Die staatliche E-Auto-Prämie steht laut einer Analyse des CAR im Zusammenhang mit steigenden Marktpreisen für Elektrofahrzeuge.
Seit Januar 2026 fördert die Bundesregierung den Kauf neuer Elektroautos mit bis zu 6.000 Euro. Die konkrete Förderhöhe richtet sich nach dem Einkommen der Käufer. Nach Daten des Center for Automotive Research (CAR) sind gleichzeitig die Hersteller-Rabatte gesunken, wodurch sich der Preisabstand zwischen Elektroautos und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor wieder vergrößert hat.
Laut der Analyse stieg der durchschnittliche Preisunterschied seit Dezember 2025 um knapp 650 Euro auf 1.971 Euro. Grundlage war ein Vergleich der jeweils 20 meistverkauften Elektroautos und Verbrenner. Experten hatten bereits vor Einführung der Förderung auf mögliche Mitnahmeeffekte hingewiesen.
E-Auto-Förderung und ihre Auswirkungen auf den Markt
CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer sieht die Befürchtungen durch die aktuellen Daten bestätigt. Nach seiner Einschätzung profitieren einzelne Käufer zwar von der Förderung, gleichzeitig steige jedoch das allgemeine Preisniveau bei Elektroautos. Zudem verweist er auf mögliche Nachteile für Anbieter günstiger Modelle sowie für in Deutschland produzierende Premiumhersteller.
Wichtige Ergebnisse der Analyse:
- Hersteller-Rabatte gingen seit Jahresbeginn zurück.
- Der Preisabstand zu Verbrennern nahm wieder zu.
- Experten sehen Hinweise auf Mitnahmeeffekte.
- Premiumhersteller könnten laut CAR benachteiligt sein.
Unabhängig davon wächst die Nachfrage nach Elektroautos weiter. Nach Angaben des Herstellerverbands ACEA wurden in der Europäischen Union in den ersten vier Monaten des Jahres 3,8 Millionen Fahrzeuge verkauft. Der Marktanteil von Elektroautos stieg dabei auf 19,7 Prozent und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert.
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