Die Mercedes-Benz Group hat im ersten Quartal 2026 insgesamt 499.700 Pkw und Vans abgesetzt – ein Rückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Laut Unternehmensangaben verlief das Ergebnis im Einklang mit den eigenen Erwartungen. Der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge stieg konzernweit um 11 %, während die starke Nachfrage nach neu eingeführten Modellen den laufenden Modellhochlauf stützte. Besonders der neue vollelektrische CLA, der in Europa zum „Car of the Year 2026“ gewählt wurde, trieb das BEV-Wachstum in Europa (+34 %) und Deutschland (+36 %) maßgeblich voran.
Das Pkw-Segment Mercedes-Benz Cars verzeichnete 419.400 Einheiten (-6 %). Ohne den chinesischen Markt stieg der weltweite Absatz um 5 %, getragen von deutlichen Zuwächsen in Europa (+7 %), Deutschland (+9 %) und den USA (+20 %).
In China hingegen belasteten Modellzykluseffekte, makroökonomische Unsicherheiten und ein intensiver Wettbewerb die Verkaufszahlen erheblich, der Absatz dort fiel um 27 %.
Mercedes-Benz Vans: eVans mit starkem Wachstum
Mercedes-Benz Vans setzte im ersten Quartal 80.300 Fahrzeuge ab (-3 %), wobei der Absatz von eVans um 29 % zulegte und den globalen Elektroanteil auf 8 % (Q1 2025: 6 %) hob.
Laut Unternehmensangaben blieb die Nachfrage nach gewerblichen Large Vans stabil (+4 %), während das volatile Marktumfeld sowie rückläufige Midsize-Van-Verkäufe in China den Gesamtabsatz dämpften. Einen positiven Gegenimpuls setzte die Region Rest of World mit einem Wachstum von 35 %.
Highlights der Produktoffensive im Überblick:
- Weltpremieren von S-Klasse, Mercedes-Maybach S-Klasse, GLE, GLS und VLE im ersten Quartal
- Auftragsbücher für elektrischen CLA, GLB und GLC bis weit in die zweite Jahreshälfte gefüllt
- Weltpremiere der neuen vollelektrischen C-Klasse für April 2026 angekündigt
- Werk Rastatt und Werk Bremen laufen laut Unternehmensangaben im Drei-Schicht-Betrieb
Ich halte die Quartalszahlen für ein klares Signal, dass Mercedes-Benz den Elektro-Hochlauf ernsthaft betreibt: Die Nachfragezahlen für den CLA und den elektrischen GLC sind bemerkenswert stark, und die volle Auslastung der Werke zeigt, dass das Unternehmen hier nicht nur kommuniziert, sondern liefert. Die China-Schwäche bleibt ein strukturelles Risiko, das auch durch neue Modelle nur mittelfristig adressiert werden dürfte.
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