Die EU-Kommission stellt eine europäische App zur Altersverifikation vor, die den Schutz von Kindern im Internet verbessern soll.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betont gemeinsam mit Exekutiv-Vizepräsidentin Virkkunen die Chancen digitaler Technologien für Kinder, verweist jedoch auf steigende Risiken.
Laut Kommission sind Cybermobbing, suchtfördernde Plattformmechaniken und der Kontakt zu schädlichen Inhalten zentrale Probleme. Eltern und Mitgliedstaaten hätten entsprechende Bedenken geäußert, weshalb ein Sondergremium Empfehlungen bis zum Sommer erarbeiten soll.
Die Kommission sieht eine europaweit einheitliche Lösung zur Altersprüfung als zentralen Baustein. Die vorgestellte App ist laut Kommissionsangaben technisch fertig und soll bald verfügbar sein. Nutzer können damit ihr Alter gegenüber Online-Diensten nachweisen, ähnlich wie beim Altersnachweis im stationären Handel.
EU-App zur Altersverifikation: Funktionen und Einsatz
Die Anwendung funktioniert laut Kommission geräteübergreifend und wird nach Einrichtung mit Ausweisdokumenten genutzt. Dabei sollen Nutzer nur ihr Alter bestätigen, ohne weitere persönliche Daten preiszugeben. Zudem sei die Lösung anonym, quelloffen und für Partnerländer nutzbar.
Mehrere Staaten wie Frankreich, Dänemark oder Spanien planen laut Kommission bereits die Integration in nationale Systeme. Parallel will die EU bestehende Regeln konsequent durchsetzen und Plattformen stärker in die Pflicht nehmen, um Kinderrechte im digitalen Raum zu sichern.
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