Das neue E-Auto-Förderprogramm unterstützt Privatpersonen beim Kauf und Leasing von Elektrofahrzeugen mit bis zu 6.000 Euro.

Das Programm gilt (wie erwartet) für alle Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026 und umfasst batterieelektrische Fahrzeuge, bestimmte Plug-in-Hybride sowie Elektroautos mit Reichweitenverlängerer. Die Förderung ist abhängig von Fahrzeugtyp, Einkommen und Familiengröße und kann zwischen 1.500 und 6.000 Euro betragen.

Laut Angaben der Bundesregierung stehen insgesamt drei Milliarden Euro zur Verfügung, womit geschätzt 800.000 Fahrzeuge gefördert werden sollen. Die Anträge können rückwirkend gestellt werden, das entsprechende Online-Portal soll im Mai 2026 freigeschaltet werden.

Förderbedingungen und soziale Staffelung für Elektroautos

Die Basisförderung beträgt 3.000 Euro für batterieelektrische Fahrzeuge und 1.500 Euro für Plug-in-Hybride oder Range-Extender. Fahrzeuge mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb müssen maximal 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben.

Ab dem 1. Juli 2027 wird eine Anpassung der Förderung für neu zugelassene Plug-in-Hybride geprüft, die sich an den realen CO2-Emissionen orientiert. Alle geförderten Fahrzeuge müssen mindestens 36 Monate genutzt werden.

Wichtige Aspekte der sozialen Staffelung

  • Einkommensgrenze bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen (entspricht dem Medianeinkommen von Neuwagenkäufern), erhöht sich je Kind um 5.000 Euro.
  • Zusätzlicher Bonus von 1.000 Euro für Haushalte unter 60.000 Euro und weitere 1.000 Euro für Haushalte unter 45.000 Euro.
  • Pro Kind erhöht sich die Fördersumme um 500 Euro, maximal um 1.000 Euro.
  • Gleiche Staffelung für Kauf und Leasing von Elektroautos.
  • Weitere Details: Fragen und Antworten zum neuen E-Auto-Förderprogramm

Die Antragstellung muss spätestens ein Jahr nach der Zulassung erfolgen. Alle Unterlagen wie Steuerbescheide können digital eingereicht werden, um die Bearbeitung zu beschleunigen.

Ich halte die Maßnahme für eine klare Förderung der privaten Elektromobilität, da sie Haushalte unterschiedlicher Einkommensgruppen berücksichtigt und den Zugang zu E-Autos erleichtert. Grundsätzlich bin ich allerdings kein Freund solcher Maßnahmen. Ich befürchte, dass die Hersteller die Förderung einpreisen und einige Rabatte zurückfahren werden.


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  1. Christian 🏅

    Jetzt müsste es nur noch interessante Modelle geben :(
    Finde irgendwie für mich nichts. Was nimmt denn der Durchschnittsdeutsche, der ein Kind hat und einen Kombi möchte?

    1. Der nimmt mittlerweile keinen Kombi mehr, sondern einen mittelgroßen oder kompakteren SUV, wie aktuell einen Elroq. Wenn er unbedingt einen möchte, dann hat er leider nicht viel Auswahl, oder muss tiefer in die Tasche greifen. Aber als Marke lohnt sich das nicht so sehr, daher ist die Auswahl begrenzt.

      1. Christian 🏅

        Scheint so der zahn der Zeit zu sein. Aber war vorher das Huhn oder das Ei?!
        Ich meine, dass bei fast allen Autoreviews Hochglanzplastik im Innenraum negativ bewertet wird. Ich kennen keinen, der das gut findet. Aber trotzdem wird es gebaut und verkauft. Aber nun gut.

        Da ich ja auch einen Skoda fahre, wäre der Elroq schon naheliegend. Allerdings mit einem (deutlich?) kleineren als aktuell im Octavia. Und der Enyaq ist optisch sehr mein Fall. Preislich allerdings im Vergleich (zu Octavia, Leon, Golf Variant) für mich unattraktiv.

        Ich bin nun umgezogen und habe auch eine Garage mit Steckdose. Von daher schaue ich schon nach E-Fahrzeugen. Wenn ich mir allerdings anschaue, was es da so gibt was MIR gefällt, dann wird es da sehr dünn. Und bei den Verbrennern ist die Auswahl eben noch viel größer. Und die Preise irgendwie auch noch günstiger.

        1. Falls kaufen eine Option für die ist und dir auch der alte Enyaq gefällt, dann schau mal auf dem Gebrauchtmarkt, da sehe ich immer wieder passable Preise (ich suche aktuell auch ein Elektroauto in dieser Größe und überlege, ob ich einen alten Enyaq kaufe, bevor ich einen neuen lease).

    2. gork 🏆

      Wir schielen auf den e-c3 Aircross. Mit der verdoppelten Förderung von Citroen kommt man da auf SEHR attraktive Preise

      1. René Hesse ♾️

        Kannst du dann gerne mal berichten, was du für eine akzeptable Ausstattung am Ende wirklich zahlst

        1. gork 🏆

          Hab noch etwas recherchiert und ja, mit vernünftiger Ausstattung sieht es nicht mehr ganz so attraktiv aus.

          Werden aber aus anderen Gründen definitiv kein Stellantis-EV mehr kaufen. Stichwörter Reparaturfeindlichkeit, Garantie, Kulanz etc.

