ich bleibe da bis auf weiteres sehr skeptisch und verzichte darauf.

  2. Dom 🏆

    Vielleicht habe ich auch einfach Scheuklappen auf, aber was genau soll das jetzt bringen?
    Verstehe nicht, was das jetzt mir als Kunden für einen Vorteil bringen sollte.

    1. René Hesse ♾️

      Im Kern geht es darum, dass nicht mehr du jeden Kauf selbst anstoßen musst, sondern eine Art digitaler Assistent das für dich übernimmt. Du legst einmal fest, was du brauchst oder willst, und der Rest läuft im Hintergrund automatisch.

      Das kann zum Beispiel heißen, Dinge des Alltags werden nachbestellt, wenn sie leer sind, oder Käufe passieren genau dann, wenn der Preis gerade gut ist. Du musst also weniger selbst vergleichen, klicken oder dran denken.

      Man muss der Sache aber auch vertrauen können. Am Ende wird sich zeigen, ob das wirklich praktisch ist oder eher nervt, wenn etwas falsch läuft oder man doch lieber selbst die Kontrolle behält.

      1. Sam 🏆

        Könnte mir auch vorstellen, dass zusätzlich die Hemmschwelle zur Bestellung bei Shops, bei denen man noch kein Konto hat, gesenkt werden soll und so Spontankäufe gefördert werden sollen. Wenn die KI alles übernimmt, muss man sich nicht mehr mit der Eingabe von irgendwelchen Daten kümmern oder x Schritte im Bestellprozess durchgehen. Einfach im Warenkorb auf kaufen klicken und fertig.

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