Der BMW i7 ist noch nicht das Ende der Fahnenstange im BMW-Konzern, darüber gibt es noch den Rolls-Royce Spectre. Dieser tut sich bisher allerdings schwer als Elektroauto und die Modellpflege dürfte daran vermutlich gar nicht so viel ändern.
Während BMW bei der Neuen Klasse mit einem großen Sprung bei Technik und Co. wirbt, so blieb dieser Sprung beim elektrischen 7er bisher noch aus. Und auch beim Spectre Series II ist es nicht anders, denn es gibt weiterhin keine 800 Volt-Technik.
Mitteklasse-Technik zum hohen Preis
In der Mittelklasse kann man noch darüber streiten, ob das dabei sein muss, wenn wir aber über Elektroautos für 400.000 Euro oder mehr sprechen, dann muss da alles drin sein, was es gibt. Nicht nur viel Luxus, sondern auch modernste Technik.
Dank einem 112 kWh großen Akku konnte man die Reichweite beim neuen Spectre immerhin auf 650 km steigern, die knapp 500 km waren bisher bescheiden. Und mit bis zu 500 kW (680 PS) gibt es auch noch ein kleines bisschen mehr Power.
Dennoch, das ist für ein Upgrade zu wenig und überzeugt nicht, bei so einem Auto darf ein iX3 nicht die technisch bessere Basis sein. Luxus hin oder her. Kein Wunder also, dass man das Elektro-Ziel bei Rolls-Royce gekippt hat und noch eine Weile am Verbrenner festhält. Der V12 „ist Teil der Geschichte“ und bleibt im Programm.
Die Übergangszeit zur Elektromobilität ist keine leichte Zeit für etabliere Marken in diesem Segment, denn ein technisch großer Sprung wäre teurer geworden, den alten Verbrenner am Leben zu halten kostet aber auch Geld. Man will sowohl die alten Kunden als auch neue Kunden abholen, dieser Spagat gelingt nicht immer.
BMW konnte letztes Jahr nur knapp 1.000 Spectre verkaufen, das ist etwa ein Sechstel bei Rolls-Royce. Mit diesem Stand ist klar, warum man das Ziel gekippt hat, dass RR ab 2030 schon eine vollelektrische Luxusmarke ist. Und mit Upgrades wie diesem wird sich dieses Ziel vermutlich um viele weitere Jahre verschieben.
Ein Spectre ist nicht nur ein reines Luxusauto, er müsste technisch auch das Vorzeigemodell im Konzern sein. Bei den teuren Verbrennern kann man auch keinen V8 einbauen, wenn Kunden einen V12 wollen. Beim Elektroauto ist das nicht anders.
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