          Leasen würde eventuell noch infrage kommen. Aber niemals kaufen. Übel, was die da abziehen https://evclinic.eu/2024/11/03/if-you-drive-a-stellantis-vehicle-may-god-help-you-part-3/

      2. Christian 🏅

        Ja, also Stellantis würde bei mir komplett durchfallen.

  2. Felix 🔆

    Leasing Angebote sind durch die Bank weg alle extrem viel schlechter geworden, die Händler sacken sich die Prämie komplett ein. Die Prämie ist wiedermal ein Totalschaden.

  3. Hubert0815 👋

    Warum nicht einfach die Steuerlast für alle senken (oder abschaffen wie z.B. die Einkommenssteuer) und den Menschen ihr Geld lassen?

    1. Dom 🏆

      Weil das die Lobby nicht will. Wäre aber sicher die bessere Idee. Oder die Streichung der Mehwertsteuer auf Grundnahrungsmittel

  4. Sam 🎖

    „Alle geförderten Fahrzeuge müssen mindestens 36 Monate genutzt werden.“

    Immerhin wurde bei den Aspekt aus der Vergangenheit gelernt.

    Andererseits werden jetzt schon wieder die ersten Deals zum Thema „Fiat 500e für 3 Jahre umsonst leasen“ gepostet. So richtig nachhaltig ist das ja nicht gerade…

    1. Mårtiň 🌀

      Problem dabei? Du musst dann einen Fiat 500e fahren 🤣

      1. Sam 🎖

        Du kannst auch einen Dacia Spring oder Leapmotor T03 nehmen :D

        Denke mal der Fiat ist da noch die beste Wahl und als kostenloser Zweitwagen ja durchaus zu gebrauchen.

  5. Sam 🎖

    Macht mal mit und erstellt von APL oder Carwow etc. heute noch Screenshots von den aktuellen Angeboten von ein zwei Autos ohne Förderung. Und wenn die Förderung dann läuft, schauen wir mal, ob sich am Preis irgendwas geändert hat oder die Fahrzeuge wie letztes Mal zufällig im Preis gestiegen sind, so dass der Endpreis gleich bleibt.

    Dieses Mal könnte es durch die variablen Boni wenigstens teilweise funktionieren.

  6. Robert 💎

    Die Förderung ist vollkommen am realen Bedarf vorbei geplant. Wer in der Zielgruppe kauft sich eine Neuwagen? Die Preise passen der Neuwagen für Familien sind doch absolut wahnwitzig die würdest du mit diesem Einkommen niemals neu kaufen. Es wirkt so, als ob die Förderung vor allem auf Rentner zugeschnitten ist. Die können nämlich auch davon profitieren und haben in der Regel deutlich geringere Einnahmen.

    1. Stefan 🌟

      Muss dir leider Recht geben. Wie immer totaler Blödsinn von der CxU …

    2. Aaron Matthiesen 🏅

      Öhm – gerade bei Autos mit einem kleineren Listenpreis machen die 4.000 – 6.000 doch relativ gesehen einen wirklich großen Unterschied – und wenn das Auto einen Listenpreis von um die 25k hat (zu dem ja oft Hersteller-Rabatte kommen), landen wir auf einmal bei Preisen von deutlich unter 20k. Muss man ja nicht in bar zahlen – und es kommen eben die geringeren jährlichen Kosten dazu.

      Und auf einmal sieht man dann einen Deal von Citroen mit dem kleinsten E-C3 für 8.000 Euro (klar, dann mit dem Rabatt mit 2 Kindern und mit der Holzaustattung, aber auch wenn es ein paar tausend Euro mehr am Ende werden, kann man doch durchaus versuchen, sich das Meckern zu verkneifen, auch wenn es sich eingebürgert hat).

      1. Stefan 🌟

        versteh deinen Punkt. Ich hab mir tatsächlich auch schon mal Dacia Spring und BYD Dolphin Surf als Zweitwagen angeschau – aber ich befürchte die Hersteller werden die Prämie einpreisen und wenn ich mir überlege wenn man unter 45k€ HAUSHALTSeinkommen hat wird ein Auto für 25k€ glaub ich einfach unrealistisch. Klar, wenn es Richtung 80k€ geht wird es immer realistischer, aber ich bin der Meinung wenn es um die Personen gehen sollte, dann hätte man Gebrauchte mit eingenommen (mit einer Einschränkung, dass keine Förderung aus alten Förderungen gezahlt hätte werden dürfen).

        Ich hoffe es hilft der eMobilität, aber ich hätte z.B. PHEVs und eREVs da rausgelassen…

    3. Dom 🏆

      Das meiste wird übers Leasing gehen.
      Da wirds wieder relativ okaye Angebote geben mit 3000€ Anzahlung. Vielleicht haben ein paar größere Autohäuser auch Berater die dir die genaue Förderhöhe berechnen und dann eine andere Anzahlung berechnen.

      Aber ich stimm dir prinzipiell schon zu. Das ist völliger Quatsch so.

  7. Stefan 🌟

    Gebrauchte Fahrzeuge werden aber nicht gefördert oder?

    1. Alfons 🌀

      Da war doch irgendwas

    2. René Hesse ♾️

      Das Förderprogramm ist auf Kauf oder Leasing von Neuwagen ausgerichtet.

      1. Stefan 🌟

        Danke. Damit macht sich die Förderung in Kombination mit dem Einkommen leider selbst lächerlich…

        1. Dom 🏆

          Ich würde mal wetten, dass die meisten Neuzulassungen nicht Käufe, sondern Leasings sind.

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