Bundesnetzagentur zieht Millionen unsichere Produkte aus dem Verkehr

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Ihr wisst schon: Symbolbild

Im Jahr 2018 hat die Bundesnetzagentur den Verkauf von über 10 Millionen Produkten im Online-Handel verboten.

Die Bundesnetzagentur hat aktuell ihren ganz eigenen „Jahresrückblick“ veröffentlicht. Über 10 Millionen Geräte, die Funkstörungen bzw. elektromagnetische Unverträglichkeiten verursachen, wurden demnach im Jahr 2018 aus dem Verkehr gezogen. Sie dürfen in der EU nicht vertrieben werden.

Weitere 1,63 Millionen Produkte hat die Behörde 2018 mit Vertriebsverboten oder Korrekturmaßnahmen bei Herstellern und Händlern in Deutschland belegt. Die festgestellten Mängel reichen von fehlenden Kennzeichnungen und Produktinformationen bis hin zu unzulässigen Frequenznutzungen oder zu hohen Sendeleistungen.

Die Ermittlungen der Bundesnetzagentur richteten sich nach eigenen Angaben im Jahr 2018 besonders auf einzelne Händler, die hohe Stückzahlen im Internet anboten. Die Überprüfung findet dabei vermehrt durch anonyme Testkäufe statt.

Gadgets aller Art betroffen

Unter den insgesamt 10,21 Millionen Geräten befanden sich 4,14 Millionen Bluetooth-Lautsprecher, 2,42 Millionen Smartwatches sowie 508.200 Mobilfunkgeräte und knapp 123.000 ferngesteuerte Drohnen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag mit über 2,5 Millionen Stück bei drahtlosen Kopfhörern, die Störungen in sicherheitsrelevanten Frequenzbereichen wie z.B. des Polizeifunks oder des Rettungsdienstfunks verursachen können.

Zusammenarbeit mit dem Zoll

Im Jahr 2018 hat der Zoll 17.000 verdächtige Warensendungen an die Bundesnetzagentur gemeldet. Insgesamt umfassten diese Meldungen 240.000 Produkte. In mehr als 87 Prozent der Fälle erfolgte dabei keine Freigabe der Produkte für den deutschen Markt.

Die von der Bundesnetzagentur geprüfte Anzahl von Gerätetypen im deutschen Einzelhandel belief sich im Jahr 2018 auf über 4.600. Die Behörde hat insgesamt 112 Vertriebsverbote und 713 Festsetzungsschreiben zur Behebung formaler Mängel für nicht konforme Produkte erlassen. Es waren rund 1,63 Millionen Produkte betroffen.

Weitere Informationen sowie Statistiken der Bundesnetzagentur zur Marktüberwachung 2018 sind in diesem PDF (1,1 MB) zu finden.

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