KI übernimmt dein Geld? Jeder Vierte vertraut schon jetzt der Maschine

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Eine Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass die Deutschen KI im Finanzbereich zugleich als Chance und Risiko bewerten und unterschiedlich starkes Vertrauen entwickeln.

Laut der Befragung von 1004 Personen ab 16 Jahren sehen 56 Prozent den Einsatz von KI im Finanzbereich als Chance, während 40 Prozent ihn als Risiko einschätzen.

27 Prozent können sich jetzt schon vorstellen, dass KI künftig den Großteil ihrer Finanzentscheidungen übernimmt, während 49 Prozent dies klar ablehnen. Die Nutzung einzelner KI-Anwendungen in Finanzfragen ist bereits verbreitet, aber noch nicht dominant.

Zwischen Vertrauen und Skepsis: KI im Finanzalltag der Deutschen

Die Ergebnisse zeigen ein deutlich gespaltenes Bild zwischen technologischem Vertrauen und Sicherheitsbedenken. 30 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass KI Finanzthemen besser erklären kann als Menschen. Gleichzeitig vertrauen 24 Prozent einer KI sogar stärker als einem menschlichen Finanzberater. Dem gegenüber steht eine breite Skepsis, denn 62 Prozent sorgen sich verstärkt um mögliche Betrugsfälle im Zusammenhang mit KI.

Auch das Nutzungsverhalten ist bereits konkret messbar. Ein Viertel der Befragten hat KI-Tools wie ChatGPT bereits für finanzielle Fragen genutzt. Besonders bei jüngeren Menschen fällt die Offenheit höher aus, während ältere Gruppen deutlich zurückhaltender bleiben. Unterschiede zwischen den Altersgruppen prägen damit maßgeblich die Gesamtbewertung der Technologie.

Parallel zur KI-Debatte verschiebt sich auch die allgemeine Nutzung von Bankdienstleistungen weiter in den digitalen Raum. Banking-Apps und Mobile Payment gewinnen an Bedeutung und werden zunehmend als entscheidender Faktor bei der Wahl einer Bank gesehen. Klassische Kriterien wie Filialdichte verlieren dagegen langsam an Gewicht, bleiben aber weiterhin relevant.

Online-Banking ist inzwischen Standard im Alltag vieler Nutzer. Die große Mehrheit greift regelmäßig digital auf Bankdienste zu, wobei die App für viele zum wichtigsten Zugangspunkt geworden ist. Browserbasierte Angebote spielen weiterhin eine Rolle, werden jedoch zunehmend von mobilen Anwendungen ergänzt oder verdrängt.

Langfristig zeichnet sich zudem eine Ausweitung der Funktionen von Banking-Apps ab. Viele Nutzer zeigen sich offen dafür, diese auch als digitale Identitätslösung zu verwenden oder weitere Nachweise darin zu speichern. Damit könnten Banking-Plattformen über klassische Finanzdienstleistungen hinauswachsen und zusätzliche digitale Rollen übernehmen.

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