Die Bundesnetzagentur startet eine Anhörung zur möglichen Mitnutzung von Mobilfunkfrequenzen unter 1 GHz durch 1&1.

Die Behörde eröffnet ein schriftliches Verfahren zur kooperativen Nutzung gleichwertiger Frequenzen in den Ausbaugebieten der 1&1 Mobilfunk GmbH. Hintergrund sind Auflagen aus der Verlängerung bestehender Frequenznutzungsrechte. Präsident Klaus Müller erklärte, interessierte Kreise könnten sich zu möglichen Änderungen der Zuteilungen äußern.

Anhörung zur kooperativen Mitnutzung von Frequenzen unter 1 GHz

Den etablierten Netzbetreibern Telekom, Telefónica und Vodafone wurden Nutzungsrechte in mehreren Frequenzbereichen verlängert. Zugleich wurden sie verpflichtet, auf Nachfrage mit 1&1 über eine gemeinsame Nutzung von Frequenzen unterhalb von 1 GHz zu verhandeln. Bis Ende 2025 kam keine Einigung zustande.

Worum es konkret geht

  • Prüfung einer verpflichtenden Mitnutzung
  • Betroffene Ausbaugebiete von 1&1
  • Mögliche Auflagen für einzelne Netzbetreiber
  • Stellungnahmen bis 18. März 2026

Die Anhörung soll klären, ob und wie eine solche Mitnutzung angeordnet wird. Ziel sei laut Behörde mehr Transparenz bei Frequenzzuteilungen. Ich halte das Verfahren für relevant, weil es den Wettbewerb stärken kann.

Info

Verständlich erklärt: Die drei großen Mobilfunkanbieter nutzen besonders wichtige Funkfrequenzen, die für eine gute Netzabdeckung auf dem Land und in Gebäuden sorgen. Der Anbieter 1&1 verhandelt mit ihnen darüber, diese Frequenzen in bestimmten Gebieten mitnutzen zu dürfen, um sein eigenes Netz schneller auszubauen. Weil es bisher keine Einigung gibt, prüft die Bundesnetzagentur nun, ob sie die etablierten Anbieter verpflichten soll, solche Frequenzen mit 1&1 zu teilen.


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  1. EV6-Driver 🌟

    Bleibt fraglich, ob sich dadurch die aktuelle Netzqualität von 1&1 wirklich verbessert. Seit dem Wechsel von Telefonica zu Vodafone haben in unserer Region viele 1&1 Kunden massive Probleme mit dem mobilem Internet und auch mit der Telefonie.
    Ich kenne einige, die deswegen schon ihre Verträge vorzeitig gekündigt hatten und zu O2 gewechselt sind, manche beißen sogar in den sauren Apfel und lassen ihren 1&1 Vertrag ungenutzt, bis zum auslaufen liegen und nutzen parallel, mit Rufumleitung den O2 Vertrag.

  2. icke 👋

    Muss 1&1 nicht Strafe zahlen, weil sie den Ausbaustatus nicht schaffen? War da nicht mal was?

    1. EV6-Driver 🌟

      Jein. Die Bundesnetzagentur hat 2023 ein Bußgeldverfahren gegen alle 4 Netzbetreiber (1&1; Telekom; Vodafone und Telefonica) eingeleitet, weil alle das Ausbauziel nicht erreicht haben, der eine (1&1) mehr, die anderen weniger. Das Bußgeld wurde wegen diverser Gründe jedoch ausgesetzt.

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