Deutschland im Cyberkrieg: Versicherer warnen vor massiven Sicherheitslücken

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Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft warnt vor einer deutlich verschärften Cyberbedrohungslage für Unternehmen in Deutschland.

Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entstehen täglich rund 280.000 neue Schadprogramm-Varianten. Die Angriffe erfolgen zunehmend professionell und treffen nicht nur einzelne Großereignisse, sondern dauerhaft unterschiedliche Zielgruppen. Deutschland gilt dabei international als eines der bevorzugten Ziele staatlich gesteuerter Cyberoperationen.

Besonders betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen. Rund 80 Prozent aller Ransomware-Fälle richten sich laut Bericht gegen diese Gruppe. Im Zeitraum von Juli 2024 bis Juni 2025 wurden etwa 950 Fälle offiziell erfasst, wobei von einer höheren Dunkelziffer ausgegangen wird. Viele Unternehmen erfüllen nur grundlegende Sicherheitsanforderungen und setzen zentrale Schutzmaßnahmen wie Multi-Faktor-Authentifizierung oder regelmäßige Updates nicht konsequent um.

GDV fordert breitere Cyberabwehr und mehr praktische Unterstützung

Der GDV fordert, dass die Zuständigkeit des BSI stärker auf die gesamte Wirtschaft ausgeweitet wird und Unternehmen stärker praktisch unterstützt werden. Neben Standards sollen vor allem leicht nutzbare Prüfwerkzeuge helfen, IT-Sicherheit besser umzusetzen. Versicherer sehen sich dabei als ergänzenden Faktor, der Prävention und Absicherung verbindet.

Insgesamt zeigt sich aus meiner Sicht ein deutlicher Widerspruch zwischen wachsender Bedrohung und weiterhin unterschätztem Sicherheitsniveau in vielen Betrieben, was den Handlungsdruck spürbar erhöht.

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