Die deutsche Stromerzeugung erreicht 2025 mit 438,2 Milliarden Kilowattstunden einen neuen Höchststand gegenüber dem Vorjahr.
Laut Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) wurden im Jahr 2025 insgesamt 1,4 Prozent mehr Strom ins Netz eingespeist als 2024. Der Anteil erneuerbarer Energien lag bei 58,6 Prozent der gesamten inländischen Stromproduktion und damit knapp unter dem Vorjahreswert von 59,5 Prozent.
Die erzeugte Menge aus erneuerbaren Quellen blieb mit 256,9 Milliarden Kilowattstunden nahezu stabil, während konventionelle Energieträger um 3,6 Prozent auf 181,3 Milliarden Kilowattstunden zulegten.
Besonders auffällig entwickelte sich laut Destatis die Photovoltaik: Die Stromeinspeisung aus Solarenergie stieg um 17,4 Prozent auf 70,1 Milliarden Kilowattstunden und entspricht damit 16,0 Prozent der Gesamtproduktion. Beide Werte stellen seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018 neue Höchstwerte dar.
Die Windkraft blieb zwar mit 131,3 Milliarden Kilowattstunden und einem Anteil von 30,0 Prozent die wichtigste Energiequelle, verzeichnete jedoch einen Rückgang um 3,6 Prozent.
Erdgas auf Rekordhoch, Wasserkraft mit deutlichem Einbruch
Auch die Stromeinspeisung aus Erdgas erreichte laut Destatis mit 70,6 Milliarden Kilowattstunden einen neuen Höchststand seit 2018, was einem Anstieg von 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anteil von Erdgas an der Gesamtproduktion kletterte auf 16,1 Prozent.
Demgegenüber brach die Wasserkraft um 22,5 Prozent auf 15,8 Milliarden Kilowattstunden ein. Die Kohle spielte mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent und einem Anteil von 22,1 Prozent weiterhin eine bedeutende, jedoch leicht sinkende Rolle.
Kennzahlen im Überblick:
- Photovoltaik: +17,4 Prozent auf 70,1 Mrd. kWh (Rekord seit 2018)
- Erdgas: +10,2 Prozent auf 70,6 Mrd. kWh (Rekord seit 2018)
- Windkraft: -3,6 Prozent auf 131,3 Mrd. kWh (weiterhin stärkste Quelle)
- Wasserkraft: -22,5 Prozent auf 15,8 Mrd. kWh
Die Zahlen zeigen aus meiner Sicht, dass die Energiewende in Deutschland strukturell voranschreitet, jedoch (logischerweise) abhängig von Witterungsbedingungen bleibt. Der gleichzeitige Rekordanstieg bei Erdgas gibt dabei Anlass, die Klimaziele im Blick zu behalten.
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