Deutschlands Jugendanteil bleibt auf historischem Tief

Foto: Marcel Fagin / Unsplash

Der Anteil der 15- bis 24-Jährigen in Deutschland liegt mit 10,0 Prozent weiter auf einem historischen Tiefstand.

Ende 2025 lebten laut Statistischem Bundesamt 8,3 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in Deutschland. Seit Anfang der 2020er-Jahre verharrt ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung bei rund 10 Prozent. Zum Vergleich: 1983 gehörten noch 16,7 Prozent der Bevölkerung zu dieser Altersgruppe.

Die Unterschiede sind besonders deutlich bei der Einwanderungsgeschichte. So sind 8,5 Prozent der Menschen ohne Einwanderungsgeschichte zwischen 15 und 24 Jahre alt. Bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte liegt dieser Anteil bei 12,2 Prozent. Als Menschen mit Einwanderungsgeschichte zählen Personen, die entweder selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 zugewandert sind.

Der höhere Anteil ist auch darauf zurückzuführen, dass nur die seit 1950 Eingewanderten und ihre Kinder betrachtet werden, die strukturell jünger sind. So sind 20,4 Prozent der Nachkommen von zwei eingewanderten Elternteilen zwischen 15 und 24 Jahre alt. Ein ähnlicher Anteil von 20,0 % wurde bei Menschen mit einem eingewanderten Elternteil (einseitige Einwanderungsgeschichte) festgestellt. Bei den Eingewanderten selbst waren es 9,5 %.

Junge Menschen sind regional unterschiedlich verteilt

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

Deutschland liegt damit auch leicht unter dem europäischen Durchschnitt. Irland erreicht mit 12,7 Prozent den höchsten Wert in der EU. Malta kommt dagegen nur auf 9,4 Prozent.

Ich finde vor allem den langfristigen Vergleich bemerkenswert. Der Rückgang von 16,7 auf 10,0 Prozent zeigt sehr deutlich, wie stark sich Deutschlands Altersstruktur verändert hat. Das dürfte langfristig auch für Arbeitsmarkt, Sozialversicherung und Wirtschaft relevant bleiben.

mobiFlip zuerst in deinen Google News – jetzt als Quelle setzen Haken setzen ↗

Weitere Themen
Hinterlasse deine Meinung

1 Kommentar aufrufen

Die mobile Version verlassen